Thöing teilt aus: Die gamescom 2009 entlockte mir lediglich ein Gähnen
Ungeschminkt und frei nach Schnauze: Sebastian Thöing und seine Gedanken zu Meldungen und Meinungen aus der Welt der PC-Spiele.
Quelle: Computec Media
Sebastian Thöing, Redakteur auf www.pcgames.de über die gamescom 2009.
Was hab ich mich im Vorfeld doch auf die gamescom gefreut. Diablo 3 anspielbar! Yeah! Modern Warfare 2 anspielbar. Oh Gott wie genial. Bei den Versprechungen vor der Messe wurden meine Hände ganz feucht. Was könnte da noch kommen? Irgendeine große Ankündigung. Bestimmt. Irgendwelche neuen Spiele. Mit Sicherheit. Und was blieb es am Ende? Ernüchterung. Für die Fachpresse und für Diablo- und Call of Duty-Fans. Warum? Ich sage es Ihnen gerne.
Ubisoft kündigte Silent Hunter 5 an. Meine Augenbraue zuckte kurz. Ich gähnte. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Gespannt wartete ich auf die EA-Pressekonferenz. Nachdem man mich mit FIFA 10 in Grund und Boden langweilte, schämte ich mich danach in eben jenen. Katharina Witt auf der Bühne. Zusammen mit Peter Moore präsentierte sie einen Wii-Sports-Titel. Ein paar Konsolen-Spiele wurden gezeigt. Das war's. Geschockt saß ich vor dem Live-Stream. Keine Neuankündigung. Nada. Nothing. Niente. Dabei hätte ich mich so sehr über die Enthüllung des neuen NfS-Spiels von Criterion gefreut. Oder über erste Szenen aus Crysis 2.
In den nächsten Tagen folgten weitere News von der gamescom. Wirkliche Highlights waren nicht dabei. Zwar gab es Details zu bereits bekannten Titeln, der echte Knaller blieb, zumindest für PC-Spieler, aber aus. Die Konsolen-Freunde konnten sich wenigstens über die PS3 Slim freuen. Wir PC-Spieler mussten uns aber mit Bekanntem zufriedenstellen. Alles schon einmal gesehen. Nämlich in Los Angeles. Auf der E3 2009.
Und genau da liegt auch der Knackpunkt. Wäre die E3 das geblieben, was sie 2008 noch war, dann wäre die gamescom 2009 wahrscheinlich zu einem echten Hit geworden. So blieb sie nur eines: der kleine Bruder, den keiner irgendwie so richtig ernst nimmt. Das Pulver haben die Publisher nämlich auf der E3 verschossen.
Und warum war die gamescom jetzt genau ernüchternd für Diablo- und Call of Duty-Fans? Weil die Schlangen unendlich lang waren. Es verging Stunde um Stunde, ehe man endlich an den PC konnte. Und die Enttäuschung schlechthin: Activision zeigte das bereits bekannte Eis-Level aus Call of Duty: Modern Warfare 2. Ich hätte mich, hätte ich denn angestanden, geärgert.
So verbleibe ich mit enttäuschtem Blick,
Ihr Sebastian Thöing

Leute ihr vergesst eines: Die Anderen werden nicht jünger, sondern man selber wird ällter. :ugly:
Ich hab auch schon Polizisten oder Politiker gesehen, wo ich mir dachte "was, schon wieder Schulpraktikum?". Das wird mit jedem Jahr schlimmer. ;-)
auch so werden wie in leipzig die besucherzahlen erstmal wachsen - wenn aber die stände nicht enorm wachsen, dann wird es irgendwann den punkt geben, wenn die besuchermasssen verärgert sind - und das könnte ungemüdlich werden - auch wenn der großteil der besucher eher dünn und blass oder auch etwas übergewichtig und nicht ganz so flink ist;-) (verglichen mit der fibo in essen natürlich nur, hüstel, hüstel :-D )
Nach all dem was ich bisher gehört hab bin ich gespannt ob die GCom nächstes Jahr zumindest die Besucherzahlen halten kann. Dann ist auch der "Ich bin neu in der Statt" Effekt etwas aufgebraucht.