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Thöing teilt aus

Thöing teilt aus: Killerbonbons- Süßigkeiten tragen Mitschuld an den Amokläufen!

04.10.2009 10:07 Uhr
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Neu
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Ungeschminkt und frei nach Schnauze: Sebastian Thöing und seine Gedanken zu Meldungen und Meinungen aus der Welt der PC-Spiele.

So viele Süßigkeiten... langsam werde ich aggressiv... So viele Süßigkeiten... langsam werde ich aggressiv... Natürlich, liebe Leser, ist die Überschrift überspitzt. Aber immerhin habe ich jetzt ihre Aufmerksamkeit. Und so abwegig scheint die Behauptung gar nicht zu sein. Sie erinnern sich? Vage? In nicht allzu ferner Vergangenheit wurden die so genannten Gewaltspiele als Ursache für die tragischen Amokläufe in Deutschland ausgemacht. Sie würden aggressiv machen, man müsse sie verbieten. So? Dann fordere ich jetzt ein deutschlandweites Verbot von Süßigkeiten! Ich erkläre Ihnen auch gerne warum, denn ich stütze mich - im Gegensatz zu manch anderer Spiele-sind-so-schlimm-dass-man-sie-verbieten-muss-Aktion - auf eine Studie. Eine Studie aus England. Doch bevor ich mich stütze: Ja, Studien sollte man erst glauben, nachdem man sie selbst gefälscht hat... Ich weiß. Können wir weitermachen? Danke. Die Studie stammt von Wissenschaftlern um Simon Moore von der Cardiff University, schreibt zumindest Spiegel Online. So habe die Langzeitstudie ergeben, dass der tägliche Süßigkeitenkonsum bei Kindern später zu Aggressionen führen kann. Es sei sogar so, dass 69 Prozent der 34-Jährigen die sich gewalttätig verhalten haben und verurteilt wurden, genascht hätten als sie zehn Jahre alt waren. Bei den friedlebenden 34-Jährigen hätten nur 42 als Zehnjährige täglich Süßigkeiten verputzt. Ich sage es hier in aller Deutlichkeit: Süßigkeiten fördern die Kriminalität und sorgen für Amokläufe in Deutschland! Verbietet Süßigkeiten!

Zu den Daten: 17.500 Kinder, die ein einer Woche im April 1970 geboren wurden, begleiteten die Forscher. Nach zehn Jahren befragte man die Eltern zu den Essgewohnheiten und heute weiß man: Die Korrelation zwischen Essgewohnheit und Verhaltensweise ist signifikant. Kein Scherz. Lapidare Sachen wie Erziehung und schulische Bildung habe man, so die Wissenschaftler, statistisch ausschließen können. Doch warum zum Henker machen Süßigkeiten aggressiv? Nicht, dass ich das an dieser Stelle leugnen würde... Es sei das Belohnungsprinzip, so Moore. Kinder die Süßigkeiten bekommen hätten nie gelernt abzuwarten bis sie belohnt werden. Das mache sie auf die Dauer gesehen zu impulsiven Menschen - also zu, na klar, Amokläufern. Die genauen Mechanismen dahinter kann man zwar noch nicht erklären, aber verbieten, das kann man bestimmt. Und deshalb fordere ich es. Und wenn das geschieht, na dann können von mir aus auch die Gewaltspiele verboten werden.

Online-Redakteur
Moderation
04.10.2009 10:07 Uhr
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Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
04.10.2009 17:26 Uhr
na
man merkt ja eh an der Prohibition in den zwanziger, wie sehr Richtig und vorallem Effektiv so ein Verbot ist
da wurde ja auch der Böse Alkohol für jeden Mist verantwortlich gemacht anstatt die Ursachen zu bekämpfen

aber es ist ja auch bekannt, die Menschheit will ja nicht aus der Geschichte lernen  
zumal Verbote natürlich billiger und populistischer sind als Lösungen, die kosten ja Geld
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
04.10.2009 17:00 Uhr
Verbietet Brot! 99% aller Terroristen essen Brot!

Schöner Artikel, so zeigt er doch wunderbar den Unsinn auf, der hinter Computerspielverboten steckt.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
04.10.2009 14:02 Uhr
Zitat: (Original von Amanra;8217494)
Darf hier jetzt keiner mehr eine Satire schrieben, oder wie?
Abgesehen davon sehr treffend imho - macht deutlich, dass man eigentlich das gesamte normale Leben verbieten müßte, wollte man alle denkbaren Auslöser für Amok wegputzen.
Warum nur erinnert mich diese…

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