Die 10 größten Adventure-Sünden
Dieser Artikel ist ein Auszug aus unserem Adventure-Sonderheft.
Während andere Spiele-Genres auch funktionieren, wenn es in den Details hapert, geraten Adventures bei Fehlern leicht ins Stocken. Stundenlanges Absuchen nach Hotspots, lustloses Herumrätseln ohne Hinweise - so sehr wir Adventures lieben, so heftig schlagen wir uns mit der
flachen Hand auf die Stirn, wenn im Jahre 2008 noch die gleichen Fehler begangen werden, die schon 1990 inakzeptabel waren. Liebe Leser: Bitte lesen und amüsieren! Liebe Adventure-
Designer: Bitte lesen und unseren Rat beherzigen! Die 10 größten Adventure-Sünden lesen Sie ab sofort in unserer Galerie.
10 - Schlechte Kameraführung: Weiche Drehungen, dynamische Schwenkbewegungen, beeindruckende Zooms: Mit der Einführung von 3D-Engines in Adventures hat auch die in Redakteurskreisen berüchtigte Formulierung „cineastische Inszenierung“ ihren Stammplatz in Artikeln eingenommen. Aber: Obwohl
die Animations- und Bewegungspfade in einem Adventure im Regelfall vordefiniert sind, tun sich viele 3D-Abenteuer mit ihrer prächtigen Kamera eher schwer.Besonders schlimmes Beispiel: Baphomets Fluch 4, in dem unvorteilhafte Perspektivwechsel die Steuerung der Akteure verunmöglichen und wichtige Hotspots kaum sichtbar sind. Oder der Spieler plötzlich die Orientierung verliert.
Außerdem können wir Ihnen an dieser Stelle nur unser morgen erscheinendes Adventure-Sonderheft empfehlen. Außerdem hat Christian Burtchen bereits Anfang 2007 zwei interessante Artikel zu Tücken in Adventures verfasst. Benutze Hund mit was?! und Mein Spiel, meine Rätsel.

Für mich ist die schlimmste Adventure Sünde, aus all den genannten, ganz klar die, bei Rätseln keinen Hinweis zu bekommen wie es zu lösen wäre. Am schlimmsten war das bei Jack Keane, "...Das geht so nicht, das ist so nicht möglich, Nein! so geht das nicht..."
In den letzten Wochen habe ich hauptsächlich Adventure durchgespielt. Unter anderem Jack Keane, The Moment of Silence, Dreamfall the Longest Journey, Keepsake, Clever&Smart, Perry Rhodan und andere. Bei allen Titeln gibt es schwächen, zu knackige Rätsel, lange Laufwege die sich nicht abbrechen lassen, unlogische Rätsel, zu viele, zu lange Dialoge, keine Hilfen zu Rätseln.
Für mich ist die schlimmste Adventure Sünde, aus all den genannten, ganz klar die, bei Rätseln keinen Hinweis zu bekommen wie es zu lösen wäre. Am schlimmsten war das bei Jack Keane, "...Das geht so nicht, das ist so nicht möglich, Nein! so geht das nicht..."
Allerdings gibt es auch weniger offensichtliche Dinge, die nervig sein können, zum Beispiel in The Moment of Silence. Dort, im Hochhaus, wo Tommy und seine Mutter den zwei Agenten entkommen müssen, und die Steuerung der Mutter übernommen werden muss. In Tommys Zimmer liegen jede Menge Gegenstände herum, die sich manipulieren lassen, Bauklötze zum Beispiel. Dinge die eigentlich nicht für das Spiel relevant sind, sich aber bedienen lassen, wo der Gedanke aufkeimt, dass das benutzt werden muss zur Lösung eines der Probleme.
Auch unnötige Action-Einlagen sind für mich so eine Sache, Sherlock Holmes und der Fall des goldenen Ohrrings nenne ich dafür Stellvertretend. Sowas gehört einfach nicht in ein Adventure.
Sehr oft sind solche Dinge richtige Spass-Hemmer, und bremsen den Spielfluss und die Motivation weiter zu machen ein. Allerdings halte ich den meisten Adventure-Titeln auch zu gute, das die schwächen klar durch Humor, Spannung, ein interessantes Setting, motivierende Rätsel und einer tollen Lösungs-Hilfe ausgleichen. Keepsake bietet zum Beispiel bei jedem Rätsel an, erst einige kleine Hinweise zu geben, bis hin zu dem Punkt, wo das Rätsel automatisch gelöst wird. Ich mag Adventure, und kann mit den Schwächen der meisten leben. Es gibt halt kein perfektes Spiel, das alles richtig macht, das gilt für Adventure, wie auch für andere Genres. ;-)
Vor allem Sam & Max.
Fragen über Fragen.
@ zum Thema Sünden in Adventures:
Lange Laufwege sind echt nervtötend, eine Sprintfunktion oder dass überspringen solcher Szenen sollte doch eigentlich kein Problem darstellen.
Narkotisierende Dialoge sind auch mies.
Arg versteckte Gegenstände und zu unlogische Rätsel können einem Abenteuer aber auch gehörig an Fahrt nehmen.
SSA