Das war die PC Powerplay - Ein Rückblick von Florian Stangl - Teil 2/2
Das erste Jahr PC PowerPlay ist so gut wie vergangen. Nach dem sehr guten Start gerät der Motor des Heftes ins Stottern, die Suche nach den Ursachen beginnt. Wie bereits erwähnt, analysiert der gesamte Verlag mindestens ein Mal im Monat den gesamten Markt der Spielezeitschriften. Verkaufskurven werden untersucht, Vergleiche angestellt, Titelthemen und Vollversionen bewertet. Die von der IVW geprüften Zahlen aller Magazine (= Gesamtmarkt) sowie der einzelnen Hefte zeigen ein einheitliches Bild: Die Zahl der Käufer sinkt, der Markt wächst nicht mehr. Was für die bereits seit Jahren etablierten Hefte herbe wirtschaftliche Einbußen bedeutet, ist für ein frisch gestartetes Heft wie PC PowerPlay wie ein noch nicht vollstrecktes Todesurteil - der Henker hebt schon sein Beil. Denn das Heft war so geplant worden, dass es sich (etwas vereinfacht formuliert) erst ab durchschnittlich rund 150.000 verkauften Heften pro Monat rechnen kann.
Davon ist das Magazin weit entfernt. Also wird nach Lösungen gesucht, nach Nischen im Markt, oder nach neuen Gegnern. Anfangs war PC PowerPlay als Alternative zu PC Games und Gamestar aufgestellt worden. Als gegen Jahresende 2004 deren Auflagen nicht wie in den Vorjahren deutlich stiegen, war das anfangs noch PCPP zugeschrieben worden - jippie, das Konzept geht auf, Leser wandern von PCG und GS zu uns! Doch in den Folgemonaten zeigte sich, dass die Leser offenbar überall hin wanderten, aber nicht zu einem der Printmagazine. Da sich keine echte Nische im Markt finden ließ, versuchte der Verlag, das Heft durch eine Neuausrichtung an einem vermeintlich größeren Kuchen knabbern zu lassen. Nämlich an der Zielgruppe der Computer Bild Spiele. Die hat die meisten Leser, also kann sie auch am meisten abgeben - vereinfacht ausgedrückt. Das Ergebnis mit dem aus meiner Sicht schwachen Slogan "Mehr Spiel. Mehr Spaß. Mehr Service." provozierte die Fans der ersten Stunde und hat im Prinzip keine Sau interessiert. Was sicher auch daran lag, dass die Redaktion selbst davon wenig überzeugt war, das Konzept nur halbherzig durchzog und nach zwei Heften eigentlich vollständig ignorierte. Dass diese Tatsache nicht auch an die Leser kommuniziert wurde, ist zwar verständlich, aber versursacht ein neues Problem: Die anfangs gerade Linie innerhalb der Redaktion ging verloren, viele Leser erhalten den Eindruck von laufenden Konzeptänderungen.

viel erfolg wo auch immer ihr unterkommt.
Achtung Florian, jetzt komme ich wieder. ;-)
Deine Betrachtung der PCPP liest sich so, alsob nur die anderen Schuld haben das es die PCPP nicht mehr gibt. Es kann doch nicht sein, das euch keine Fehler unterlaufen sind, die auch ihr übriges zum Ende der PCPP beigetragen haben.
Eine Frage interessiert mich aber nun doch noch, ist Cypress an Martin und Dich rangetreten um eine neues PC Spiele Magazin hochzuziehen oder wart ihr bei Cypress und habt denen ein Magazin vorgeschlagen?
Ich möchte mich im Gegenzug bei Florian und dem Rest der Redaktion und den anderen Mitarbeitern der PCPP für 35 Ausgaben einer tollen zeitschrift. Trotz aller im Verlauf auftretenden Probleme hat mir euer Ansatz eines Spielemagazins immer am besten auf dem Markt gefallen.
Wird man von den Redis, die zu CompuTec übergewandert sind, in Zukunft auch was in der PCG lesen oder nur online oder wie?
wie gesagt: ich habe nix gegen werbung im magazin ich bin ja nicht blöd aber die art und menge wird immer heftiger und das stört mich. dazu kommt (wie erwähnt) die schlechter werdende qualität des heftes selbst (offen gesagt stört die mich mehr als die werbung ;-) ).
die einzige wahl die ich habe ist, ob ich es weiter kaufe und da neigt es sich momentan in die richtung, das ich mein abö kündigen werde wenn das so weiter geht.
Au revoir.