Master of Orion (2016): Damals und heute - Vergleich mit den Vorgängern des 4X-Strategie-Reboots

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Die Rassen des Master of Orion Universums im Wandel der Zeit
Quelle: PC Games

Wir machen den Vergleich: Wie nahe ist das Master of Orion-Reboot von 2016 spielerisch und optisch am grandiosen Vorgänger Master of Orion 2: Battle at Antares dran? Auf Basis der Early-Access-Version stellen wir Kämpfe, Galaxiekarte, Rassen, Forschung und mehr gegenüber.

Mit Master of Orion wollen NGD Studios und Wargaming eine über 20 Jahre alte Strategieserie zu neuer Blüte führen. Das 4X-Reboot Master of Orion mit einem Release im Sommer 2016 ist derzeit als Early-Access-Version auf Steam verfügbar. Unserer Meinung nach fängt die Vorabversion bereits viele Qualitäten der Vorlage ein, in anderen Bereichen haben die Entwickler aber noch viel Arbeit vor sich. Um allen interessierten Kennern der Vorgänger - insbesonders des exzellenten Master of Orion 2: Battle at Antares von 1996 - ein besseres Bild davon zu geben, was sich im Reboot ändert, ziehen wir den direkten Vergleich zwischen altem Klassiker und moderner Neuinterpretation.

Raumschlachten

Die wohl einschneidenste Änderung zuerst: Weltraumgefechte finden im neuen Master of Orion nicht mehr rundenweise wie damals statt, sondern in Echtzeit. Dabei kommt aber eine Pausefunktion zum Einsatz, um zwischendurch Befehle zu erteilen. Ein weiterer augenfälliger Unterschied zwischen den beiden Serienteilen ist natürlich die schicke 3D-Grafik, die in den Schlachten besonders positiv auffällt.

Rassen

Master of Orion von 2016 enthält zehn Völker - die ursprünglichen Fraktionen aus dem allerersten Master of Orion von 1994. Elerians, Gnolams und Trilarians aus Master of Orion 2 fehlen dagegen. Das Design der Rassen hat das argentinische Entwicklerstudio NGD überarbeitet - teils krass wie bei den unten abgebildeten Alkari, teils dezent wie bei den Psilons.

Galaxieübersicht

Mit am nächsten kommt das neue Master of Orion seinen legendären Vorgängern auf der Sternenkarte - zumindest optisch. Im Detail hat sich aber auch hier einiges verändert. So gibt es keine Reichweiteneinschränkungen mehr für Raumschiffe; eure Expeditions- oder Angriffsflotten haben nie Treibstoffsorgen. Desweiteren ist die Bewegung zwischen Sternensystemen auf sogenannte Starlanes beschränkt, wie man sie schon aus dem Genre-Opa Ascendancy kennt. Master of Orion soll in der Early-Access-Version aber schon bald einen Patch erhalten, der die Sprungtor-Technologie früher zugänglich macht - dadurch werden die Einschränkungen durch Starlanes abgeschwächt, weil ihr einfach selber neue Routen bauen könnt.

Forschung

Den Forschungsbaum hat NGD Studios stark überarbeitet. Im Gegensatz zum von Fans heiß geliebten Battle at Antares gibt es in der Early-Access-Alpha derzeit nur wenige Entscheidungsmöglichkeiten zwischen unterschiedlichen Technologien. Dadurch fühlt sich die Forschung unabhängig von der gewählten Rasse recht austauschbar an.

Planetenbildschirm

Die alte 2D-Darstellung der mit jedem neuen Gebäude wachsenden Kolonie mottet das neue Master of Orion ein, stattdessen gibt es eine drehbare Satellitenansicht der gebauten Einrichtungen. Ein weiterer Übersichtsbildschirm erlaubt die Bestückung der Bau-Warteschlange und das Umverteilen der Bevölkerung auf die drei Bereiche Forschung, Nahrung und Produktion.

Schiffseditor

Damals wie heute könnt ihr eure unterschiedlichen Schiffsklassen wie Zerstörer, Titan oder Doomstar komplett selbst ausrüsten und unter anderem Namen speichern. Allerdings wartet hier noch viel Balancing-Arbeit auf Entwickler NGD Studios, denn manche Waffen-Kombinationen sind bei Master of Orion (2016) - zumindest beim Early-Access-Test - noch unnütz. Zudem trifft die Automatik-Upgrade-Einstellung teils seltsame Entscheidungen.

Diplomatie

Der Verhandlungsbildschirm hat ein bisschen mehr Civilization-DNS spendiert bekommen, ansonsten ähneln die Optionen der beiden Spiele einander sehr. Im Master of Orion-Reboot lassen sich jetzt auch seltene Rohstoffe tauschen. Ansonsten bleibt alles beim Alten: Handelsverträge haben immer noch ein Auslaufdatum und ihr könnt nicht nur Allianzen schmieden, sondern auch Forderungen stellen wie "Stimm in der nächsten Ratsversammlung für mich!" oder "Siedel gefälligst nicht in der Nähe meiner Planeten!".

Bodenkämpfe

Die Invasion mit Bodentruppen wird spartantisch inszeniert und ist momentan kaum von dem Bombardement feindlicher Planeten zu unterscheiden. Master of Orion-Entwickler NGD Studios will die Early-Access-Version bis zum Release im Sommer 2016 in diesem Punkt aber noch aufwerten. Ob die kleinen Space Marines aus Master of Orion 2: Battle at Antares ein Comeback feiern werden? Es wäre ein weiterer schöner Wink in Richtung der guten, alten Zeit.

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Weissbier242 Spiele-Enthusiast/in
        Bis jetzt sind die steam Kritiken allerdings sehr positiv.
      • Von Weissbier242 Spiele-Enthusiast/in
        Bis jetzt sind die steam Kritiken allerdings sehr positiv.
      • Von DungeonKeeper666 Anwärter/in
        Ohne rundenbasierte Kämpfe ist das Spiel für mich gestorben. Genau wie bei Jagged Alliance. :(
      • Von Wut-Gamer Spiele-Kenner/in
        Ich finde MoO2 sieht grafisch immer noch ziemlich gut aus.
      • Von Batze Mitglied
        Zitat von G-Kar
        Und das bestätigt meine persönliche Meinung nochmal.

        Das neue MoO ist ein flaches 4X Spiel was nur den Namen und Lore trägt, aber keine der tiefgreifenden Mechaniken bietet.
        Nun ja, das aktuelle X-Com/2 hat mit dem von vor 20 Jahren auch nicht mehr viel, hat hier aber 93% bekommen. Also daran sollte man ein Spiel 2016 nicht mehr messen was mal war.
      • Von G-Kar Hobby-Spieler/in
        Und das bestätigt meine persönliche Meinung nochmal.

        Das neue MoO ist ein flaches 4X Spiel was nur den Namen und Lore trägt, aber keine der tiefgreifenden Mechaniken bietet.
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