Grim Dawn im Test: Düsteres Action-RPG auf Titan Quests Spuren
Es ist vollbracht! Nach sechs Jahren passiert der geistige Nachfolger von Titan Quest endlich die Zielgerade. Wir haben das düstere Action-RPG durchgespielt und klären im Review, ob die Monsterhatz es mit Diablo & Co. aufnehmen kann.
Crate Entertainment - der Name sagt euch nix? Sollte er aber! Hinter dem kleinen Team stecken nämlich ein paar kluge Köpfe, die zuvor bei Iron Lore Entertainment gearbeitet und dort das beliebte Titan Quest entwickelt haben. Nach der Auflösung von Iron Lore rauften sich einige Teammitglieder unter neuer Flagge zusammen. Am 21. Januar 2010 dann die tolle Nachricht: Crate Entertainment verkündete, dass man die Engine von Titan Quest mitsamt Entwicklertools zurückgekauft habe - ein neues Action-Rollenspiel namens Grim Dawn sollte damit entstehen. Weil das Studio damals aber kaum Geld und keinen Publisher hatte, konnten die Fans das Spiel mit Spenden unterstützen, das half über die erste Durststrecke hinweg. Zwei Jahre später riefen die Entwickler dann endlich eine Kickstarterkampagne ins Leben, die mit einer halben Million US-Dollar üppig überfinanziert wurde.
Dem Spiel hat die Finanzspritze sichtbar gut getan: Nach einer zweijährigen Early-Access-Phase, in der die Entwickler eng mit den Fans in Kontakt standen, fällt Grim Dawn sogar noch umfangreicher aus als ursprünglich geplant. Grim Dawn präsentiert sich im Review damit als Action-Rollenspiel der ganz alten Schule, das Erinnerungen an Diablo 2, Sacred und natürlich Titan Quest wachruft. Doch reicht das im Zeitalter von Path of Exile und Diablo 3 noch aus? Im Test fühlen wir dem Langzeitprojekt auf den Spielspaßzahn.
Auf dieser Seite
- 1 Grim Dawn im Test: Düster geht die Welt zugrunde
- 2 Grim Dawn im Test: Kaum Highlights, trotzdem motivierend
- 3 Grim Dawn im Test: Fraktionen und Quests
- 4 Grim Dawn im Test: Vielfalt dank dualem Klassensystem
- 5 Grim Dawn im Test: Gameplay schlägt Handlung
- 6 Grim Dawn im Test: Das kann sich sehen lassen
- 7 Grim Dawn im Test: Baustelle Multiplayer
- 8 Grim Dawn im Test: Preis, Wertung und Fazit
Quelle: PC Games
Nach sechs Jahren Entwicklung ist Grim Dawn endlich fertig und bei uns im Test.
Grim Dawn im Test: Düster geht die Welt zugrunde
Schlimme Zeiten für die Bewohner von Cairn: In der übel zugerichteten Fantasy-Welt wurde die Menschheit von zwei dämonischen Mächten plattgemacht, die wenigen Überlebenden haben sich zu Widerstandsgruppen zusammengerauft. Unser Held - männlich oder weiblich - erwacht am Galgen baumelnd, nachdem ein dämonischer Geist aus seinem Körper gewichen ist. Praktischer Nebeneffekt: Durch die Besessenheit haben wir mächtige Superkräfte geerbt, mit denen wir unseren Gegnern kräftig einheizen, um Cairn zurückzuerobern.
Quelle: PC Games
Grim Dawn überschüttet uns nur so mit wertvoller Beute. Zum Glück können wir per Loot-Filter unerwünschten Kram ausblenden.
Und das spielt sich wie gewohnt: Grim Dawn folgt der klassischen Motivationsspirale, es gilt Monster zu verdreschen und Beute zu sammeln - ein Hauch vom großen Vorbild Diablo 2 weht da durch jede Programmzeile. Schnell ein paar Quests ins Auftragsbuch geschaufelt, dann geht's auch schon raus in die Wildnis, wo wir reihenweise Monster, Zombies, Banditen und bizarre Gruselviecher von der Bildfläche putzen. Das Trefferfeedback fällt schön befriedigend aus, wo wir mit Kugelblitz und Feueraxt hinlangen, fliegen die Fetzen. Einzig die Kampfanimationen der Helden wirken etwas steif, im Vergleich macht die Konkurrenz von Blizzard da einen eleganteren Eindruck. Dem Spielspaß tut's aber keinen Abbruch: Klick für Klick füllt sich der Erfahrungspunktebalken, besiegte Feinde und Schatztruhen spucken Unmengen an Beutestücken aus. Das flutscht! Vor allem die Jagd nach neuer Ausrüstung ist in Grim Dawn prima gelungen, wir finden massenhaft Schwerter, Äxte, Keulen und Schusswaffen, dazu tonnenweise Rüstungsteile, Ringe sowie Rohmaterial, das wir entweder zu Upgrades kombinieren oder beim Schmied zu neuen Items verarbeiten können. Beutejäger dürfen sich hier also ordentlich austoben, zumal Crate an ein kluges Interface mitsamt praktischer Sortierfunktion, Loot-Filter sowie geteilter Beutetruhe gedacht hat.
Grim Dawn im Test: Kaum Highlights, trotzdem motivierend
Monster umhacken, Beute einsacken - der Spielfluss ist gut, hat aber auch ein dickes Manko: Die schöne Spielwelt gerät auf Dauer einfach zu eintönig. Die meiste Zeit sind wir in weitläufigen Wiesen- und Waldgebieten unterwegs, später kommen auch Farmen, verschneite Gebirge, Minen, Monstergrotten und Festungen hinzu, dazwischen immer wieder zerstörte Dörfer, Banditenlager und stockfinstere Dungeons. Hübsch anzuschauen ist das zwar allemal, allerdings bieten die erdig-tristen Farben, dunklen Kerker und die etwas monotone Architektur kaum Abwechslung. Sehenswerte Highlights oder denkwürdige Orte erlebt man da praktisch nie. Da macht Diablo 3 eine bessere Figur.
Quelle: PC Games
So idyllisch ist Grim Dawn nur selten, die Grundstimmung ist ernst und sehr düster.
Anders als bei der Konkurrenz ist die Spielwelt auch nicht zufallsgeneriert, sondern wie in Titan Quest statisch. Die handgemachten, riesigen Levels sind daher bei jedem Spieldruchgang identisch aufgebaut und werden nur in Details abgewandelt, beispielweise kann mal ein Zugang an einer anderen Stelle sein und natürlich werden auch Monster sowie Beute nach dem Zufallsprinzip verteilt. Das gilt auch für die vielen Mini-Bosse, die uns in Grim Dawn im Minutentakt begegnen und von denen einige übertrieben heftig austeilen - der Schwierigkeitsgrad ist derzeit noch nicht optimal ausbalanciert, hier sollte Crate noch etwas nachbessern. Immerhin: Haben wir das Bossvieh besiegt, winkt eine tolle Belohnung in Form einer Beutesphäre: Ein Klick auf die schillernde Kugel und wir werden von wertvoller Ausrüstung nur so überschüttet.
Grim Dawn im Test: Fraktionen und Quests
Quelle: PC Games
Die Fraktionsübersicht: Haben wir uns beliebt gemacht, erhalten wir neue Quests und Handelsoptionen.
Trotz statischer Levels gibt es in Grim Dawn viel zu entdecken. Beim ersten Durchlauf, der auf dem normalen Schwierigkeitsgrad locker 30 Stunden beschäftigen kann, stoßen wir immer wieder auf Höhleneingänge, Pforten in knifflige Herausforderungsdungeons oder kleine Quests, in denen wir ab und an sogar mal Entscheidungen treffen müssen. Letzteres kommt allerdings nur selten vor und hat auch in der Regel keine Auswirkungen, sondern bringt uns nur unterschiedliche Belohnungen. Als Auflockerung der Monsterjagd taugt's aber allemal. Lediglich im letzten Spieldrittel müssen wir uns zwischen zwei Fraktionen entscheiden, dadurch wird eine der Seiten zum Feind, während uns die andere Gruppe neue Quests anbietet. Ansonsten ist das Fraktionssystem aber überschaubar geraten: Eine Reihe von Fortschrittsbalken verdeutlicht, mit welcher Gruppierung wir uns gut vertragen; um Einfluss zu steigern, lösen wir einfach Quests und verkloppen Monster. Sind wir beliebt genug, bietet uns die Fraktion neue Aufgaben und bessere Handelswaren an - das ist zwar alles schön und nützlich, hat auf die Geschichte und das Spielgefühl aber keinen Einfluss.
Quelle: PC Games
Manche Figuren wurden mäßig auf Englisch vertont, die meisten Dialoge laufen aber in Textform ab und bleiben nicht im Gedächtnis.
Grim Dawn im Test: Vielfalt dank dualem Klassensystem
Quelle: PC Games
Die Talentbäume (hier der des Arcanist-Magiers) sind überschaubar. Dank des dualen Klassensystems genießen wir trotzdem jede Menge Freiheiten.
Interessanter ist dafür das Klassensystem geraten: In Grim Dawn starten wir als unbeschriebenes Blatt, dürfen aber nach einigen Levelups aus gleich zwei Klassentypen wählen. So kombinieren wir beispielweise die mächtigen Offensivzauber eines Arcanisten-Magiers mit den dämonischen Pets der Okkultisten-Klasse. Oder wir spielen als Keulen schwingender Schamane, nutzen unsere Lebenskraft saugenden Naturfähigkeiten, während wir mit den Buffs der Soldatenklasse unsere Defensivfähigkeiten stärken. Auf diese Weise bietet Grim Dawn insgesamt sechs Basis- und 15 Mischklassen an, ein stolzer Wert! Das Aufleveln ist gewohnt simpel: Nach jedem Levelup stecken wir Upgrade-Punkte in die Talentbäume, die für sich genommen zwar nicht viel Auswahl bieten, durch das duale Klassensystem aber trotzdem viel Freiraum lassen.
Quelle: PC Games
Im unübersichtlichen Devotion-System schalten wir passive Zauber frei, die wir an unsere Skills heften.
Seltene Gegenstände und aufgemotzte Upgrades verleihen unserem Helden weitere aktive und passive Fähigkeiten, das sorgt für Vielfalt. Obendrein gibt's das sogenannte Devotion-System: Dafür müssen wir zunächst Schreine in der Spielwelt aktivieren, als Belohnung winken Upgrade-Punkte, die wir anschließend in einem unübersichtlichen Menü voller Sternbilder verprassen. Fast jedes Sternbild umfasst neben nützlichen Attribute-Boni auch eine passive Eigenschaft. Diese Devotion-Talente lassen sich dann an unsere normalen Skills koppeln, dadurch sammeln sie im Kampf Erfahrung und werden stärker - beispielweise können wir unseren Hauptangriff so mit einem starken Blutungseffekt kombinieren, der uns bei jedem Hieb wertvolle Lebenspunkte zurückbringt. Alles in allem bietet Grim Dawn damit mehr als genug Möglichkeiten, an seinem Helden herumzutüfteln. Eine Respec-Funktion ist ebenfalls mit an Bord, einzig die Klassenwahl lässt sich nicht rückgängig machen.
Grim Dawn im Test: Gameplay schlägt Handlung
Story-Liebhaber sollten keine Hoffnungen in Grim Dawn setzen - hier und da gibt's zwar vertonte Dialoge mit Hauptcharakteren, doch die meisten sind so belanglos, dass sie nicht im Gedächtnis bleiben. Auch das Finale enttäuscht: Nach einem extra dicken Bossgegner läuft das Spiel einfach weiter, als wär nix gewesen - eine befriedigender Abschluss sieht anders aus. Dadurch wollen sich die Entwickler allerdings die Tür für Add-ons offen halten, die Erweiterungen sind nämlich schon fest eingeplant und sollen zusätzliche Gebiete, Quests, Monster, Klassen und Items mitbringen. Bis dahin können sich die Spieler damit die Zeit vertreiben, das Spiel auf zwei höheren Schwierigkeitsgraden durchzuprügeln, dabei winken bessere Beute und die Möglichkeit, den Helden bis auf Stufe 85 aufzuleveln. Auch ein Hardcore-Modus ist mit an Bord, sauber!
Grim Dawn im Test: Das kann sich sehen lassen
Was Crate Entertainment aus der guten alten Titan-Quest-Engine rauskitzelt, hat Lob verdient: Grim Dawn glänzt mit scharfen Texturen, detailreicher Vegetation, schönen Licht- und Zaubereffekten und überwiegend gutem Monster-Design, außerdem dürfen wir die Kamera frei um unseren Helden drehen, was selbst in Path of Exile nicht möglich ist. Der finstere Stil könnte dabei glatt als Gegenentwurf zum comichaften Torchlight 2 durchgehen: Grim Dawn gibt sich stets ernst und ordentlich blutig, bei so manchem Leichenberg fühlt man sich an die dunkleren Passagen von Diablo 2 erinnert. Perfekt ist die Optik aber natürlich nicht, zu den Schönheitsfehlern zählen etwa die steifen Nahkampfanimationen, die mäßige Wasserdarstellung oder das unspektakuläre Ausrüstungsdesign - selbst so manch hochwertiges Item schaut da aus wie aus altenTopflappen zusammengeflickt.
Quelle: PC Games
Das Interface ist praktisch, allerdings ist das Inventar schnell mit Rohstoffen (die auch als Upgrades fungieren) überfüllt. Hier wäre noch Verbesserungsbedarf.
Grim Dawn im Test: Baustelle Multiplayer
Quelle: PC Games
In der altmodischen Multiplayer-Lobby erstellen wir Mehrspieler-Partien oder suchen uns Mitspieler.
Von der guten Engine erbt Grim Dawn leider eine störende Altlast: Muliplayer ist nur über Peer-to-Peer-Direktverbindungen möglich, es gibt keine dedizierten Server für das Online-Spiel und Spielerdaten werden lokal verwaltet, was Cheatern Tür und Tor öffnet - man sollte also kein faires PvP im Spiel mit Fremden erwarten. Das Positive am Serververzicht: Grim Dawn ist auch komplett offline spielbar und soll künftig sogar Mods unterstützen. Trotzdem: Wenn Multiplayer angeboten wird, sollte der auch bitteschön funktionieren. Doch im Test haben wir immer wieder heftige Lags erlebt, durch die vernünftiges Spielen kaum noch möglich war. Hinzu kommen nervige Logikfehler, beispielweise konnten wir in einer Partie nicht die wichtigen Devotion-Schreine aktivieren, angeblich weil unser Host uns schon zuvorgekommen war. An anderer Stelle durften wir einen Quest-NPC nicht ansprechen, weil er sich bereits in einem Dialog mit unserem Mitspieler befand. Trotzdem wurde unsere Quest im Anschluss abgeschlossen, die Story dazu entging uns also komplett. Solche Schnitzer stören den Mehrspielergenuss und machen das Spielen mit zufälligen Bekanntschaften zur Geduldsprobe. Wer Grim Dawn also unbedingt im Mehrspielermodus erleben will, sollte besser mit Freunden loslegen - das klappt auch per LAN und macht bedeutend mehr Spaß.
Quelle: PC Games
Im Online-Spiel kam es bei uns im Test immer wieder zu unschönen Lags, Spaß kam da keiner auf.
Grim Dawn im Test: Preis, Wertung und Fazit
Solisten dürfen ohnehin bedenkenlos zuschlagen: Sie erwartet ein gutes, routiniertes Action-RPG der alten Schule, das mit dualem Klassensystem und motivierender Beutejagd dutzende Stunden beschäftigt - und zum Preis von 25 Euro ist Grim Dawn noch dazu ein echtes Schnäppchen!

Früher gabs da mal eine Motivationskurve bei der PC Games und ich dachte, die würde im Hintergrund noch arbeiten. Aber im Vergleich der Action-Rollenspiel-Tests hab ich da einige Zweifel. Man muß schon auch die Inhalte, die nach der Hauptquest kommen, mit einbeziehen: abgelegene Gebiete, Rufquests, hochstufige Ausrüstung, Reliktcrafting, das Zusammenspiel weit ausgebauter Fertigkeiten und Sternbilder...
Eigentlich wollte ich hier nur kommentieren, weil ich hoffe auf weitere Rollenspiele mit den Vorzügen von Diablo 2, Titan Quest und Grim Dawn wie Charaktersystem und Beutefülle und einer historisch-kulturell angelehnten Story wie die griechischen Götter in Titan Quest. Also z.B. ein Grim Dawn 2.
GRAFIK UND SPIELWELT: Grim Dawn hat den Spagat zwischen finsterer Thematik und ansprechender Grafik hinbekommen. Da werden im Test Wiesen- und Waldgebiete, Farmen, verschneite Gebirge, Minen, Monstergrotten und Festungen hinzu, dazwischen immer wieder zerstörte Dörfer, Banditenlager und Dungeons aufgezählt und gleichzeitig behauptet, die Spielwelt wäre zu eintönig? Und das gerade im Vergleich mit Diablo 3, das in Akt 3 und 4 viel zu abwechslungsarm daherkam. Die Gebiete in Diablo 2 und 3 sind auch nur zum Teil zufallsgeneriert.
Selbst die Dungeons sind nicht alle stockfinster, sondern wechseln zwischen Kellern, Räuberhöhlen, Spinnengrüften, Forschungslaboren...
Bei den Monstern herrscht, anders als im Test behauptet, eine große Vielfalt.
Wer guckt denn bitteschön auf die Kampfanimationen? Aus der Perspektive, in der Actionrollenspiele laufen, beachte ich Kampfanimationen nicht und die Motivation zum Spielen liegt auch nicht in der Grafik.
Ich hatte nicht die Probleme mit Bossen und wenn doch, kann man ein bißchen Fertigkeiten und Ausrüstung ändern, noch 'n Level machen.
Wer sich, wie ich, im Austüfteln der optimalen Ausrüstung verlieren kann, der wird sich über so viel Beute freuen. Wem das Vergleichen zu viel ist, der haut den Filter rein (lieber Redakteur!) und bekommt auch gutes Zeugs. Außerdem erhält man von Zeit zu Zeit während des Questens Taschen. Aber auch schwächere Beute kann mit den richtigen Werten etwas nützen.
Also ich weiß nicht, wo hier "Topflappen" zu sehen sind. Lediglich bei Helmen wünsch ich mir manchmal eine Mogging-Funktion.
Viele Highlights in Spielwelt und QUESTS, anders als im Test behauptet:
das zu rettende Kind, das sich als Dämon entpuppt;
die Frau in Not, die selber zu dem Räuber gehört;
der Händler, der uns auf einen Räuber ansetzt, aber in Wirklichkeit die Tochter seines Handelspartners vergewaltigen wollte;
die Bücher über das fehlgeschlagene Experiment...
die Dörfler die, nachdem die Räuberbande weg ist, nun endlich mit sich reden lassen. Ähnlich verhält es sich auch mit anderen Personen, darum wird man nach dem Endboß auch nicht aus dem Spiel geworfen.
ALLE TEXTE SIND IN DEUTSCH. Das wird im Test auch anders behauptet. In der Early-Access-Fassung waren sie noch englisch.
Auch bei den FRAKTIONEN / Händlern gilt es moralisch knifflige Entscheidungen zu treffen:
Geb ich dem alten oder jungen Schmied den Hammer? Hol ich ihn mir mit Gewalt? Was für Schmiedekünste haben sie mir anzubieten?
Unterstütze ich Nekromanten oder dubiose Sektierer?
Glaube ich, daß die Frau eine Hexe ist und verbrenne sie?...
Die Fraktionshändler haben zudem nicht nur das eine oder andere gute Rüstungsteil und Waffen, sondern auch Rezepte für Rüstungen und Relikte, spezielle Verzauberungen und seltene Komponenten.
Den Ruf steigert man zum Teil mit der Zeit automatisch, indem man beim Durchspielen bestimmte Gegner tötet. Den Rest macht man per Quest, die einen meist in entlegene Gebiete oder instanzierte Bereiche führt, so daß man auch Abwechslung hat. Wer sich darin viel verweilen will, macht halt noch 'ne Rufstufe mehr und erhält etwas bessere Handelswaren.
Man kann zwischen vielfältigen TALENTBÄUMEN wählen und seine Maustasten und Leisten damit belegen. Mein Schamane-Jäger hat die ganze Leiste voll. Beim im Test angeführten Ätherstrahl-Magier nutzt man mehr passive Fähigkeiten, muß dafür aber auch darauf achten, wo man sich positioniert, um die Gegner optimal mit dem Ätherstrahl zu erwischen. Und man kann den Magier ja auch mit verschiedenen Elementarzaubern spielen. Auf alle Fälle sind es mehr als der verkrüppelte Haufen Fertigkeiten in Diablo 3.
DER MULTIPLAYER von Grim Dawn funktioniert tadellos, ohne Lags, auch auf älteren Rechnern, die sicherlich schlechter sind als die von der PCG. Wenn man kooperativ questet, sollte man schon bitteschön den gleichen Queststand haben und gegebenenfalls der Zurückhängende die Partie eröffnen. Das ist doch ein alter Hut in dem Genre.
Ich spiele meist erstmal ein bißchen allein in ein Spiel rein, um mich mit der Spielmechanik vertraut zu machen, eh ich in den Multiplayer gehe. Also steh ich dann auch nicht doof da, wenn wir im Multiplayer etwas schneller sein sollten.
Sicherungskopieen von Charakteren bewirken, daß man diese auch dann noch spielen kann, wenn Grim Dawn längst auf einem neuen Rechner läuft. Auch wer einmal im Multiplayer von Diablo 2 Erfahrung und sein ganzes Gold von der Bank verloren hat, der weiß eine Sicherungskopie zu schätzen.
Und eine Spielwelt voller PvE-Content braucht kein PvP. Dafür gibt es dann Spiele, die auf PvP ausgelegt sind.
FAZIT: Der Test bietet einen groben Überblick über Grim Dawn, aber fiel wahrscheinlich nicht ausführlich genug aus. Und einige erwähnte Fehler sind falsch oder nicht mehr aktuell. Im Vergleich mit anderen Actionrollenspielen ist Grim Dawn besser einzuordnen.
Willst du eine andere Klasse spielen musst du wieder von vorne anfangen. Also vorher gut überlegen und/oder eventuell vorher mal ein paar Guids anschauen um nicht total ins Leere zu spielen.:-D
Meine Devise lautet: "DER WEG IST DA ZIEL" - d.h. der weg muß spaß machen und eine herausforderung sein.....bei diablo 3 ist von spaß überhaupt nichts zu sehen.
Meine Frau hatte sehr viel Spass mit dem Storymodus.
Ich selber hab noch nicht mal die Storymissionen auf der neuen Insel gespielt.
Meinereiner hat mehr Spass mit dem Abeteuermodus. Wobei inzwischen meine Frau da auch schon recht rumwuselt und Sets zusammensucht
:)
Beim ersten Durchlauf kann das durchaus sein. Danach kann man den Schwierigkeitsgrad sehr gut anpassen.
Meine Devise lautet: "DER WEG IST DA ZIEL" - d.h. der weg muß spaß machen und eine herausforderung sein.....bei diablo 3 ist von spaß überhaupt nichts zu sehen.