Destiny: Warum Bungies Online-Shooter eine zweite Chance verdient- Kolumne von Max Falkenstern
Destiny spaltet die Community wie kaum ein anderes Spiel. Die lückenhaft erzählte Story, das unmotivierende Level Up-System und das unnötig verkomplizierte Fraktions- und Item-Management zählen zu den Hauptkritikpunkten. Mit der Erweiterung König der Besessenen krempelt Bungie den Online-Shooter nun gehörig um. Das ist die Gelegenheit, Destiny eine zweite Chance zu geben, findet PC Games-Redakteur Max Falkenstern.
"Und? Was spielst du so?" Wenn ich mit Destiny antworte, ernte ich nicht selten erstaunte Blicke. Kommentare der Sorte "Spielt diesen Mist eigentlich noch jemand?" sind keine Ausnahme, sondern die Regel. Die Antwort darauf lautet: Ja, wird es. Mehr als 20 Millionen registrierte Nutzer meldete Activision im Mai 2015, viele davon verbringen laut Herstellerangaben durchschnittlich drei Stunden in der Welt von Destiny. Wie viele aktive Fans sich regelmäßig einloggen, hat das Unternehmen damals aber nicht verraten.
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Destiny: Unmut berechtigt
Für Kommentare wie oben geschildert habe ich viel Verständnis übrig, und ich kann nachvollziehen, warum viele Spieler bei Destiny das Handtuch geworfen haben. Etwa weil ihnen das Grind-lastige Spielkonzept nicht zusagte. Oder sie aufgrund der lückenhaft erzählten Geschichte keine Motivation fanden, das Spiel zu beenden. Ich selbst habe nach gut 20 Stunden aufgehört, ehe ich vor Erscheinen der Haus der Wölfe-Erweiterung wieder in das Destiny-Universum zurückfand. Diesmal hielt es mich deutlich länger Spiel, doch im Juni war der Zeitpunkt erreicht, an dem ich Destiny vor lauter Ärger aufgegeben habe.
Quelle: Bungie
Weiterentwicklung: König der Besessenen räumt mit etlichen Mängeln des Hauptspiels Destiny auf.
Die Frustration (nicht nur meine) war angesichts der enormen Erwartungshaltung gerechtfertigt, wurde doch Jahre vor Fertigstellung mit dem Versprechen geworben, mit Destiny stünde eine echte Genre-Revolution bevor. Auch die Neuigkeit darüber, dass Activision insgesamt 500 Millionen US-Dollar in Entwicklung und das Marketing von Destiny pumpen möchte, ließ auf ein bombastisches Meisterwerk hoffen. Dabei bezieht sich die Summe nicht wie häufig falsch verbreitet allein auf das Debütspiel, sondern die Destiny-Marke als Ganzes. Bungie unterschrieb einen 10-Jahres-Vertrag, der die weltweiten Vertriebs- und Markenrechte beinhaltet. Der erfolgreiche Verkaufsstart von Destiny (insbesondere auf der PS4) ließ die allgemeine Enttäuschung über das Spiel zunächst offenbar klein aussehen.
Destiny: Bungies Lernprozess läuft an
Der Grind wird auch mit König der Besessenen nicht komplett verschwinden, aber uns immerhin vielleicht das Gefühl nehmen, sich in einer öden Tretmühle zu befinden.
Um Destiny jedoch auch in Zukunft attraktiv zu halten, müssen die Verantwortlichen früher oder später auf die Kritikpunkte eingehen - und der Prozess läuft an! Einzelne Spielelemente hat Bungie bereits mit Patches nachgebessert, doch die eigentliche Umkrempelaktion steht noch bevor. Ein Jahr nach Release von Destiny erscheint mit König der Besessenen das mittlerweile dritte Expansion Pack. Erstmals widmet sich Bungie dem umstrittenen Level Up-System und entschlackt nebenbei die unnötig verkomplizierte Ökonomie und das Abschließen von Quests. Überschwängliche Euphorie mag vielleicht fehl am Platz sein, aber die geplanten Neuerungen stimmen mich zuversichtlich. Bungie scheint Destiny konsequent auf Spielspaß zu trimmen. Der Grind wird auch mit König der Besessenen nicht komplett verschwinden. Aber die Änderungen könnten einem immerhin vielleicht das Gefühl nehmen, sich in einer öden Tretmühle zu befinden. Ich mache das an drei nachfolgend beschriebenen Punkten fest.

Warframe, Firefall, Defiance, PlanetSide 1/2 ....
Andererseits werden ja auch andere TVollpreistitel noch auf dem PC gekauft.
Z.B. BF/CoD, obwohl es F2P Shooter gibt.
Warframe, Firefall, Defiance, PlanetSide 1/2 ....
@Max Falkenstern:
Typo auf Seite 2: "Für abgeschlossene Beutezüge sammelt ihr bei im Ruf."
Den Artikel an sich fand ich interessant.