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  • Shovel Knight im Test mit Video: Liebevoll gepixelter Retro-Hit

    Shovel Knight ist die spielgewordene Liebeserklärung an verschiedenste NES-Klassiker. Quelle: PC Games

    ​Shovel Knight im Test: Mit Shovel Knight verneigt sich Yacht Club Games vor den großen 8-Bit-Hits der NES-Ära: Mit perfekt umgesetztem Grafikstil, gutem Leveldesign und toller Spielbarkeit überzeugt das Jump & Run als Retro-Vergnügen der ganz alten Schule. Mega Man wäre stolz!

    Wer mit Retro-Games nichts anfangen kann, der kann an dieser Stelle eigentlich aufhören zu lesen – denn altmodischer als Shovel Knight geht's praktisch nicht. Das klassische Jump & Run ist die spielgewordene Liebeserklärung an die gute alte 8-Bit-Konsolenära der späten 80er-Jahre: Zu seinen Vorbildern zählen verschiedenste Meisterwerke für das Nintendo Entertainment System (NES), allen voran Capcoms Mega Man, aber auch Duck Tales, Castlevania oder Zelda. Doch keine Sorge: Bei aller Nostalgie hat der pixelige Kickstarter-Hit auch spielerisch einiges zu bieten!

    Mit Pixeln, Charme und Schaufel

    Der Regen im Hintergrund ist hübsch animiert - aus den begrenzten 8-Bit-Mitteln holen die Grafiker alles raus. Der Regen im Hintergrund ist hübsch animiert - aus den begrenzten 8-Bit-Mitteln holen die Grafiker alles raus. Quelle: PC Games In Shovel Knight schlüpfen wir in die Rolle eines tapferen Ritters, der das Land von einer bösen Zauberin und ihrer Schurkenbande befreien muss. Dafür hat sich unser Held nicht mit Schwert oder Lanze, sondern mit einer Schaufel gerüstet. Das praktische Werkzeug dient ihm nicht nur als Waffe, er kann damit auch Schätze ausbuddeln und wie auf einem Pogo-Stab durch die Gegend hüpfen. Das geht dank einer knackig-präzisen Steuerung prima von der Hand, besonders wenn man ein ordentliches Gamepad verwendet. (Wir haben Shovel Knight übrigens problemlos mit dem Xbox-360-Pad-durchgespielt, obwohl es unter Fans von 2D-Plattformern einen zweifelhaften Ruf genießt.)

    Ein Hoch auf die NES-Ära!

    Auf einer Übersichtskarte, die glatt aus Super Mario Bros. 3 stammen könnte, wählen wir unseren nächsten Level aus. Genretypisch ist jeder Abschnitt einem Thema zugeordnet, beispielsweise erkunden wir eine Eishöhle, ein Luftschiff oder eine Giftfabrik. Am Ende jedes Levels wartet stets ein cool umgesetzter Bossgegner – die Feuergrotte wird etwa von Mole Knight (Maulwurfsritter) bewacht, der Glockenturm dafür von Tinker Knight (Bastelritter). Wer schon mal einen Mega Man-Teil gespielt hat, wird sich da direkt heimisch fühlen. Anders als im großen Capcom-Vorbild werfen die besiegten Bosse aber keine individuellen Spezialkräfte oder Waffen ab. Stattdessen müssen wir in den Levels nach geheimen Abschnitten suchen, in denen sich ein Händler versteckt, der uns dann neue Fähigkeiten verkauft. Das kann dann zum Beispiel ein magischer Stab sein, der Feuerbälle verschießt, oder ein Medaillon, das den Ritter unverwundbar macht. Obwohl manche dieser Fähigkeiten besonders in Bosskämpfen nützlich sind, ist es nicht zwingend notwendig, überhaupt danach zu suchen. Theoretisch lässt sich Shovel Knight nämlich durchspielen, ohne ein einziges Secret gefunden zu haben.

    Video-Test zu Shovel Knight

    05:41
    Shovel Knight im Video-Test: Herrlich gepixelter Retro-Hit
    Spielecover zu Shovel Knight
    Shovel Knight

    Trotz Upgrades: kein Metroidvania!

    Spezialkräfte wie dieser Feuerstab sind zwar völlig optional, helfen uns aber besonders in Bosskämpfen. Spezialkräfte wie dieser Feuerstab sind zwar völlig optional, helfen uns aber besonders in Bosskämpfen. Quelle: PC Games Abseits möglicher Spezialkräfte sind die Levels auch vollgestopft mit verborgenen Schätzen, nach denen wir ständig Ausschau halten sollten. Haben wir genügend Kohle gesammelt, marschieren wir damit in zwei Dörfer, wo wir bei Händlern dauerhafte Upgrades für unseren Lebens- und Magiepunktevorrat kaufen. Manche NPCs bieten auch nützliche Items an, etwa eine Angelrute, mit der wir an vorgegebenen Stellen nach Schätzen fischen dürfen. Zusätzliche Hauptwaffen können wir allerdings nicht erwerben, unser Ritter ist von Anfang bis Ende mit der gleichen Schaufel unterwegs. Immerhin sind aber verschiedene Rüstungen im Angebot, die dem Helden unterschiedliche Boni verpassen. Die sind zwar nützlich, aber auch völlig optional – denn kein Upgrade ist nötig, um einen der Hauptlevels zu schaffen oder ein Hindernis zu meistern. Darum ist Shovel Knight auch nicht mit Metroidvania-Spielen wie Dust, Strider oder Guaca­melee vergleichbar – man muss weder in alte Levels zurückkehren noch neue Pfade öffnen oder gar Rätsel lösen. Shovel Knight ist eben ein Jump&Run-Actionspiel der alten Schule – nicht mehr und auch nicht weniger.

    Fordernd, aber fair

    Neben den vielfältigen Gegnern überzeugt vor allem das einfallsreiche Leveldesign. Da müssen wir etwa auf einem riesigen Käfer über Lava balancieren, in stockfinsterer Nacht eine Sprungpassage meistern, auf Regenbogenschlitten an Feuerdüsen vorbeihuschen oder in tiefer See ein U-Boot durchqueren. Das sorgt nicht nur für Abwechslung, sondern wird auch stetig anspruchsvoller. Nach einem sanften Einstieg geht's in den späteren Levels dann ordentlich zur Sache – besonders Stachelgruben und klaffende Abgründe machen unserem Ritter das Leben schwer. Dank eines fairen Checkpunkte-Systems hält sich der Frust allerdings in Grenzen: Beißt der Held mal ins Gras, wird er an einer von mehreren Speicherstationen wiederbelebt und verliert nur etwas Gold, das er sich zudem leicht wieder besorgen kann.

    Stilsichere Klötzchen

    Mit seinen dicken Pixeln und seiner geringen Farbpalette fängt Shovel Knight wunderbar den Look und das Spielgefühl längst vergangener 8-Bit-Tage ein. Dazu gibt's eine flotte, passende Musikuntermalung, die direkt aus den 80ern stammen könnte. Mit fünf bis sechs Spielstunden und einem New-Game-Plus-Modus hat man den Retro-Hüpfer zwar recht schnell durchgespielt, angesichts des geringen Kaufpreises (15 Euro) geht der Umfang aber in Ordnung. In Zukunft werden wir außerdem noch mehr vom kleinen Schaufelritter sehen: Da Shovel Knight im letzten Jahr mehr als das Vierfache seines Finanzierungsziels erreichen konnte (auf Kickstarter kamen 310.000 US-Dollar zusammen!), haben die Entwickler mehrere kostenlose Zusatzinhalte in Aussicht gestellt, darunter spielbare Boss-Charaktere und ein Challenge-Modus. Und wir werden liebend gerne wieder mit dabei sein, wenn es heißt: "Steel thy shovel!"

    INFO - Preis und Kopierschutz: Über die offizielle Seite ist das Spiel ohne DRM sowie als Steam-Key erhältlich. Auch GOG.com bietet Shovel Knight ohne DRM an. Der Preis liegt bei fairen 15 Euro.

    INFO - Fassungen für 3DS und Wii U: Shovel Knight ist auch als Download für aktuelle Nintendo-Konsolen erhältlich, bislang allerdings nur in den USA. Der Deutschland-Release verzögert sich laut Hersteller auf unbestimmte Zeit, da man auf Probleme bei der Lokalisation gestoßen sei.

    Shovel Knight (PC)

    Spielspaß
    83 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Stilvoll gepixelte 2D-Grafik für Retro-Liebhaber
    Eingängiger Soundtrack, der für viel Atmosphäre sorgt
    Präzise Steuerung mit Gamepad
    Abwechslungsreiche Levels
    Cool designte Bossgegner
    Nützliche versteckte Fähigkeiten
    Tolle Hommage an NES-Klassiker
    Meist fair gesetzte Checkpunkte
    Hin und wieder leichte Frustgefahr (trotz Checkpoints)
    Etwas kurz geraten
    Unspektakuläre Upgrades
    Keine unterschiedlichen Waffen
    Geringer Wiederspielwert

  • Shovel Knight
    Shovel Knight
    Release
    26.06.2014
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

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Shovel Knight
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http://www.pcgames.de/Shovel-Knight-Spiel-54541/Tests/Test-mit-Video-Liebevoll-gepixelter-Retro-Hit-1129184/
20.07.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/07/Lagerfeuer-pc-games_b2teaser_169.jpg
kickstarter,retro
tests