Die Top 10 der krassesten Verschiebungen der Spielgeschichte: Von Half-Life 2 bis Portal 2
Wenn Hersteller ihre Spiele verschieben, dann meist aus guten Gründen. Entweder ist das Spiel noch nicht fertig oder es wurden in letzter Sekunde noch schwerwiegende Bugs gefunden, die es vor der Veröffentlichung zu beseitigen gilt. Manchmal sind die Verschiebungen aber auch anderer Natur. Etwa wenn ein Entwicklerstudio sich mit der Programmierung komplett übernimmt und kaum realistische Visionen hat - so geschehen im Fall Duke Nukem Forever. Ganz fies sind Verschiebungen, die eindeutig deswegen geschehen, weil hinter verschlossener Tür Politik betrieben wird - so beispielsweise im Fall von Alan Wake.Hier wurde erst spät entschieden, dass der Psycho-Thriller exklusiv für Microsofts Xbox 360 erscheint. Zuvor sah alles nach einem Game aus, das auch PC-Spieler zocken könnten. Pustekuchen. PC Games stellt euch heute die Top 10 der krassesten Verschiebungen vor - egal welcher Art.
10: Die dramatischste Verschiebung - Half-Life 2
Rückblickend stinkt die gut dreijährige Entwicklungszeit gegen Verschiebungsmonster wie Stalker, Prey und Doom 3 ziemlich ab. Damals erschien sie uns aber wie eine Ewigkeit, weshalb Valve durch die zahlreichen Verschiebungen dieses Titels seinen Ruf als "When it's done"-Firma zementierte. Zur Tragödie wurde das Ganze beinahe, als eine weit fortgeschrittene Version gut ein Jahr vor dem Release ins Internet gelangte. Sogar das FBI jagte die verantwortlichen Datendiebe, während die Spielergemeinde sich in Verschwörungstheorien erging. Dazu gehörte auch das Gerücht, dass das Spiel schon lange fertig gewesen sei und nur wegen der Steam-Unterstützung immer wieder verschoben wurde. Drama pur!
9. Die penetranteste Verschiebung - Black & White
Black & White befand sich zwar "nur" drei bis vier Jahre in Entwicklung, wurde während dieser Zeit aber derart oft verschoben, dass es schon an Penetranz grenzte. Wer das fertige Spiel außerdem mit den zuvor gemachten Versprechen vergleicht, der kommt zu dem Schluss: Hier wurde in penetranter Regelmäßigkeit das Blaue vom Himmel heruntergelogen. Dennoch müssen wir gestehen: Wir mögen ihn halt doch, den Peter Molyneux. Er nimmt den Mund zwar gern etwas voll und verschiebt seine Spiele mit Fleiß, aber letztendlich ist er halt doch einer von den Guten. Ein kreativer Chaot, zugleich Prophet und Dampfplauderer.
8. Die sympathischste Verschiebung - Portal 2
Diese Valveianer sind schon ein Volk für sich. Wir lieben sie für ihre großartigen Ego-Shooter, aber Pünktlichkeit gehört definitiv nicht zu ihren Stärken. Das geht sogar so weit, dass Fans die sogenannte "Valve Time" entwickelt haben. Diese bezeichnet die Differenz zwischen den Zeiteisen in Valves Büro und der regulären Erden-Chronologie. Als Portal 2 nun wieder verschoben wurde - erst von Weihnachten 2010 auf Februar 2011 und dann auf den 21. April 2011-, da entschuldigte sich Valve nicht etwa, sondern ließ sich feiern. Für die kürzeste Verschiebung der Firmengeschichte. Mit zwei vor Selbstironie nur so triefenden Pressemitteilungen gelang Valve so die sicherlich sympathischste Verschiebung aller Zeiten.
7. Die nervigste Verschiebung - Baphomets Fluch 3
Hoppla, was hat das denn hier zu suchen? Der schlafende Drache erschien doch ziemlich pünktlich? Richtig, aber als eines der ersten 3D-Adventures konnte das dritte Baphomets Fluch noch nicht so recht mit seiner frisch entdeckten Dimension umgehen. Das einzige funktionierende Rätselprinzip, das den Entwicklern einfiel, war: Schieberätsel. Wo andere Firmen ihre Spiele verschieben, brachte uns Serienvater Charles Cecil also dazu, Kisten zu verschieben. Immer und immer wieder.
6. Die großmäuligste Verschiebung - Daikatana
John Romero hatte durch seine Arbeit an mehreren indizierten Kult-Shootern den Status eines Rockstars inne. 1997 trat er schließlich mit einem aberwitzigen Konzept an die Öffentlichkeit. Der Shooter Daikatana sollte sich über vier Zeitepochen erspannen, 25 Waffen und 64 verschiedene Monster in 24 Levels liefern. Ein Mammutwerk. Und es sollte binnen sieben Monaten erscheinen. Dieser Zeitraum war so absurd, dass unser Releasetermin-Frosch direkt von der Leiter fiel. Natürlich verschob sich das Projekt mehrmals und erschien schließlich mit drei Jahren Verspätung. Noch vollmundiger als Romeros Ankündigungen war jedoch eine Werbekampagne zum Spiel mit dem Slogan "John Romero's about to make you his bitch." Statt für Nutten bezahlte Mister Romero dann allerdings für den Megaflop Daikatana - mit seinem Job.
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Die Top 10 der krassesten Verschiebungen der Spielgeschichte: Von Valve bis Valve
hätte man nich 2 verschiedene entwickler/publisher nehmen können?