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FEAR (dt.) (PC)

Release:
19.10.2005
Genre:
Action
Publisher:
Vivendi

FEAR

18.10.2005 09:00 Uhr
|
Neu
|

FEAR Überhaupt laufen die Mehrspieler-Gefechte in behutsamer Geschwindigkeit ab. Es ist mehr Taktik als Action: Je nach Waffenwahl variiert das Lauftempo, wenige Treffer reichen zum Frag, das Fadenkreuz springt infolge des Rückstoßes hin und her. Monolith will eindeutig Counter-Strike-Spieler ansprechen, nicht das Publikum von Unreal Tournament 2004 (dt.).

Grafik hat ihren Preis

Beim Anblick der Screenshots fragen Sie sich wahrscheinlich, welcher Rechner diese Grafikpracht darstellen soll. Es stimmt schon: F.E.A.R. frisst Hardware mit dem Appetit eines Sumo-Ringers. Selbst auf dem Test-PC, einem Pentium mit 3.600 Megahertz, zwei Gigabyte RAM und High-End-Grafikkarte, läuft das Spiel nicht hundertprozentig flüssig. Ein klitzekleines Ruckeln, zumal im Kampf, ist immer da. Dafür sind die Gefechte visuelle Glanzstücke: Funken sprühen, Kugeln reißen Löcher in Wandtexturen, Feuer lodert superrealistisch, Licht und Schatten verhalten sich wie im richtigen Leben.

Etwas schluderig wirkt die Physik-Engine. Zwar fallen verwundete Gegner nachvollziehbar zu Boden - Ragdoll sei Dank -, doch von Objekten lässt sich das nicht behaupten. Wer auch nur in die Nähe von beweglichen Gegenständen kommt, wird ein Rattern und Zittern derselbigen feststellen, als wäre der Schauplatz über einer stark frequentierten U-Bahn-Station errichtet worden. Damit kann man leben, das ist nur ein kleiner Riss in der sonst stabilen Atmosphäre-Mauer.

Und, wie isses nun?

FEAR Seit der Serie um No One Lives Forever ist Monolith als Hort der Kreativität und des Mutes geschätzt: Die beiden Spiele gingen beharrlich ihren satirischen Weg und schossen meilenweit am Massenmarkt vorbei. F.E.A.R. fehlt dieser Zauber, es ist kompromisslos zugeschnitten auf die Mode des 21. Jahrhunderts: Zeitlupe wie in Matrix, Horror-Mädels wie in The Ring, dazu eine Verschwörungsstory, deren Auflösung am Ende kommt. Als hätte Monolith gesagt: Keine Experimente mehr, die Kassen müssen klingeln.

Das Ergebnis ist ein Ego-Shooter, der jegliche Eigenständigkeit aufgibt, um seinem Publikum zu gefallen. Und er gefällt: Die KI ist fast schon revolutionär, die Gruselsequenzen sind künstlerisch anspruchsvoll, die Gefechte reich an Zerstörung. Für einen Eintrag im Computerspiel-Geschichtsbuch langt es aber nicht. Irgendwann während der Entwicklung muss Monolith den Blick fürs Wesentliche verloren haben, anders lässt sich nicht erklären, dass manche Levels verwirrender sind als das größte Labyrinth der Welt im trunkenen Zustand. Dazu diese Schalterrätsel, die nicht schwierig, aber wie ein Fremdkörper sind im sonst schnörkellosen Spielablauf.

Am stärksten schmerzt, dass der Spaß für Geübte in unter zehn Stunden zu Ende ist: F.E.A.R. ist halt doch ein besonderes Spiel, von dem man sich wünscht, dass es länger wäre.

PC GAMES-
Spielspaß-Wertung:
87 %
Leserwertung
(2 Votes):
89 %
Außerordentlich schlaue Gegner-KI
Teilweise extrem verwirrendes Level-Design
Intensive, taktische Schusswechsel
Wenig abwechslungsreiche Schauplätze
Zum Fürchten schöne Gruselsequenzen
   
Thomas Weiß
F.E.A.R. gewinnt, obwohl nicht frei von Schwächen, die Herzen der Spieler.
Was habe ich gestaunt. Dass die Gegner Tische und Sofas umkippen, um dahinter in Stellung zu gehen - Sie hätten mein verdutztes Gesicht sehen sollen. Und was habe ich mich erschreckt. Kein anderes Spiel zeigt ein sichereres Händchen im Umgang mit geskriptetem Horror. Leider habe ich mich auch geärgert: Mein Orientierungssinn ist, zugegeben, nicht der beste, aber manchmal würde das Level-Design auch Kartographen zum Weinen bringen, so verwirrend ist die Anordnung immer gleicher Räume. Das und die kurze Spieldauer trennen das sonst fantastische F.E.A.R. von der 90.
   
Moderation
18.10.2005 09:00 Uhr
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Dein Kommentar
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
22.08.2011 10:41 Uhr
Besser spät als nie! Wirklich verwunderlich, warum in den gigantischen Weiten des Internetzes und all seiner selbsterkorenen Spielekritiker so gut wie niemand den obengenannten Punkt anspricht- nämlich dass FEAR (im Gegensatz zu Doom 3, auch wenn der Vergleich etwas zu oft bemüht wurde) auf einer vom…
Benutzer
Bewertung: 0
14.07.2009 22:17 Uhr
F.E.A.R. das erste Spiel bei dem ich mehrfach fast einen Herzkasper gekriegt hätte und immernoch kriege! Sicher die grafik ist etwas in die Jahre gekommen und kann sich mit anderen Titeln kaum noch messen, aber die geniale und unvorhersehbare Story macht es immernoch kaufenswert und Lust auf die Add-Ons und den 2. Teil !!!
Bewertung: 0
17.05.2009 00:13 Uhr
Also ich weiß nicht, ich bin normalerweise jemand, der bei gruseligen Spielen echt Angst kriegt, und "The Ring" hat mich echt geschockt, aber FEAR hat mich gruseltechnisch völlig kalt gelassen!!! Ja, es ist grafisch genial, die Baller-Action macht Spass, das Leveldesign ist ziemlich eintönig und die Story…