inKONBINI: One Store. Many Stories im Test: Der etwas andere Supermarkt-Simulator

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Test Helen Schubert - Autorin Annika Menzel - Redakteurin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
inKONBINI: One Store. Many Stories im Test: Der etwas andere Supermarkt-Simulator
Quelle: PC Games

InKonbini ist ein Mix aus Supermarktsimulation und Story-Spiel, in dem wir für eine Woche den Laden unserer Tante übernehmen und am Leben der Kunden teilnehmen. In unserem Test verraten wir euch, ob sich eine Woche im Honki Ponki lohnt.

InKonbini ist ein Mix aus Supermarktsimulation und Story-Spiel. Aber nicht so, wie man es vermuten könnte, denn mit unseren Supermärkten hat diese Simulation nichts zu tun. Einkaufen löst oft Stress aus: Wenn Kassierer schneller die Produkte scannen, als wir einräumen können, die Schlange hinter uns immer länger wird und am Ende die EC-Karte noch zweimal abgelehnt wird.

Und dann kommen noch unsere Mitmenschen dazu, die meistens nur sich und sonst niemand anderen im Kopf haben. Deshalb verbinden wir Supermarktsimulationen öfter eher mit Stress und Kontrolle, doch bei InKonbini ist davon keine Spur.

Es ist ein Cozy Game, bei dem wir schnell mal die Zeit vergessen. Hier laufen die Uhren langsamer und das schon von Beginn an, wenn wir das erste Mal den Laden Honki Ponki betreten. Es ist fast, als würden wir selbst die angenehme Sommerluft spüren. Die Atmosphäre ist warm und gemütlich. Unser Supermarkt befindet sich in Japan im Sommer 1993. Wir vertreten unsere Tante Hina, die sich endlich mal Urlaub genommen hat.

Makoto, die Protagonistin, ist Studentin und übernimmt aus Liebe zu ihrer Tante für eine Woche den Laden, obwohl sie die letzten Jahre eigentlich eher froh war, dort wieder wegzukönnen. Sie tritt ihre erste Nachtschicht ohne große Erwartungen an und startet mit einem Telefonat mit ihrer Tante. Die führt uns durch das Spiel. Sie ersetzt mit ihren Notizen und Erklärungen ein Tutorial und wir lernen Stück für Stück unsere Aufgaben kennen.

Routine statt Abwechslung

Das Gameplay besteht größtenteils daraus, Regale einzuräumen und zu sortieren. In unserem Lager finden wir jeden Morgen neue Produkte, die aufgefüllt werden müssen. Das Spiel erklärt uns nur kurz, was es vor der Ladenöffnung zu tun gibt. Meist finden wir Notizen am schwarzen Brett von Mitarbeitern der Tagschicht, welche Aufträge noch erledigt werden sollen. Bei Fragen kann Makoto jederzeit ihre Tante um Hilfe bitten, die sie meistens mit hilfreichen Tipps unterstützt.

Schon am ersten Arbeitstag kommen wir in eine Routine: Wir nehmen die Produkte, suchen das richtige Regal und räumen sie ein. Manchmal wartet zudem eine Bestellung auf uns, die wir während der Schicht im Lager zusammenstellen. Jedes Produkt besitzt eine kleine Beschreibung, die dazu einlädt, mehr über unsere Angebote zu erfahren. Die Verpackungen sind liebevoll gestaltet und man merkt sofort an den Texten, dass sich bei jedem Produkt Mühe gegeben wurde.

Neben den Unterhaltungen beschäftigen wir uns die meiste Zeit mit dem Einräumen von Regalen. Quelle: PC Games Neben den Unterhaltungen beschäftigen wir uns die meiste Zeit mit dem Einräumen von Regalen. Besondere Dinge, die hin und wieder von Kunden verlangt werden, wirken durchdacht, beispielsweise wenn unser erster Kunde proteinhaltiges Katzenfutter sucht. Wie wir es auch im echten Supermarkt gewohnt sind, werden alle Produkte einmal aus dem Regal genommen und das richtige ausgesucht.

Bis wir uns in dem kleinen Laden zurechtgefunden haben, vergehen ein paar Schichten. Wir entdecken jeden Tag beim Einräumen neue Produkte oder kleine Details im Lagerraum. Das Spiel drängt mit Textkästen wie "Sobald ich mit dem Rundgang fertig bin, sollte ich das Schild am Eingang umdrehen" den Spieler dazu, schnell den Laden zu eröffnen.

Wenn wir die Aufforderung ignorieren, kommt die zwar immer wieder, doch oft sind wir durch das langsame Laufen mit dem Einräumen eine Zeit beschäftigt. Dadurch, dass Makoto fast in Zeitlupe durch den Laden schlendert, wirkt das Spiel zwar entschleunigt, dennoch wäre eine Funktion zum Sprinten sinnvoll gewesen. Vor allem weil es oft das Spiel selbst ist, das zum Öffnen des Ladens drängt oder einfach den Tag beendet. Realismus ist hier auf jeden Fall nicht gegeben, denn Schnelligkeit ist für Makoto ein Fremdwort.

Nachdem wir unseren Kunden geholfen haben, das richtige Produkt zu finden, scannen wir den Einkauf und geben ihnen ihr Wechselgeld. Nach der Schicht, wenn die Sonne schon wieder beginnt, in den Honki Ponki zu scheinen, bestellen wir Produkte nach und räumen die letzten Kisten der Lieferung aus.

Honki Ponki wird für eine Woche zu unserem Zuhause. Quelle: PC Games Honki Ponki wird für eine Woche zu unserem Zuhause. Wir schlendern an den Regalen entlang und halten Ausschau nach umgedrehten Artikeln, um alles bereit für die Tagschicht zu machen. Die Routine wiederholt sich immer wieder, nur selten kommen andere Gameplay-Aspekte auf uns zu. Hin und wieder bietet das schwarze Brett etwas Abwechslung und wir suchen Gegenstände oder erfüllen Aufgaben, die in der Tagschicht nicht beendet wurden.

Insgesamt ist das Gameplay zwar entspannt, jedoch wird das Prinzip nach dem zweiten Tag schnell langweilig. Produkte gehen nie aus und auch beim Nachbestellen werden uns schon die richtigen Artikel vorgegeben. Es kann also gar nicht zu größeren Problemen kommen. Selbst wenn das Brot im Kühlschrank steht, nehmen die Kunden das mit einem kurzen Kommentar wahr, aber es drohen keine Konsequenzen.

Oft helfen wir ihnen bei den Einkäufen und suchen Artikel für sie, doch auch wenn es sich um ein falsches Produkt handelt, hat das keinen Einfluss auf das Geschehen. Während unseres Arbeitseinsatzes hatten wir sogar mal einen kaputten Kühlschrank. Den können wir zwar reparieren, doch auch da reagieren die Kunden nur kurz ohne irgendwelche Auswirkungen darauf.

Auf der einen Seite wird dem Spieler auf diese Weise der Druck genommen, alle Probleme sofort zu beheben, doch auf der anderen Seite wirken die Probleme dadurch auch nicht mehr wie wirkliche Probleme. Etwas mehr Spannung und Abwechslung im Gameplay hätten wir uns hier auf jeden Fall gewünscht. Oder wenigstens mal eine richtige Beschwerde über das warme Bier?

Auch wenn die Variation fehlt, ist das Gameplay dennoch sehr passend für ein Cozy Game. Nach einem langen Tag können wir so nach Hause kommen und die Nachtschicht im Honki Ponki antreten. Gemütlicher geht es ja gar nicht, und vor allem die ruhige Atmosphäre kombiniert mit dem recht monotonen Gameplay sorgt schnell für Entspannung.

Kleine Auflockerungen wie ein Spielzeugautomat vor dem Laden sorgen immerhin für etwas Abwechslung. Hier können wir mit Kleingeld Spielfiguren sammeln, die dann aneinandergereiht hinter dem Tresen stehen. Noch mehr von solchen kleinen Features würden das routinierte Gameplay deutlich auflockern. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr mehr über die Geschichten, die Atmosphäre und unser Fazit samt Wertung!

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  1. Seite 1 Routinierter Alltag im Supermarkt
  2. Seite 2 Story, Atmosphäre, Wertung & Fazit
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