XCOM: Enemy Unknown im Test - Das hat uns gefallen - Teil 1
XCOM: Enemy Unknown im PC Games-Test: Wir verraten euch, ob sich die lange Entwicklungszeit von knapp fünf Jahren gelohnt hat und Firaxis mit Enemy Unknown eine würdige Neuinterpretation des Taktik-Klassikers von 1994 schaffen konnte. Dazu lest ihr hier im Test was uns an XCOM: Enemy Unknown gefallen hat und was nicht.
XCOM: Enemy Unknown – Das hat uns gefallen
Knackige Taktik-Gefechte
Bei der Umsetzung der rundenbasierten Taktik-Gefechte hat Firaxis ganze Arbeit geleistet. Das System dahinter ist einerseits wunderbar flexibel und intuitiv, bietet aber andererseits genug Tiefe, um sich taktisch auszutoben. Jeder XCOM-Söldner hat zwei Aktionspunkte pro Runde, mit denen er die verschiedenen Handlungen frei zusammenwürfeln darf. In Deckung rennen und auf ein Alien ballern etwa. Oder mit dem Enterhaken auf ein Hausdach klettern und aus der erhöhten Position heraus eine Wachposition einnehmen. Um so gegebenenfalls einen Reflexschuss auf Gegner in deren Runde abzufeuern. Je nach Areal bieten Baumstümpfe, herumstehende Autos der Häuserwände den Kämpfern Deckung und senken so die Wahrscheinlichkeit, Feindfeuer zum Opfer zu fallen. Und das ist auch bitter nötig, denn die Aliens haben nicht nur einige Tricks auf Lager, sondern nutzen auch jede noch so kleine Schwäche in der eigenen Aufstellung erbarmungslos aus. Hat man Pech, reicht schon ein kritischer Treffer aus einer Plasmakanone der Aliens, um einen Soldaten zu fällen!
So wird jede einzelne Aktion und jede Runde zu einem packenden Erlebnis. Geht die angestrebte Taktik auf? Wie reagieren die Aliens wohl drauf? Und hoffentlich kommen die Schlitzohren nicht über die Flanken und heben so die eigenen Deckungsvorteile auf. Man fiebert mit seinen Schützlingen mit, freut sich über jeden Abschuss und zuckt bei jedem Gegentreffer nervös zusammen. Schließlich steht viel auf dem Spiel. Denn das eigene Squad umfasst standardmäßig gerade mal vier, mit Upgrades maximal sechs Einheiten. Ergo ist jede einzelne von ihnen wahnsinnig wertvoll, jeder Verlust wirkt sich spürbar aus. Dadurch haben die auf dem Schlachtfeld getroffenen Entscheidungen viel Gewicht und man spürt deutlich die Konsequenzen seiner Handlungen.
Quelle: PC Games
XCOM: Enemy Unknown im Test - Taktische Gefechte.
Für die hohe taktische Tiefe während den Gefechten sorgen die verschiedenen Soldatenklassen sowie ihre einzigartigen Fähigkeiten. Sturmsoldaten sind geschult im schnellen Vorstoß und lieben den Kampf aus nächster Nähe. Einheiten der schweren Klasse schleppen als einzige einen Raketenwerfer sowie schwere Geschütze wie Maschinengewehre mit in den Kampf. Sie sind also ideal zur Bekämpfung gepanzerter Aliens oder zur Zerstörung von Deckungen geeignet. Ein vitaler Bestandteil eins gut geölten Squads sind zudem die Unterstützungssoldaten. Die sind vielseitig einsetzbar, helfen ihren Kollegen mit schützenden Rauchgranaten aus und brillieren zudem beim Einsatz von Medipacks. Und zu guter Letzt wären da die Scharfschützen, die mit ihren Präzisionsgewehren ein Alien nach dem anderen umholzen. Die Kombination dieser Klassen ist Trumpf und entscheidet oft über Sieg oder Niederlage.
Personalisierte Kämpfer statt austauschbarem Kanonenfutter
Die Zutat, die (neben den im nächsten Punkt erwähnten Alientypen) dafür sorgt, dass die Gefechte auch längerfristig Spaß machen, sind die coolen Fähigkeiten der verschiedenen Soldatenklassen. Mit jeder überstandenen Mission sammeln die Truppen Kampferfahrung und verdienen sich somit ab und an Stufenaufstiege. Und wie es für Level-ups üblich ist, bedeutet das die Wahl einer neuen Fähigkeit. Die Skills sind allesamt sehr mächtig, schließen sich aber fast immer gegenseitig aus. Soll der frisch beförderte Unterstützungssoldat mit der Wächter-Fähigkeit einen zweiten Reflexschuss pro Runde erhalten oder stattdessen effektiver im Umgang mit Medipacks werden? Knifflig! Gepaart mit der Möglichkeit, jeden Soldaten komplett zu individualisieren, wachsen einem die Kerle und Frauen mit fortschreitender Spielzeit immer mehr ans Herz. Selbst einen Spitznamen verdienen sich die Soldaten mit genügend Stufenaufstiegen. Es motiviert ungemein, die Einheiten mühevoll hochzupäppeln und sie von einem Einsatz zum nächsten durch die harten Gefechte zu begleiten. So wachsen einem die Kerle und Frauen zunehmend ans Herz. Doch umso schmerzhafter ist dadurch natürlich der Verlust eines liebgewonnen Squadmitglieds. Denn wer im Kampf fällt, ist auch wirklich dauerhaft verloren! Ebenso müssen sich angeschossene Kämpfer nach der Mission in der Basis von ihren Wunden erholen und fehlen so eventuell im nächsten Gefecht. Dadurch weiß man seine Mannen erst recht zu schätzen und schickt niemanden leichtfertig in den Tod.
Sehr unterschiedlich agierende, stimmungsvoll designte Aliens
Die Alien-Streitkräfte bestehen aus grundverschiedenen Spezies, die sehr individuell agieren und einzigartige Spezialfähigkeiten einsetzen. Jeder Erstkontakt mit einer neuen Spezies zählt daher zu den spannendsten Momenten im Spiel, da die Außerirdischen mit ihrer Handlungsweise teilweise sogar bisher erfolgreiche Taktiken komplett über den Haufen werfen und euch zum Improvisieren zwingen. Das führt hin und wieder zu einmaligen Schockmomenten, in denen einem kurz das Herz in die Hose rutscht. Überhaupt verhalten sich die Gegner meist clever, konzentrieren ihr Feuer gezielt auf verwundete Soldaten und achten stets gut auf ihre Umgebung. Speziell auf den höheren Schwierigkeitsstufen müsst ihr daher alle Taktik-Register ziehen, um zu überleben. Und toll gestaltet sind die Fieslinge obendrein auch noch.

- Die Autosave-Funktion verursacht gelegentlich korrupte Spielstaende, die das Neuladen unmoeglich machen. Dieser Fehler taucht nicht nur im Zusammenhang mit dem Slingshot DLC auf. Besonders aergerlich im Ironman mode! Grrr...
- Wie bereits in anderen Artikeln/Kommentaren erwaehnt, neigt das Spiel zu Abstuerzen insbesondere waehrend der Zwischensequenzen
- Die Teleportationsproblematik ist immer noch nicht behoben. Aliens erscheinen nach wie vor inmitten des eigenen Squads und koennen auch durch Overwatch nicht in ihrer Handlung unterbrochen werden
- Fliegende Einheiten lassen sich nicht immer mit dem Raketenwerfer anvisieren, wenn sie sich nicht in Bodennaehe befinden
Darueberhinaus haette im urspruenglichen Test erwaehnt werden sollen, das die Dekopacks und Farbanpassungen der Xcom Soldaten Bestandteil des Elite Soldier Packs sind (zuletzt immerhin noch 3,99$ ueber Steam!). Das hier soll nur mal eine Auswahl der schlimmsten Aussetzer sein, die fuer erheblichen Frust sorgen. Die Aufnahme in den Einkaufsfuehrer ist fuer mich nicht nachvollziehbar.
p.s. 2KGames Support reagiert immerhin auf Anfragen, kann bei den ersten beiden Punkten allerdings keine Hilfestellung bieten. Immerhin scheint das Entwicklerteam an der Behebung der in-Game Probleme (Teleportation etc.) fuer den naechsten Patch zu arbeiten. Zudem ist das Elite Soldier Paket in manchen Hardcopies kostenlos enthalten.
Optionalität der Updates lässt sich in Steam aber einstellen: Rechtsklick auf das Spiel in der Bibliothek, dann auf Eigenschaften, Updates und "Dieses Spiel nicht automatisch aktualiseren" einstellen. Dann macht er in Zukunft bei dem Spiel nur Updates, wenn du das willst.
Also ich hab einfach die DVD eingelegt, ohne vorher Steam zu starten, wenn er das runterladen wollte, abbrechen und wieder Steam beenden, dann nochmal das Setup starten, dann müsste da stehen, dass er von der DVD installiert.
Thx 4 Info @ legion333, aber wie du das bewerkstelligt hast wäre auch noch eine nützliche Info gewesen.
Ich hab mal folgendes aus den Steam FAQ kopiert:
Ich versuche mein Spiel aus dem Einzelhandel durch die enthaltenden Datenträger zu installieren, aber das Spiel beginnt stattdessen von Steam zu laden. Was kann getan werden?
Benutzen der Startoptionen von Steam, um Spiele aus dem Einzelhandel vom Datenträger zu installieren
1. Melden Sie sich bei Steam an und klicken Sie auf Bibliothek.
2. Rechtsklicken Sie auf das Spiel, wählen Sie Lokale Daten löschen, und bestätigen Sie.
3. Legen Sie den ersten Datenträger in Ihren Computer ein.
4. Schließen Sie Steam (Steam > Beenden).
5. Drücken Sie die Windows-Taste + R, um Ausführen zu öffnen
6. Tippen Sie Folgendes in das Ausführen-Fenster:
"C:\Program Files\Steam\Steam.exe" -install E:
Ersetzen Sie E: mit dem CD-/DVD-Laufwerk von dem Sie installieren, falls abweichend
Ersetzen Sie C:\Program Files\Steam, wenn sich Ihre Steam-Installation nicht unter dem Standard-Speicherort befindet.
7. Drücken Sie OK. Steam wird starten und Sie bitten, sich anzumelden, wenn Sie Ihr Passwort nicht gespeichert haben. Ihre Installation sollte vom Datenträger weiterlaufen.
Ich gehe mal davon aus, dass man sich die Schritte 1 und 2 schenken kann, solange die Installation zuvor noch nicht gestartet wurde. Sobald ich mein Exemplar des Spiels in den Händen halte werde ich euch wissen lassen, ob`s geklappt hat.