Eines der besten Rennspiele geht in die nächste Runde: Da fliegen die Fetzen

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Eines der besten Rennspiele geht in die nächste Runde: Da fliegen die Fetzen
Quelle: Bugbear | Bildmontage: PC Games

Ein richtig gutes Schadensmodell gibt's in modernen Rennspielen äußerst selten. In Wreckfest 2 werden Autos dagegen wieder in alle Einzelteile zerlegt.

Es gibt Spiele, da rechnet man eigentlich nicht mit einer Fortsetzung. Umso besser ist es, wenn sie dann doch kommt. Mir geht's bei Wreckfest 2 so. Ich liebe den ersten Teil, zocke ihn immer noch regelmäßig und zähle das Crash-Festival zu den unterhaltsamsten Rennspielen aller Zeiten. Autos zerstören war allgemein einmal ein großes Ding: Destruction Derby, Flatout und Burnout sind bis heute äußerst beliebt, aber neue Spiele gibt es davon schon länger nicht mehr.

Da kommt der Start in den Early Access von Wreckfest 2 doch ganz gelegen. Auch der Vorgänger wird im Juni nämlich schon sieben Jahre alt. Es muss also langsam frischer Lack aufgetragen werden und was soll ich sagen: Trotz der noch sehr überschaubaren Anzahl an Strecken, Fahrzeugen und Modi macht das Crashfest bereits zum jetzigen Zeitpunkt unglaublich viel Spaß.

Never change a running system

Die Entwickler von Bugbear kennen sich mit Early Access sehr gut aus. Auch Wreckfest war ganze vier Jahre lang in dieser Phase - damals noch unter dem Arbeitstitel Next Car Game. Mit Wreckfest 2 wird jetzt der gleiche Weg eingeschlagen und ich halte das für einen guten Plan.

Das Spiel soll in den nächsten Monaten um Inhalte erweitert werden und die Macher stellen direkt klar, dass sich insgesamt noch einiges verändern kann. Besonders auf das Feedback der Community achten die Entwickler, schließlich hat die Masse ein gutes Gespür dafür, was gut funktioniert und was nicht. Doch das Grundgerüst steht bereits und kann sich absolut sehen lassen.

Ich habe mit der Fortsetzung keine Revolution erwartet, sondern vielmehr eine Erweiterung der Spielerfahrung mit anderen Strecken, neuen Ideen, einer schickeren Optik und einer noch besseren Physik. Und genau das bekomme ich nun zum Early-Access-Start.

Ein Fahrer rammt ein anderes Auto in Wreckfest 2 Quelle: Bugbear

Crashen und cruisen

Der Content fällt insgesamt aber noch recht schlank aus. Erwartet also keinen Vollpreistitel, sondern mehr eine Art Demo, die zum Testen und zur Entwicklungshilfe einlädt. Bisher stehen mir vier unterschiedliche Fahrzeuge, vier Strecken mit zusätzlich unterschiedlichen Layouts und zwei altbekannte Modi zur Auswahl: das klassische Crash-Derby und die sogenannten Banger-Rennen.

Beim Derby erhalte ich für jedes Rammen, Drehen und Zerstören anderer Autos eine bestimmte Anzahl an Punkten. Wer am Ende die meisten Fahrzeuge auf dem Gewissen und im Falle eines Unentschiedens die meisten Zähler gesammelt hat, gewinnt.

Dabei geht's nicht um Schnelligkeit, sondern um Taktik und Kaltschnäuzigkeit. Wenn der Motor meiner Karre zum Beispiel droht, den Geist aufzugeben, fahre ich eben rückwärts. Meine Gegner kann ich dabei immer noch rammen. Ist mein Auto ein Totalschaden, spawne ich erneut, ein anderer Fahrer bekommt dann aber den Takedown gutgeschrieben. Der Modus steht für Chaos pur und erinnert mich an die guten, alten Tage des Klassikers Destruction Derby.

Die Banger-Rennen sind Wettbewerbe auf Rundkursen, in denen es darum geht, als Erster über die Ziellinie zu brettern. Durchs Crashen meiner Widersacher sammle ich zwar auch Punkte, aber der Sieg steht im Vordergrund. Ich hoffe sehr, dass es in Wreckfest 2 im Gegensatz zum Vorgänger einen Mix aus beiden Modi geben wird, bei dem Platzierung und Unfallpunkte addiert werden und so eine Gesamtwertung entsteht.

Autos crashen in Wreckfest 2 Quelle: Bugbear

Crash Test Dummies

Die Fahrzeuge und Strecken setzen sich aus bekanntem und neuem Content zusammen. Während ich die Wagen Rocket und Roadslayer noch aus Teil eins kenne, feiern American und European ihr Debüt. Reale Marken gibt's auch in Wreckfest 2 nicht, aber angelehnt sind die Karren definitiv an reale Vorbilder. Kann mir keiner erzählen, dass der European kein Golf 1 sein soll.

Zum Early-Access-Start bekommen die Fahrzeuge noch keine Werte wie Geschwindigkeit, Handling sowie Robustheit spendiert und auch Tuning spielt noch keine Rolle; das liefern die Entwickler aber mit Sicherheit noch nach. Bislang ähneln sich die Gefährte eh sehr, da braucht's die Anzeigen und Anpassungen gar nicht.

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von s3dr1ck Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Michael Grünwald
        Ich nehme mal an, du hast Wreckfest noch nie gespielt? Dann wüsstest du nämlich, dass es in 90 Prozent aller Rennen sehr wohl um die Platzierung geht. Vom Fahrverhalten ist Wreckfest sogar näher an der Realität als Forza Horizon, die F1-Spiele von EA und viele andere.

        Aber ich versteh trotzdem, dass das Spiel für einige nichts ist. :) Ich bin ja auch eher bei den Racing-Sims zuhause - ich mag den Realismus einfach mehr und genau deswegen braucht's für mich zwischendurch aber auch ein gutes Schadensmodell. Da kommt dann wieder Wreckfest ins Spiel. Es ist definitiv ein Rennspiel und ein ziemlich gutes noch dazu. :)
        Ich glaube ich es habe es bestimmt mal kurz angespielt. Ich habe damals aber tatsächlich Destruction Derby ganz gern mit Freunden gespielt. Das geht wohl auch ganz klar in die Richtung. Aber Gechmäcker ändern sich halt auch. Habe aber damals auch einiges anderes gespielt, was mich heute nicht mehr abholen kann. Fifa und Tony Hawk z.B.. Aber das war dann eher so Gruppenzwang glaube ich. Am meisten Spaß hatte ich im Motosport-Bereich damals mit Gran Turismo und Colin McRae und diese Spiele liebe ich heute auch noch. Bei Colin McRae war das Geschwindigkeitsgefühl einfach grandios, wenn man es dann mal richtig raus hatte und über Enge Pisten, durch Wälder etc. gerast ist.
      • Von s3dr1ck Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Michael Grünwald
        Ich nehme mal an, du hast Wreckfest noch nie gespielt? Dann wüsstest du nämlich, dass es in 90 Prozent aller Rennen sehr wohl um die Platzierung geht. Vom Fahrverhalten ist Wreckfest sogar näher an der Realität als Forza Horizon, die F1-Spiele von EA und viele andere.

        Aber ich versteh trotzdem, dass das Spiel für einige nichts ist. :) Ich bin ja auch eher bei den Racing-Sims zuhause - ich mag den Realismus einfach mehr und genau deswegen braucht's für mich zwischendurch aber auch ein gutes Schadensmodell. Da kommt dann wieder Wreckfest ins Spiel. Es ist definitiv ein Rennspiel und ein ziemlich gutes noch dazu. :)
        Ich glaube ich es habe es bestimmt mal kurz angespielt. Ich habe damals aber tatsächlich Destruction Derby ganz gern mit Freunden gespielt. Das geht wohl auch ganz klar in die Richtung. Aber Gechmäcker ändern sich halt auch. Habe aber damals auch einiges anderes gespielt, was mich heute nicht mehr abholen kann. Fifa und Tony Hawk z.B.. Aber das war dann eher so Gruppenzwang glaube ich. Am meisten Spaß hatte ich im Motosport-Bereich damals mit Gran Turismo und Colin McRae und diese Spiele liebe ich heute auch noch. Bei Colin McRae war das Geschwindigkeitsgefühl einfach grandios, wenn man es dann mal richtig raus hatte und über Enge Pisten, durch Wälder etc. gerast ist.
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Ich hab das erste Wreckfest vor kurzen angefangen und feier es richtig ab. Normale Rennen sind natürlich dabei, aber die Unberechenbarkeit der KI und die Zerstörungsphysik machen in wie außerhalb des Destruktion Derbys erst den eigentlichen Spaß aus. Besonders in 8-förmigen Tracks fliegt oftmals so viel verchromtes Metall herum dass es einfach eine Wonne ist.

        Finde sowas tut dem Racing-Genre nur gut, Edelflitzer-Arcarde-Racer sind mir in den letzten Jahren doch recht eintönig geworden. Wenn Wreckfest 2 nochmal ne Schippe besser wird wie sein Vorgänger kommt es wohl auch zeitnah auf die Wishlist - aber erst wenn es den EA-Status abgelegt hat.
      • Von Gast1754039402 Mitglied
        Zitat von s3dr1ck
        Ich glaube auch, dass das eher was für NASCAR Fans ist, die sich freuen, wenn sich die Autos zerlegen. Ich gehöre auch eher zur Kategorie Gran Turismo Fan und liebe es, alle Lizenz-Prüfungen auf Gold zu absolvieren und jede einzelne Kurve zu perfektionieren. Ein tolles Schadensmodell brauche ich gar nicht. Mir würde ein realistisches schon völlig reichen. Wenn man einmal mit hoher Geschwindigkeit irgendwo gegen Fährt, war es das mit dem Rennen. Ich brauche keine schön verbeulten Autos, die auf wundersame Weise noch am Rennen teilnehmen können. Ein Spiel, bei dem nur darauf Wert gelegt wird, ist für mich absolut uninteressant. Und ich würde das gar nicht in die Kategorie Rennspiel packen, denn ein Rennen gewinnt man, wenn man als erster unbeschadet ins Ziel kommt und nicht, weil man alle Kontrahenten zerstört hat. Das hat mit Rennen nichts zu tun, denn da geht es um Geschwindigkeit.
        Ich sehe das (aber nur für mich, um Himmels Willen…soll jeder spielen, was ihm gefällt) grundsätzlich ja auch so.
        Was die Genre Einordnung angeht, da gibt es im Rennspielbereich, wie in vielen anderen Bereichen auch, diverse Abstufungen. Sims, Arcade Racer, Fun Racer und halt sowas wie DD und Wreckfest.
        Würde schon sagen es sind Rennspiele auf Ihre Weise.
        Natürlich ohne den Anspruch oder besser gesagt die Philiosophie, mit der ich an Rennspiele herangehe, aber wie gesagt, das ist ja nur meine Sicht.
        Zu sagen, Wreckfest wäre eine Rennsimulation ist so, als würde man sagen Doom sei ein Taktikshooter. Ist es nicht, aber es ist ein Shooter.
        Wreckfest ist natürlich schon ein Rennspiel, aber nicht für meinen Geschmack.
        Wreckfest 1 hab ich nach relativ kurzer Zeit deswegen auch abgebrochen, da kommt einfach keine Freude bei mir auf, weder im Single- noch im Multiplayer. Ist halt manchmal einfach so.
      • Von Michael Grünwald Redakteur
        Zitat von s3dr1ck
        Ich glaube auch, dass das eher was für NASCAR Fans ist, die sich freuen, wenn sich die Autos zerlegen. Ich gehöre auch eher zur Kategorie Gran Turismo Fan und liebe es, alle Lizenz-Prüfungen auf Gold zu absolvieren und jede einzelne Kurve zu perfektionieren. Ein tolles Schadensmodell brauche ich gar nicht. Mir würde ein realistisches schon völlig reichen. Wenn man einmal mit hoher Geschwindigkeit irgendwo gegen Fährt, war es das mit dem Rennen. Ich brauche keine schön verbeulten Autos, die auf wundersame Weise noch am Rennen teilnehmen können. Ein Spiel, bei dem nur darauf Wert gelegt wird, ist für mich absolut uninteressant. Und ich würde das gar nicht in die Kategorie Rennspiel packen, denn ein Rennen gewinnt man, wenn man als erster unbeschadet ins Ziel kommt und nicht, weil man alle Kontrahenten zerstört hat. Das hat mit Rennen nichts zu tun, denn da geht es um Geschwindigkeit.
        Ich nehme mal an, du hast Wreckfest noch nie gespielt? Dann wüsstest du nämlich, dass es in 90 Prozent aller Rennen sehr wohl um die Platzierung geht. Vom Fahrverhalten ist Wreckfest sogar näher an der Realität als Forza Horizon, die F1-Spiele von EA und viele andere.

        Aber ich versteh trotzdem, dass das Spiel für einige nichts ist. :) Ich bin ja auch eher bei den Racing-Sims zuhause - ich mag den Realismus einfach mehr und genau deswegen braucht's für mich zwischendurch aber auch ein gutes Schadensmodell. Da kommt dann wieder Wreckfest ins Spiel. Es ist definitiv ein Rennspiel und ein ziemlich gutes noch dazu. :)
      • Von s3dr1ck Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von LaserFocus
        Als Rennsport-Fan und Rennspiel-Fan holen mich Wrecking Racing spiele trotzdem leider überhaupt nicht ab.
        Das entspricht nicht meiner Philiosophie von Racing, möglichst schnelle Runden oder Etappen zu fahren und dabei das Fahrzeug möglichst unbeschadet ins Ziel zu bringen. Das Gegenteil macht mir irgendwie überhaupt keinen Spaß und dazu kommt ein weiteres Problem, nämlich dass die Reifen viel zu lange halten in solchen Spielen. Der ganze Wagen hängt nur noch an 2 Schrauben, ist fast komplett zerstört, aber die Reifen kriegen davon irgendwie nichts mit. Dabei sind die in der Regel bei echten Destruction Derby‘s mit eine der größten Schwachstellen.
        Ich glaube auch, dass das eher was für NASCAR Fans ist, die sich freuen, wenn sich die Autos zerlegen. Ich gehöre auch eher zur Kategorie Gran Turismo Fan und liebe es, alle Lizenz-Prüfungen auf Gold zu absolvieren und jede einzelne Kurve zu perfektionieren. Ein tolles Schadensmodell brauche ich gar nicht. Mir würde ein realistisches schon völlig reichen. Wenn man einmal mit hoher Geschwindigkeit irgendwo gegen Fährt, war es das mit dem Rennen. Ich brauche keine schön verbeulten Autos, die auf wundersame Weise noch am Rennen teilnehmen können. Ein Spiel, bei dem nur darauf Wert gelegt wird, ist für mich absolut uninteressant. Und ich würde das gar nicht in die Kategorie Rennspiel packen, denn ein Rennen gewinnt man, wenn man als erster unbeschadet ins Ziel kommt und nicht, weil man alle Kontrahenten zerstört hat. Das hat mit Rennen nichts zu tun, denn da geht es um Geschwindigkeit.
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