WoW: Will Xal'atath selbst zu Azeroth werden? Das ist ihr wahrer Plan
Xal'atath ist nach der Schlacht um den Sonnenbrunnen noch lange nicht am Ende. Neue Hinweise aus WoW Patch 12.1 deuten darauf hin, dass ihr eigentlicher Plan viel größer und gefährlicher ist als bisher gedacht.
In World of Warcraft kehrt bekanntlich nie lange Ruhe ein! WoW: Midnight legte direkt mit einem gewaltigen Knall los: Xal'atath und ihre Verschlingende Schar überrannten Silbermond und große Teile von Quel'Thalas. Ihr eigentliches Ziel war jedoch der Sonnenbrunnen.
Mittlerweile wissen wir, warum die Vorbotin es auf diese mächtige Quelle abgesehen hatte. Nach der Schlacht auf der Insel von Quel'Danas war Xal'atath allerdings plötzlich verschwunden. Seitdem rätseln die Spieler: Wo steckt sie und was plant sie als Nächstes?
Eine mögliche Antwort liefern nun brandneue Datamining-Funde vom Testserver zu WoW (jetzt kaufen )Patch 12.1. Sollten sich die entdeckten Dialoge bewahrheiten, schmiedet Xal'atath einen teuflischen Plan, der selbst den Machthunger von einigen der berüchtigtsten Bösewichte des Warcraft-Universums in den Schatten stellt.
Achtung: Der folgende Artikel enthält große mögliche Spoiler zu WoW Patch 12.1 und der weiteren Geschichte von Midnight.
Quelle: buffed
WoW: Will Xal'atath selbst zu Azeroth werden? Das ist ihr wahrer Plan (2)
Amani im Mittelpunkt, doch im Hintergrund brodelt es
Mit Patch 12.1: Der Fluch von Ula'tek rückt Blizzard erst einmal die Geschichte der Amani-Trolle in den Mittelpunkt. Auf der Gewundenen Insel warten neue Abenteuer, die Trollgeschwister Zul'jan und Zul'jarra sowie die alten Mythen der Amani auf uns. Damit gönnt uns Blizzard zumindest eine kurze Verschnaufpause im Kampf gegen die Leere.
Nach der großen Schlacht um den Sonnenbrunnen wirkt die Reise zur Gewundenen Insel zunächst nur wie ein kleiner Abstecher. Doch während unsere Helden den Geheimnissen von Ula'tek auf den Grund gehen, geraten im Hintergrund längst ganz andere Dinge ins Rollen.
Xal'atath ist also noch längst nicht aus dem Spiel. Vielmehr sieht es so aus, als wäre die Schlacht um den Sonnenbrunnen nur ein Teil ihres größeren Plans gewesen.
In diesem Artikel
- 1 Amani im Mittelpunkt, doch im Hintergrund brodelt es
- 2 Warum Xal'atath den Sonnenbrunnen brauchte
- 3 Eine ungewöhnliche Begegnung in Silbermond
- 4 Xal'atath steht kurz vor ihrem Ziel
- 5 Xal'atath will nie wieder ein Spielball sein
- 6 Verschlingen oder verschmelzen: der entscheidende Unterschied
- 7 Unterschätzt Xal'atath Azeroths eigenen Willen?
- 8 Noch ist nichts endgültig bestätigt!
Warum Xal'atath den Sonnenbrunnen brauchte
Der Sonnenbrunnen ist viel mehr als nur eine mächtige Quelle arkaner und heiliger Energie. Über die Leylinien ist er tief mit Azeroth und vermutlich sogar mit der Weltenseele verbunden.
Genau deshalb hatte Xal'atath es auf ihn abgesehen. Für sie war der Brunnen nicht nur ein Ziel, sondern vor allem ein Werkzeug. Sie nutzte ihn als Tor, um ihre Armee nach Azeroth zu bringen. Gleichzeitig hat er ihr wohl geholfen, über die Leylinien noch tiefer in die Welt vorzudringen.
Der Angriff auf Quel'Thalas war also weit mehr als der Versuch, den Blutelfen ihre wichtigste Machtquelle zu nehmen. Vermutlich wollte Xal'atath mit dem Sonnenbrunnen einen direkten Weg zur Weltenseele öffnen.
Quelle: Blizzard
Der Sonnenbrunnen war für Xal'atath wie eine direkte Straße ins Herz Azeroths, über die sie und ihre Armee ohne Umwege bis zu ihrem eigentlichen Ziel vordringen konnten.
Zwar gelingt es ihr, den Brunnen mit der Leere zu verderben, doch seine Macht geht nicht vollständig verloren. Gemeinsam mit den anderen Elfenvölkern erschaffen die Blutelfen schließlich einen neuen Sonnenbrunnen, in dem mehrere kosmische Kräfte im Gleichgewicht miteinander verbunden sind.
In Quel'Thalas kehrt damit vorerst Ruhe ein. Doch für ganz Azeroth könnte der Ärger jetzt erst richtig anfangen.
Eine ungewöhnliche Begegnung in Silbermond
Wie groß die Gefahr für Azeroth wirklich ist, zeigt eine Dialogszene aus einer bislang unveröffentlichten Zwischensequenz. In den Spieldateien wird sie als "Epilog" geführt. Gemeint ist damit vermutlich das Finale des Story-Kapitels rund um Ula'tek.
In der Szene trifft Lor'themar in Silbermond auf Liadrin und die Amani-Anführerin Zul'jarra. Die Stimmung ist angespannt, denn ein Besuch der Amani in der Hauptstadt der Blutelfen gehört nicht gerade zum Alltag.
Liadrin erklärt jedoch, dass Zul'jarra nicht nur den Angriff auf Ula'tek angeführt hat. Sie verhinderte außerdem, dass die Schlangenkinder des bösen Loa ins Immersangtal entkommen konnten. Lor'themar erkennt deshalb an, dass die Blutelfen ihr zu Dank verpflichtet sind.
Zul'jarra will davon allerdings nichts wissen. Schließlich waren es einst die Amani selbst, die Ula'tek entfesselt hatten. Anschließend erinnert sie Lor'themar und Liadrin jedoch daran, dass auch die Geschichte der Blutelfen einige dunkle Kapitel kennt.
Quelle: PCG
Orweyna ist die neue Stimme Azeroths. Sie besitzt eine besonders enge Verbindung zur Weltenseele und kann ihre Hilferufe viel lauter hören als wir.
Bevor die Stimmung noch brenzliger wird, erscheinen Arator und Orweyna. Und was sie zu berichten haben, verändert die Lage schlagartig. Hier ist der Originaltext (Quelle: Reddit):
- Lor'themar steps out to find that Liadrin is standing by Zul'jarra.
- But they are surrounded by city guards.
- LOR'THEMAR: An Amani leader visits Silvermoon. This is unprecedented.
- LIADRIN: An Amani leader who not only led the assault on Ula'tek, but also directed her forces to prevent any of Ula'tek's serpent children from escaping, sparing Eversong entirely.
- LOR'THERMAR (surprised): Then...we owe you a debt of gratitude.
- ZUL'JARRA: That is not needed. It was the Amani who first unleashed Ula'tek. We were responsible. Are there not parts of your people's history that you regret, or would you like me to remind you of some?
- Liadrin chokes a moment, eyes darting to Zul'jarra like dang girl, did you really say that?
- The moment is rescued from its discomfort by the approach of ARATOR AND ORWEYNA.
- ARATOR: LOR'THEMAR! Tell them... tell them what you saw.
- ORWEYNA: They've reached her... there's nothing left between her and the dark ... she's changing ... not extinguishing ... she's fighting back ... she's holding on--but she can't win.
- ARATOR: Xal'atath has reached the Worldsoul. We have to move now. We have to find a way down there, blast open the coreway, ANYTHING.
- LIADRIN: Or Xal'atath ... will consume her?
- ORWEYNA: No. Xal'atath will become her.
Xal'atath steht kurz vor ihrem Ziel
Orweyna bringt eine erschreckende Nachricht mit: Xal'atath hat inzwischen das Herz Azeroths erreicht und ist bis zur Weltenseele vorgedrungen. Zwischen Xal'atath und der Weltenseele steht inzwischen nichts mehr. Keine Armee, keine Wächter und auch kein letzter Schutzzauber.
Azeroth versucht zwar noch, sich gegen die Dunkelheit zu wehren. Doch laut Orweyna ist es ein Kampf, den die Weltenseele nicht gewinnen kann. Arator drängt deshalb darauf, so schnell wie möglich einen Weg ins Innere Azeroths zu finden. Notfalls müsse man sich mit Gewalt Zugang zum Kernweg verschaffen.
Liadrin stellt schließlich die Frage, die wohl uns allen durch den Kopf geht: Was genau hat Xal'atath mit der Weltenseele vor? Sie erobern? Oder sie gar verzehren? Doch Orweynas Antwort ist noch erschreckender: Xal'atath will die Weltenseele nicht verschlingen. Sie will selbst zu Azeroth werden.
Xal'atath will Azeroth also nicht verschlingen. Diese Warnung klingt zunächst etwas merkwürdig. Gemeint ist wohl, dass Xal'atath die Weltenseele nicht einfach brechen und ihre Macht verzehren will. Stattdessen möchte sie vollständig mit Azeroth verschmelzen und dadurch selbst zu etwas Neuem werden.
Sollte ihr das gelingen, würde sie vermutlich zu einem der mächtigsten Wesen im gesamten Warcraft-Universum aufsteigen. Denn Azeroth ist keine gewöhnliche Weltenseele. Seit unzähligen Jahren kämpfen Titanen, die Leere und andere kosmische Mächte um ihr Schicksal. Xal'atath will diese Macht also nicht länger von außen kontrollieren. Sie will selbst ein Teil von ihr werden.
Xal'atath will nie wieder ein Spielball sein
An dieser Stelle ein kurzer Story-Recap: Vor langer Zeit hatte Xal'atath eine eigene Heimat und gehörte zu einem geheimnisvollen Volk. Diese Welt wurde von der Leere verschlungen. Anders als viele andere bewahrte Xal'atath jedoch einen Teil ihrer Persönlichkeit. Später stieg sie zur Vorbotin des mächtigen Leerenfürsten Dimensius auf.
Besonders treu war sie ihrem neuen Meister allerdings nie. Sobald sich eine Gelegenheit bot, wandte sie sich gegen ihn. Auch nach ihrer Ankunft auf Azeroth zur Zeit des Schwarzen Imperiums handelte Xal'atath nicht einfach im Auftrag der Leere. Sie verfolgte ihre eigenen Pläne und wollte die Macht Azeroths für sich selbst gewinnen.
Der Alte Gott Y'Shaarj warf ihr damals Verrat und Egoismus vor. Als Strafe wurde ihr Geist in jene Klinge gesperrt, in der wir sie viele Jahrtausende später kennenlernten.
Quelle: PCG
Für ihren Verrat an der Leere wurde Xal'atath von den Alten Göttern bestraft und in einen Dolch gesperrt. Doch selbst aus diesem Gefängnis fand sie schließlich einen Weg in die Freiheit.
Seitdem hat Xal'atath immer wieder ihre Form verändert. Wir erlebten sie als geisterhafte Kreatur der Leere, als Stimme in einer Klinge und später im Körper einer Elfe. Nun tritt sie als Vorbotin und scheinbar eigenständige Macht auf.
Trotzdem blieb sie bislang immer abhängig. Mal war sie Gefangene der Alten Götter, mal Werkzeug der Leere und später Teil größerer kosmischer Pläne.
Diese vermeintliche Schwäche verfolgt Xal'atath wohl schon seit Jahrtausenden. Eine Verschmelzung mit Azeroth könnte genau das ändern. Xal'atath wäre dann kein Spielball anderer Mächte mehr. Sie würde selbst zu einer kosmischen Macht werden.
Verschlingen oder verschmelzen: der entscheidende Unterschied
Der entscheidende Punkt ist der Unterschied zwischen dem Verschlingen und der Verschmelzung mit einer Weltenseele.
Wesen der Leere verschlingen Macht, um stärker zu werden. Doch dieser Energie-Kick ist nicht unbedingt dauerhaft. Früher oder später schwindet die Kraft und der Hunger kehrt zurück. Dann braucht es eine neue Quelle.
Xal'atath scheint aus diesem Kreislauf unbedingt ausbrechen zu wollen. Selbst Azeroths besondere Weltenseele würde ihr als einfache Mahlzeit vielleicht nur für eine gewisse Zeit Macht verleihen.
Quelle: Blizzard
Xal'atath verlor einst alles: ihre Heimat, ihr früheres Leben und schließlich auch ihre Freiheit. Lange war sie nur ein Spielball der kosmischen Mächte. Bis sie beschloss, den Spieß umzudrehen.
Diese Zeitspanne wäre zwar länger als bei einer gewöhnlichen Weltenseele, aber auch sie würde irgendwann enden. Da es im Warcraft-Universum kaum eine vergleichbare Macht gibt, müsste Xal'atath außerdem ständig fürchten, selbst eines Tages gestürzt oder verraten zu werden. Ganz so, wie sie einst ihren eigenen Herrn Dimensius verraten hatte.
Eine Verschmelzung wäre dagegen etwas vollkommen anderes. Xal'atath würde dadurch nicht einfach nur mächtiger werden, sondern zu einem ganz neuen Wesen aufsteigen.
Besonders spannend ist, dass Xal'atath dafür anscheinend sogar bereit wäre, einen Teil ihrer Persönlichkeit und Identität aufzugeben. Das ist keine kleine Entscheidung, denn nur wenigen Wesen gelingt es, in der Leere ihr eigenes Ich zu bewahren. Dort gilt vor allem das Recht des Stärkeren.
Xal'atath war immer stolz darauf, sich trotz aller Widrigkeiten selbst treu geblieben zu sein. Dass sie nun bereit ist, genau das zumindest teilweise zu opfern, zeigt, wie ernst es ihr mit diesem Plan ist.
Unterschätzt Xal'atath Azeroths eigenen Willen?
Xal'ataths großer Plan könnte allerdings einen entscheidenden Fehler haben: Azeroth ist längst kein leeres Gefäß mehr. Die Weltenseele besitzt seit unzähligen Jahren einen eigenen Willen. Sie hat Helden gerufen, Warnungen geschickt und sich immer wieder gegen fremde Einflüsse gewehrt.
Quelle: Blizzard
Seit Jahrtausenden arbeitet Xal'atath auf dieses Ziel hin. In WoW: Midnight steht sie nun kurz davor, ihren großen Plan zu vollenden.
Xal'atath könnte sich also gewaltig verschätzen, wenn sie glaubt, Azeroth einfach unterwerfen zu können. Ein wenig erinnert das an Lichkönig Ner'zhul. Auch er war überzeugt, Arthas nach dessen Ankunft auf dem Frostthron kontrollieren zu können. Am Ende setzte sich jedoch Arthas durch und übernahm selbst die Kontrolle.
Xal'atath könnte am Ende ein ähnliches Schicksal drohen. Vielleicht gelingt ihr die Verschmelzung tatsächlich. Doch ob sie danach allein die Kontrolle behält, ist eine ganz andere Frage. Azeroth könnte einen deutlich stärkeren eigenen Willen besitzen, als die Vorbotin erwartet. Und genau daraus könnte einer der spannendsten Konflikte der kommenden WoW-Geschichte entstehen.
Noch ist nichts endgültig bestätigt!
Bei all diesen spannenden Hinweisen ist jedoch Vorsicht geboten. Die Dialoge stammen vom Testserver für WoW Patch 12.1. Sie wirken an einigen Stellen noch lückenhaft und sind klar unfertig. Blizzard kann die Texte jederzeit ändern, Ereignisse neu anordnen oder den gesamten Handlungsstrang bis zum Release noch einmal überarbeiten.
Sollte der Kern der Geschichte jedoch bestehen bleiben, kennen wir endlich Xal'ataths wahres Ziel: Sie will Azeroth nicht zerstören, sondern selbst zu Azeroth werden. Ganz so einfach dürfte ihr Plan allerdings nicht aufgehen. Schließlich erheben auch die Titanen Anspruch auf die Weltenseele, die noch immer tief im Inneren Azeroths schlummert.
Apropos Titanen: Nach Midnight folgt mit The Last Titan das große Finale der Weltenseelen-Saga. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass uns die Geschichte zurück nach Nordend führt. Dort sollen die Titanen eine wichtige Rolle spielen und am Ende dürfte sich entscheiden, welches Schicksal Azeroth erwartet.
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Ich bin damals mit dem Ur-WoW aufgewachsen und ich finde, irgendwann hat es Blizzard mit den neuen Gebieten; fast immer Inseln, einfach übertrieben. Einfach alles wirkt so fern vom ursprünglichen Gedanken, den ewigen Konflikt, den selbst der kleinste Kämpfer Azeroths kannte. Die Horde gegen die Allianz. Stattdessen kamen in all den Jahren immer neue Fraktionen hinzu, immer neue und stärkere Oberschurken, immer mehr Gebiete, die visuell gar nicht mehr ins Ur-WoW paßten, so z.B. die Shadowlands.
Wenn ich nicht schon so lange dabei wäre, hätte ich schon längst den Überblick verloren und käme mir in den älteren Ländereien auch wirklich verloren vor. Als Neuling kann man der total unlogischen und verschachtelten Geschichtsstruktur nicht mehr folgen. Wie ich schon schrieb, das echte WoW-Gefühl ist mit den letzten Addons komplett verloren gegangen. Ja, die Geschichte um Azeroth geht endlos weiter, es gibt immer wieder neue Schlachten und Gegner, aber ist das noch mein WoW?
Nicht umsonst bin ich schon vor Monaten aus Midnight nach Final Fantasy XIV geflüchtet, weil ich mal Abstand von WoW brauche. Eine Rückkehr ist zwar fest eingeplant, doch auf das nächste Addon freue ich mich gar nicht mehr. Die Addons werden immer teurer, man bekommt keine Retail-Box wie früher, es wird nur die Levelgrenze angehoben und eine neue Insel oder ein neues Gebiet erscheint. Selbst die neueren Völker (Dracthyr, Haranir) wirken fremd und deplatziert. Ich fürchte, Blizzard kann es einfach nicht mehr und bringt immer mehr Schein-Content, damit das Niemanden auffällt. ;(