World of Warcraft: Dämonenjäger aus Legion angespielt
Auf der Blizzcon hatten wir die Gelegenheit, die neue Heldenklasse aus WoW: Legion anzuspielen, den Dämonenjäger. Erfahrt bei uns, wie viel Laune der neue Champion Illidans macht.
Laune ist beim Dämonenjäger in WoW: Legion Programm, schließlich haben wir unsere Nachtelfen-Dämonenjägerin so genannt. Aber nicht nur deswegen haben wir Spaß! Im Rahmen der Blizzcon 2015 hatten wir die Gelegenheit, unsere Dämonenjägerin durch das Startgebiet Mardum zu scheuchen und berichten euch nachfolgend, was wir erleben durften und wie sich die neueste Heldenklasse in World of Warcraft spielt.
Beginnen wir bei der Charaktererstellung. Wie bereits bekannt war, lassen sich nur Blutelfen und Nachtelfen zu Dämonenjägern machen. Zu den üblichen Gestaltungsoptionen unserer Helden kommen einige düstere Hautschattierungen und dazu das Aussehen und die Farbe der Tattoos, der Stil der Hörner und (bislang nur) die Farbe der Augenbinde. Sicherlich kommen da bis zum Start der Legion-Beta noch weitere Optionen hinzu. Wir geben unserem Charakter den Namen Laune und starten in unser Abenteuer auf Mardum; auf einem der größten Splitter der ehemaligen Dämonengefängniswelt von Sargeras.
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Quelle: Blizzard
Doppelsprünge lassen Dämonenjäger in WoW: Legion höher springen. Und mit Flügeln können sie gleiten.
WoW Legion - Dämonenjäger in Aktion
Wir landen mit Level 98 auf der Despair Ridge. Das Startgebiet der Dämonenjäger ist reichlich düster, schließlich handelt es sich nicht um viel mehr als um einen Felsbrocken, der scheinbar ziellos durch den Wirbelnden Nether treibt. Verbrannte Erde, grünes Teufelsfeuer – sollte euch der Look des Throns von Kil'jaeden im Tanaandschungel gefallen haben, dann fühlt ihr euch in Mardum pudelwohl. Wir sind aber an dieser Stelle ehrlich: Weder macht uns das Aussehen des Gebiets richtig an, noch wirkt Mardum wirklich rund.
Aber schauen wir uns erst einmal die Skills an, die unser Dämonenjäger einsetzen kann und stellen fest, dass da nicht viel ist. Mit Fel Rush stürmen wir in die vorgegebene Richtung und verursachen geringen Schaden an Feinden. Demon's Bite ist ein Ressourcen-Generator, Chaos Strike ein Ressourcenverbraucher, mit einer Ausnahme: trifft letztere Fähigkeit kritisch, dann verschwindet keiner der von uns angesammelten Furorpunkte.
Furor ist das Mana der Dämonenjäger. Die Ressource baut sich weder selbstständig auf noch ab, an Furor kommen wir allein durch die Nutzung von Skills wie Demon's Bite. 100 Punkte stehen uns maximal zur Verfügung. Ob sich die Zahl noch anpassen lässt, ist noch nicht bekannt, da unsere Dämonenjägerin einzig die Level-99-Talente wählen kann. Alle anderen Talente, die wir auf Stufe 100, 102, 104, 106, 108 und 110 ergattern könnten, sind noch nicht im von uns gespielten Build enthalten. Oh, eine Startfähigkeit haben wir noch vergessen: Spectral Sight, eine Art Röntgenblick, mit dem wir im Rahmen der ersten Quests durch massive Wände spähen. Spectral Sight lässt unseren Charakter schleichen, und wenn er einen Kampf betritt, dann ist wird die Sicht aufgehoben.
Wir starten unser Abenteuer und gleich gibt's eine kleine Überraschung: Wichtige Dialoge werden künftig scheinbar in einem kleinen Extrafenster mit einem animierten Porträt des Charakters angezeigt, der gerade spricht. Wir fühlen uns ein bisschen an das WoW-Addon Storyline erinnert. Illidan wird uns in einem solchen Fenster angezeigt, und berichtet von Angriffen auf den Schwarzen Tempel.
Dennoch sollen wir auf Mardum nach einer Möglichkeit suchen, die Illidari zu stärken. Außerdem sollten wir einigen von ihnen aus einer misslichen Gefangenenlage helfen, um mit ihnen gemeinsam nach einem Stärkebuff zu suchen. Auf Mardum wimmelt es natürlich nur von unangenehmen Zeitgenossen der Brennenden Legion. Teufelsjäger und Verdammniswachen, Dschinn-artige Anguish-Jailer-Dämonen. Und Spinnen, die gibt's auch. Lustiges Detail: Alle Dämonenjäger-Spielercharaktere tragen vor dem eigentlichen Namen den Titel Illidari. Außerdem spielen Blut- und Nachtelfen gemeinsam in Mardum.
Der erste Questgeber heißt Kayn Sunfury und er schickt uns natürlich auf die Jagd nach Dämonen. Quest-technisch gesehen tut sich in WoW: Legion nicht viel. Wir boxen Dämonen um, stellen Banner auf, bewundern hier und da eine Zwischensequenz. Sonderlich spannend kam uns das nicht vor. Aber immerhin ist die übergreifende Geschichte ganz cool und zieht während der etwa einen Spielstunde auf Mardum ganz gut an.
WoW Legion - Dämonenjäger metzeln gern
Die Spielweise des Dämonenjägers ist während der Abenteuer auf dem Felsbrocken aber die meiste Zeit interessanter als alles, was die Quest-Mechaniken zu bieten haben. Wir stürmen kopflos in die Richtung der nächsten Dämonen, fuchteln mit dem Furorgenerator wild mit unseren Gleven herum. Der Furorverbraucher sieht im Gegensatz dazu richtig schick aus, mit hübschen Sprüngen und Animationen, die wir so noch nicht an einer Nachtelfe gesehen haben. Der Dämonenjäger spielt sich durch Fel Fury enorm flott, da sich die Fähigkeit nicht nur für Schaden sondern auch fürs Überbrücken kurzer Strecken einsetzen lässt; also wie das Rollen der Mönche. Nur dass Dämonenjäger eben Schaden damit machen.
Flott kommen wir auch dadurch voran, dass der Dämonenjäger nach einem Doppelsprung seine Flügelchen auspackt und über den Boden gleiten kann, wenn der abfällt. Und natürlich dank des Felsaber-Reittiers, das wir schon nach wenigen Quests exklusiv für unseren neuen Helden erspielt haben. Der erinnert vom Look her eher an einen Teufelsjäger als an einen Säbler, mit knochigem Kopf und Schwanz. Das Ding sieht gelinde gesagt ziemlich cool aus.
Wir questen weiter und holen uns durch das Öffnen von Portalen in den Schwarzen Tempel Unterstützung von Naga, Aschenzungen und Shivarra. Praktisch: Wenn wir uns in einen Kampf stürzen, taucht immer ein Kämpfer der drei Gruppen auf und unterstützt uns. Was definitiv nicht schadet, es gibt nämlich einige seltene Dämonen in den Regionen Doom Fortress und Soul Engine, die nicht von schlechten Eltern sind und eine ziemlich grobe Kelle schlagen. Und hey cool, mit der nächsten Quest schalten wir eine neue Fähigkeit frei. Die Belohnungen – eine Mischung aus seltenen Gegenständen und Charakterskills – orientiert sich definitiv am Startgebiet der Todesritter.
Wir sollen also für "Eye on the price" einen Inquisitoren-Dämonen erledigen, um die Fähigkeit Eyebeam zu lernen. Mit der verursachen wir Flächenschaden vor unserem Helden, wenn wir 50 Furor ausgeben. Die Abklingzeit von 45 Sekunden ist allerdings ganz schön krass, wie wir später beim Kampf gegen eine Wichtelmatrone feststellen müssen, die regelmäßig Adds herbeiruft. Nur kurze Zeit später gibt's schon durch "Before we're Overrun" den Skill Consume Magic, der Gegner unterbricht und die genutzte Zauberschule für drei Sekunden lahmlegt. Cooler Bonuseffekt: hat die Unterbrechung geklappt, wird das Furorkonto voll aufgeladen. Das soll wohl Nahkämpfer dazu animieren, nicht nur blind auf die Feinde draufzuhauen, sondern hin und wieder auch mal in sinnvollen Situationen einen unterstützenden Skill einzusetzen. Wir sind jetzt schon gespannt, was wohl bei Kriegern oder Schurken angepasst wird.
Quelle: Blizzard
Dämonenjäger kämpfen auf Mardum gegen - richtig - Dämonen.
Inzwischen wissen wir nach der Rettung der Dämonenjäger Izal Whitemoon, Mannethrel Darkstar, Belath Dawnblade und Cyana Nightglaive auch, wen wir umhauen müssen, um unseren Auftrag auf Mardum zu erfüllen. Es gilt, Brutkönigin Tyranna umzunieten, die hier auf Mardum die Befehlsgewalt über Dämonen und Legionstore hat. Wir verraten wohl nicht zu viel, dass Tyranna der letzte Gegner des Dämonenjäger-Startgebiets ist. Und wir müssen bis dahin ein paar moralische Entscheidungen treffen, die wiederum interessante Details zu unserem Charakter enthüllen. Aber die wollen wir euch an dieser Stelle nun nicht spoilern, ihr solltet lieber selbst herausfinden, was euren Dämonenjäger so besonders macht.
Über die Quest "Hidden no more" erhalten wir schließlich den Skill Throw Glaive. Eine Klinge fliegt damit zum Feind und prallte dann noch von bis zu zwei Gegnern ab, die in der Nähe stehen. Ein bisschen Flächenschaden also aber der Skill ist kein Vergleich zu dem Wumms, den ein Eye Beam verursachen kann. Wo wir schon bei Wumms sind: Wir hatten ja bereits gesagt, dass wir zumindest die ersten Talente des Dämonenjägers inspizieren dürfen.
WoW Legion - Dämonenjägers erste Talente
Das erste ist Fel Fury, das den Schaden von Fel Rush um 50 Prozent erhöht und außerdem 25 Furor generiert, wenn der Ansturm wenigstens einen Gegner trifft. Tor Nummer Zwei bietet auch mit Blade Dance einen cool aussehenden Flächenschadenangriff, der die Ausweichenchance kurzzeitig auf 100 Prozent erhöht. Rein vom Aussehen erinnert der Skill enorm an den Schlag der Sieben Fäuste der Diablo-3-Mönche. Und dann ist da noch das defensivere Talent Vengeful Retreat, das beim Auslösen leichten Flächenschaden an den Gegnern verursacht und sie zudem verlangsamt.
Klingt alles cool und Blade Dance hat uns vor allem im Endkampf gegen Tyranna häufiger den Allerwertesten gerettet. Anders als die Metamorphose des Verwüstung-Dämonenjägers (die Rachsucht-Spezialisierung konnten wir noch nicht auswählen), die unseren Charakter in die Luft schleudert und im anvisierten Bereich landen lässt. Dabei verursacht unser Held moderaten Flächenschaden an den Feinden. Er verwandelt sich außerdem für 30 Sekunden in einen Dämonen mit Lebensentzug-Bonus und einer Verstärkung der Skills Demon's Bite und Chaos Strike. Das klingt vielleicht ziemlich stark, ist es in dem von uns gespielten Build aber nicht. Die zehnminütige Abklingzeit fühlt sich einfach zu lang an.
Aber: Wir haben schließlich nur einen frühen Build des Dämonenjägers gespielt, schließlich ist WoW: Legion noch nicht einmal in der Beta. Der Dämonenjäger selbst macht jetzt schon Bock auf mehr, das Startgebiet kann rein optisch noch ein bisschen Liebe der Entwickler gebrauchen. Die moralischen Dilemmas, vor die wir (scheinbar) gestellt werden, sind cool und geben ein bisschen das Gefühl, dass sich was beeinflussen lässt. Und Drama steckt auch schon drin. Also weiter so, liebe Entwickler, der Dämonenjäger ist schon auf einem coolen Weg!
Quelle: Blizzard
Auf Mardum in WoW: Legion sieht's grundsätzlich aus wie am thron von Kil'jaeden im Tanaandschungel.
