Die Evolution eines MMOs - die wichtigsten Änderungen in World of Warcraft seit Classic

18
Special André Linken - Redakteur Maria Beyer-Fistrich Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Die Evolution eines MMOs - die wichtigsten Änderungen in World of Warcraft seit Classic
Quelle: Blizzard

Viele Spieler des MMOs World of Warcraft preisen dessen Anfangszeiten als das Maß aller Dinge an. Allerdings sind in den vergangenen 14 Jahren einige Features hinzugekommen, die heute nicht mehr wegzudenken sind. Wir stellen euch die wichtigsten Änderungen seit WoW Classic vor.

War früher in World of Warcraft (jetzt kaufen ) alles besser? Ist die heutige Version des Blizzard-MMOs nicht doch sehr viel eleganter und komfortabler? Nein, keine Angst: Wir wollen an dieser Stelle gar nicht schon wieder die ewige Diskussion ins Rollen bringen. Das soll lieber auch weiterhin in einschlägigen Foren, Chats und an diversen Stammtischen geschehen. Doch aller Kontroversen zum Trotz müssen wir Blizzard Entertainment zugestehen, dass sie im Verlauf der vergangenen 14 Jahre in ihrem Online-Rollenspiel einige Features eingeführt haben, die nicht nur komfortabel sind, sondern sich auch noch bis zum heutigen Tag auf das Gesamterlebnis auswirken. Wir stellen euch die wichtigsten dieser Features und Änderungen an dieser Stelle nochmals kurz vor.

Dungeon Finder / Looking for Raid

Gerade die Fans der ersten Stunde denken noch immer mit einer Mischung aus Nostalgie und Missmut daran zurück, wie sie in der Anfangszeit von World of Warcraft ihre Gruppen für Dungeons oder sogar Raids zusammengestellt haben.

Das war ein mitunter ebenso nerviges wie vor allem zeitaufwändiges Unterfangen. Denn wo ihr euch heute mithilfe weniger Klicks durch das Menü des "Dungeon Finder" navigiert und euch - je nach Charakterklasse - innerhalb weniger Minuten im nächsten Dungeon wiederfindet, war das früher noch harte Arbeit. Da es kein System für die automatische Zusammenstellung der Gruppen gab, wart ihr entweder auf Freunde angewiesen oder musstet eure Mitstreiter mühsam im Chat zusammensuchen. War bei 5-Mann-Dungeons schon nervig war, mutierte für die 40-Mann-Raids zu einer Mammutaufgabe. Gerade Gelegenheitsspieler kamen da schnell an ihre (zeitlichen) Grenzen. Ach ja, ein automatischer Sprung in das Innere der Dungeons gab es ebenfalls nicht. Stattdessen waren lange Reisen zum jeweiligen Eingang oder zumindest zum Portalstein angesagt. Der "Dungeon Finder" war daher mit Sicherheit eine einschneidende Änderung im Leben eines jeden WoW-Spielers.

Fliegen / Flug-Mounts

Reittiere (Mounts), auf deren Rücken ihr deutlich schneller als zu Fuß durch die riesige Welt von World of Warcraft galoppieren konntet, gab es schon von Anfang an. Doch wirklich interessant wurde die ganze Sache erst mit der Einführung von flugfähigen Mounts - und zwar sowohl im positiven wie auch im negativen Sinn. Lasst uns mit den positiven Aspekten beginnen: Mit den Flug-Mounts stellte sich in World of Warcraft ein zuvor nie dagewesenes Gefühl der Freiheit ein. Ihr konntet nicht nur (noch) schneller von einem Punkt zum anderen gelangen, sondern wart endlich in der Lage, die Welt aus einer völlig anderen Perspektive. Den ersten Flug über Städte wie Sturmwind oder Orgrimmar werden sicherlich noch einige von euch in guter Erinnerung haben. Doch damit kamen auch die Probleme: Nicht wenige Spieler flogen zu Orten, die eigentlich gar dafür gedacht waren, um sie zu besuchen. Zudem ignorierten sie bei ihren Reisen mitunter komplette Gebiete, was den Entwicklern natürlich nicht sonderlich gut gefiel. Schon alleine aus diesem Grund führt euch die Haupt-Quest-Route in neuen Erweiterungen zunächst durch sämtliche Regionen - und zwar ohne Flug-Mount.

Kleinere Raids

Wie bereits eingangs erwähnt, waren die Raids in den Anfangszeiten von World of Warcraft zunächst für 40 Spieler ausgelegt. Konntet ihr nicht so viele Leute zusammentrommeln, blieb euch der Zugang zum Geschmolzenen Kern oder den Pechschwingenhort verwehrt - und damit gleichzeitig ein nicht gerade unbedeutender Teil des Spiels. Vor allem die Gelegenheitsspieler, die wenig Zeit und nicht das Glück hatten, Teil einer Gilde zu sein, schauten oftmals ziemlich neidisch in Richtung von Spielern, die von ihren Raid-Erlebnissen inklusive der imposant inszenierten Bosskämpfe berichteten. Im Verlauf der Jahre hatte Blizzard Entertainment dieses nicht gerade unerhebliche Problem jedoch erkannt und führte neue Spielergrenzen für die Raids ein. Zunächst gab es die 25er- wenig später dann sogar eine Version für 10er-Gruppen. Okay, es gab zwar leichte Abstufungen bei der Qualität der erbeuteten Ausrüstung. Doch immerhin kamen fortan deutlich mehr Spieler in den Genuss der Raids und aller damit verbundenen Ereignisse.

Mehr Vielfalt bei den Charakteren

Anfangs gab es deutlich mehr Einschränkungen bei den verfügbaren Klassen-Rassen-Kombinationen als es heutzutage der Fall ist. Damit meinen Die Worgen kamen als neues spielbares Volk mit der Cataclysm-Erweiterung ins Spiel.  Quelle: buffed Die Worgen kamen als neues spielbares Volk mit der Cataclysm-Erweiterung ins Spiel.  wir nicht mal die Tatsache, dass zum Beispiel Menschen nicht den Pfad eines Jägers oder Orks nicht den Pfad eines Magiers einschlagen konnten. Das hat zwar ebenfalls einiges zur aktuellen Vielfalt der WoW-Bevölkerung beigetragen. Unser Blick geht stattdessen noch weiter zurück in die Vergangenheit, als Schamanen ausschließlich auf Seiten der Horde in den Kampf zogen und Paladine exklusiv in den Reihen der Allianz tätig waren. Klar, einerseits kam auf diese Weise das Gefühl auf, etwas Besonderes und Exklusives zu spielen. Doch wie schon bei der bereits zuvor beschriebenen Raid-Problematik verwehrte diese Design-Entscheidung einigen Spielern - wenn auch in abgemilderter Form - den Zugang zu bestimmten Features beziehungsweise Inhalten. Mittlerweile tummeln sich Paladine und Schamanen auf beiden Seiten des Schlachtfeldes - und das ist auch gut so.

Das große Rework von Cataclysm

Im Jahr 2010 veröffentlichte Blizzard Entertainment das Add-on namens Cataclysm, das gleich in mehrfacher Hinsicht große Auswirkungen auf das Todesschwinge ging es im Raid Drachenseele an den Kragen.  Quelle: Buffed Todesschwinge ging es im Raid Drachenseele an den Kragen.  Online-Rollenspiel hatte. Nicht nur, dass im Rahmen dieser Erweiterung sowohl die Goblins als auch die Worgen als neue spielbare Völker ihr Debüt feierten. Gleichzeitig legte der riesige Drache "Todesschwinge" große Teile von Azeroth in Schutt und Asche, was mitunter einschneidende Änderungen vieler altbekannter Gebiete nach sich zog. Wer beispielsweise solche Gebiete wie das Brachland, das Schlingendorn-Kap oder Tausend Nadeln aus den Anfangszeiten von World of Warcraft mit den heutigen Varianten vergleicht, wird schnell erkennen, was wir meinen. Auf diese Weise haben die Entwickler gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: So gibt es seit diesem Tag quasi eine permanente Erinnerung damalige Wirken von Deathwing. Außerdem haben sie den Fans der ersten Stunde wieder einen Grund gegeben, die eigentlich bereits bekannten Gebiete neu zu erkunden - und somit weiterhin ihr Abonnent aufrechtzuerhalten.

Welche der genannten Änderungen empfandet ihr als besonders einschneidend? Welche Änderung war so gravierend, dass ihr euer Abo gekündigt oder im Gegenteil wieder reaktiviert habt? Teilt es uns in den Kommentaren mit!

18
    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von devilsreject Mitglied
        Zitat von Batze
        Also ich weiß wirklich nicht warum so viele auf die Community der Neuzeit von WoW rumhacken?
        Genauso wie wie damals gibt es auch jetzt, gerade noch viel mehr in den Raids (dank des Finders wenn man mal ohne gilde unterwegs ist), wenn man sich nicht ganz so Dumma anstellt genug anfragen von den jeweiligen Raidleadern die einen fragen ob man beim nächsten mal dabei ist. Alles eine Frage wie man sich anstellt. Das war damals schon nicht anders.
        Der Einzige Unterschied ist die Rosa Brille von so einigen. :-D Auf gewisse Vorteile die Blizzi in WoW eingebaut hat möchte und will ich einfach nicht mehr verzichten.
        Naja, man sollte nicht die Servereigene Population vergessen. Am Anfang waren die Server getrennt und die Leute auf den jeweiligen Servern kannten sich. Spielernamen waren bekannt, man konnte sich eine gewisse Reputation erarbeiten mit seinem Verhalten. Auch gab es noch keine externen Punktesysteme die entschieden haben wer mit darf in nen Dungeon oder Raid.

        Dann kommt natürlich hinzu das viele WoW Veteranen einfach erwachsen geworden sind und jetzt mit dem jüngeren Klientel zu tun haben. Das Spiel und besonders die Interaktion mit Spielern verändert sich im Alter, nebst Spiel gesellt sich auch die Lebenserfahrung. Das macht es manchmal dann doch schwierig jung und alt unter einem Hut zu bekommen. Grundsätzlich habe ich damit auch kein Problem, nur hat es dazu beigetragen, dass man sich auf seinem Server eben doch die älteren Altersgruppen zum spielen ausgesucht hat, und am Schluß eben nur noch TS Interaktion betrieben hat und das Spiel nur nebenbei lief, damit die Finger etwas zu tun haben :-)

        Ich glaube auch nicht das Classic die Verteranen ansprechen kann, die jüngeren Generationen welche Classic und teilweise BC garnicht kennen, bzw mit altem Patchstand gespielt haben werden sich recht schnell wundern wie eintönig trist und langwierig WoW sein kann.
      • Von devilsreject Mitglied
        Zitat von Batze
        Also ich weiß wirklich nicht warum so viele auf die Community der Neuzeit von WoW rumhacken?
        Genauso wie wie damals gibt es auch jetzt, gerade noch viel mehr in den Raids (dank des Finders wenn man mal ohne gilde unterwegs ist), wenn man sich nicht ganz so Dumma anstellt genug anfragen von den jeweiligen Raidleadern die einen fragen ob man beim nächsten mal dabei ist. Alles eine Frage wie man sich anstellt. Das war damals schon nicht anders.
        Der Einzige Unterschied ist die Rosa Brille von so einigen. :-D Auf gewisse Vorteile die Blizzi in WoW eingebaut hat möchte und will ich einfach nicht mehr verzichten.
        Naja, man sollte nicht die Servereigene Population vergessen. Am Anfang waren die Server getrennt und die Leute auf den jeweiligen Servern kannten sich. Spielernamen waren bekannt, man konnte sich eine gewisse Reputation erarbeiten mit seinem Verhalten. Auch gab es noch keine externen Punktesysteme die entschieden haben wer mit darf in nen Dungeon oder Raid.

        Dann kommt natürlich hinzu das viele WoW Veteranen einfach erwachsen geworden sind und jetzt mit dem jüngeren Klientel zu tun haben. Das Spiel und besonders die Interaktion mit Spielern verändert sich im Alter, nebst Spiel gesellt sich auch die Lebenserfahrung. Das macht es manchmal dann doch schwierig jung und alt unter einem Hut zu bekommen. Grundsätzlich habe ich damit auch kein Problem, nur hat es dazu beigetragen, dass man sich auf seinem Server eben doch die älteren Altersgruppen zum spielen ausgesucht hat, und am Schluß eben nur noch TS Interaktion betrieben hat und das Spiel nur nebenbei lief, damit die Finger etwas zu tun haben :-)

        Ich glaube auch nicht das Classic die Verteranen ansprechen kann, die jüngeren Generationen welche Classic und teilweise BC garnicht kennen, bzw mit altem Patchstand gespielt haben werden sich recht schnell wundern wie eintönig trist und langwierig WoW sein kann.
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von Shotay3
        Also ich muss auch sagen, so sehr es einem "einfacher" gemacht hat, in dem es Dungeon Finder etc. gibt, ist damit ein sehr großer "sozialer" Aspekt gestorben. Selten hab ich mich so allein in einem belebten MMO gefühlt, wie in den letzten Addons von WoW. Früher war jeder Chat belebt, Städte Chat, LFG, Handel etc. Heute frage ich mich ob ich der einzige bin, der in den Städten rumläuft. Da sind zwar ne Menge Figuren mit Namen unterwegs, auch in den Dungeons, aber alle sind Taubstumm.

        Ich find es schade und fand im Gegensatz zu anderen wohl das "LFG/LFM" Prinzip nicht als Last, sondern als einer DER Features die MMO`s an und für sich ausgemacht haben. Die Pflicht auch sozial in einem Onlinespiel zu sein, Kommunikation als das Mittel zu Möglichkeiten. Vor allem war damals auch Kommunikation einfach Pflicht um teils sogar Dungeons, aber vor allem Raids durchzukommen. Da will ich mich auch vorher kurz mit dem RaidLeader und er wiederum mit dem Spieler auseinander gesetzt haben, um ein Gefühl dafür zu haben, ob alle Teilnehmer denn auch das nötige Equipment/Know How haben, um einen gewissen Progress zu schaffen.

        Ich hatte früher eine stetig wachsende Friendlist, habe nette Leute einfach so zum questen kennen gelernt. In den letzten zwei Addons nicht einen! Nicht einen in WoW. Und glaubt mir, ich bin alles andere als sozial schwierig oder inkompetent. Ja, das traveln zu den Dungeons war manchmal eeeetwas langwierig. Aber auch hier ist viel gestorben, diese minimalen Interaktionen der Spieler, das ein Hexer mit einem anderen schon mal zum Raid travelt, damit er porten kann. Oder man sich ganz old school mit der ganzen Gruppe auf den Weg macht. Heute wird man nur so durch die Gegend geportet, ganz von allein durch einen einfachen Knopfdruck. Ich weiß heute kaum wo die einzelnen Instanzen liegen. Ist auch völlig egal, neue Levelstufe, neues Dungeon, ein Klick und ich bin drin. Was es mit dem Dungeon auf sich hat, was die Geschichte dazu ist, wie bin ich dahin gekommen und warum laufe ich da durch, spielt heute keine Rolle mehr. Sehr schade alles, für mich definitiv Neuerungen, die mein Spielerlebnis trüben. Es geht nur noch um Content durch rushen... Ich musste mir für das letzte Addon vornehmen, alles langsam anzugehen und in Ruhe zu genießen und mich den Features von Heute förmlich verwehren. Das man damit aber fast alleine da steht, ist halt schade.
        Allerdings muss ich eingestehen, vielleicht liegt es am falschen Realm. Vielleicht kommen heute für mich eher PVE/RP Server in Frage, die damals für verschrien waren und lediglich Hardcore Nerds nutzten. Vielleicht bin ich ja heute auch so einer... ;)
        Rein vom sozialen Aspekt her betrachtet hat der Dungeonbrowser natürlich nur Nachteile gebracht. Ich sehe das genauso, wie du, was das angeht. Aber bedenkt man mal das reine Ersparnis an Zeit, hat das Teil natürlich auch wieder Vorteile.

        Zitat von Wut-Gamer
        Ich sehe das ähnlich. Das Spiel (und die meisten anderen MMORPGs) tun heutzutage alles, damit man sich nicht mit anderen Spielern herumärgern muss und werben auch gezeilt mit einer tollen Einzelspieler-Erfahrung. Nur frage ich mich da, warum ich dann überhaupt ein MMO oder gerenell ein Online-Spiel spielen soll. Wenn ich ein dicht inszeniertes RPG spielen will, wo ich weit und breit der einzige Held auf dem Erdbeerfeld bin, dann habe ich doch mehr als genug Auswahl, für die ich kein Abo abschließen muss.
        Endlich mal jemand, der das genauso sieht, wie ich. :D

        Zitat von HansHa
        Doch, wer sich in Dungeons danebenbenommen hat, hatte ganz schnell seinen Ruf weg und hat irgendwann keine Gruppen mehr gefunden. Teilweise hat man sich soagr in den Serverforen darüber ausgetauscht und die Gilden untereinander ebenso. Mit dem Multiserver Dungeon Browser konnte man sich benehmen wie Karl Arsch und es hatte kein Konsequenzen.
        Auch damals haben sich etliche daneben benommen. Nicht unbedingt a'la "Lol, kackn00b, meine demenzkranke Omma spielt besser als du" (die gab es allerdings auch oft genug). Allerdings gab es doch immer wieder mal den einen oder anderen süffisanten Spruch unter der Gürtellinie, insbesondere von nur allzu selbstgefälligen Raidleadern, die völlig kritikresistent waren oder sich auch mal das von mir lang ersehnte T4-Token aus Gruul's Lair unter den Nagel gerissen hatten, obwohl die raidinterne Rotation was anderes vorsah. Raidleader haben sich nur allzu gern über Regeln hinweg gesetzt und manchmal war der Raid auch nichtmal voll, weil andere lieber in der Alterac-Warteschlange harren wollten. :ugly: Ich war in einigen Raids und die wenigsten waren immer voll. Usw. usw. Die Liste der "Vergehen" ist lang und ich könnte ein Buch über meine Erfahrungen schreiben, was die Menschen in WoW angeht.
      • Von Wut-Gamer Spiele-Kenner/in
        Zitat von Shotay3
        Also ich muss auch sagen, so sehr es einem "einfacher" gemacht hat, in dem es Dungeon Finder etc. gibt, ist damit ein sehr großer "sozialer" Aspekt gestorben.
        Ich sehe das ähnlich. Das Spiel (und die meisten anderen MMORPGs) tun heutzutage alles, damit man sich nicht mit anderen Spielern herumärgern muss und werben auch gezielt mit einer tollen Einzelspieler-Erfahrung. Nur frage ich mich da, warum ich dann überhaupt ein MMO oder gerenell ein Online-Spiel spielen soll. Wenn ich ein dicht inszeniertes RPG spielen will, wo ich weit und breit der einzige Held auf dem Erdbeerfeld bin, dann habe ich doch mehr als genug Auswahl, für die ich kein Abo abschließen muss.

        Zugegeben, die Gruppensuche war kein Spaß (zumindest nicht als Schurke oder Jäger), aber irgendwie ist auch nichts anderes an die Stelle getreten, was soziale Interaktion fördern würde.
      • Von Shotay3 Hobby-Spieler/in
        Also ich muss auch sagen, so sehr es einem "einfacher" gemacht hat, in dem es Dungeon Finder etc. gibt, ist damit ein sehr großer "sozialer" Aspekt gestorben. Selten hab ich mich so allein in einem belebten MMO gefühlt, wie in den letzten Addons von WoW. Früher war jeder Chat belebt, Städte Chat, LFG, Handel etc. Heute frage ich mich ob ich der einzige bin, der in den Städten rumläuft. Da sind zwar ne Menge Figuren mit Namen unterwegs, auch in den Dungeons, aber alle sind Taubstumm.

        Ich find es schade und fand im Gegensatz zu anderen wohl das "LFG/LFM" Prinzip nicht als Last, sondern als einer DER Features die MMO`s an und für sich ausgemacht haben. Die Pflicht auch sozial in einem Onlinespiel zu sein, Kommunikation als das Mittel zu Möglichkeiten. Vor allem war damals auch Kommunikation einfach Pflicht um teils sogar Dungeons, aber vor allem Raids durchzukommen. Da will ich mich auch vorher kurz mit dem RaidLeader und er wiederum mit dem Spieler auseinander gesetzt haben, um ein Gefühl dafür zu haben, ob alle Teilnehmer denn auch das nötige Equipment/Know How haben, um einen gewissen Progress zu schaffen.

        Ich hatte früher eine stetig wachsende Friendlist, habe nette Leute einfach so zum questen kennen gelernt. In den letzten zwei Addons nicht einen! Nicht einen in WoW. Und glaubt mir, ich bin alles andere als sozial schwierig oder inkompetent. Ja, das traveln zu den Dungeons war manchmal eeeetwas langwierig. Aber auch hier ist viel gestorben, diese minimalen Interaktionen der Spieler, das ein Hexer mit einem anderen schon mal zum Raid travelt, damit er porten kann. Oder man sich ganz old school mit der ganzen Gruppe auf den Weg macht. Heute wird man nur so durch die Gegend geportet, ganz von allein durch einen einfachen Knopfdruck. Ich weiß heute kaum wo die einzelnen Instanzen liegen. Ist auch völlig egal, neue Levelstufe, neues Dungeon, ein Klick und ich bin drin. Was es mit dem Dungeon auf sich hat, was die Geschichte dazu ist, wie bin ich dahin gekommen und warum laufe ich da durch, spielt heute keine Rolle mehr. Sehr schade alles, für mich definitiv Neuerungen, die mein Spielerlebnis trüben. Es geht nur noch um Content durch rushen... Ich musste mir für das letzte Addon vornehmen, alles langsam anzugehen und in Ruhe zu genießen und mich den Features von Heute förmlich verwehren. Das man damit aber fast alleine da steht, ist halt schade.
        Allerdings muss ich eingestehen, vielleicht liegt es am falschen Realm. Vielleicht kommen heute für mich eher PVE/RP Server in Frage, die damals für verschrien waren und lediglich Hardcore Nerds nutzten. Vielleicht bin ich ja heute auch so einer... ;)
      • Von Weissbier242 Spiele-Enthusiast/in
        Naja, für sowas gibts Gilden, da sind die Kinder abseits davon nicht so wichtig. In meiner Eso Gild ist eigentlich kaum einer groß unter 30 und dementsprechend ist auch der Umgang. Wo wir uns aber alle einig sind ist das geänderte Spielerverhalten. Heute spielt keiner mehr gemütlich, lässt sich zeit usw. Alle nur noch am rushen usw. Völlig verrückt geworden.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk