World of Warcraft: Blizzard entfernt weitere transphobe und sexuelle Referenzen

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World of Warcraft: Blizzard entfernt weitere transphobe und sexuelle Referenzen
Quelle: Blizzard

Um World of Warcraft von sämtlichen unangebrachten Inhalten zu befreien, veränderte Blizzard nun einige transphobe Referenzen und sexuelle Inhalte. Beispielsweise wurde der Charakter "Finkle Einhorn" in "Pip Quickwit" umbenannt.

Blizzard überarbeitet weiterhin unangebrachte Inhalte in ihrem MMORPG World of Warcraft. Vor Kurzem wurden beispielsweise viele der In-Game-Bilder ausgetauscht, mit dem neuesten Patch wurden weitere transphobe und sexistische Inhalte entfernt.

Beispielsweise wurde der Questgeber "Finkle Einhorn" in "Pip Quickwit" umbenannt. Der gnomische Entdecker fand sich in der Vergangenheit im Bauch des Beasts in der Upper Blackrock Spire gefangen, bis ihn Abenteuer befreiten. Sein Name bestand bisher aus den Namen der Figuren Ray Finkle und Lois Einhorn aus dem Film Ace Ventura: Pet Detective. Wie Wowhead schreibt, wurde dieser in der Vergangenheit von Slant Magazine als "The Most Offensive Footbal Movie Ever Made" betitelt. Der Film wurde von vielen Personen für seine Transphobie kritisiert und Blizzard änderte den Namen dieser Figur nun sowohl in World of Warcraft (jetzt kaufen ) als auch im Karten-Spiel Hearthstone. Zusätzlich wurden auch einige Gegenstände, welche in Zusammenhang mit dem Charakter standen, umbenannt. Beispielsweise heißt Finkle's Skinner nun Pip's Skinner.

Weiterhin wurden auch viele Dialoge im Spiel verändert, damit diese mit den Namensänderungen diverser Dinge übereinstimmen. Beispielsweise wurde Mac'Aree in Eredath verwandelt, was NPCs nun korrekt wiedergeben. Ebenfalls wurden Dialoge, welche auf einen "Lack of Consent" anspielten, entfernt. Vor allem ist der menschliche NPC Theresa in Unterstadt hiervon betroffen. Bisher wurde sie als das "Haustier" des Wissenschaftlers Gerard Abernathy bezeichnet, welcher nach eigenen Aussagen Teile ihres Gehirns entfernte, um sie permanent zu "dominieren". Ihr Titel wurde außerdem von "Gerard's Mindslave" zu "Gerard's Experiment" abgeändert.

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Theresa bleibt weiterhin eine Gefangene von Gerard, doch sämtliche Referenzen zu Folter, dem Entfernen von Teilen ihres Gehirns, und dem Dominieren seitens Gerards wurden entfernt. Ebenfalls wird Gerard nun nicht mehr erzählen, dass er dieses Experiment mit weiteren Personen durchführen möchte, um Menschen zu züchten.

Sämtliche Dialog-Änderungen findet ihr auf der Seite von Wowhead, welche diese in ein paar Unterkategorien unterteilten. Hierunter beispielsweise die Nutzung des Wortes "Greenskins".

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1730761802 Mitglied
        Zitat von Toni
        Ich hätte mir an dieser Stelle gewünscht, dass man das Thema Sexismus, bzw. Sexsklaven nicht tot schweigt, indem man Wörter ändert, sondern das Thema und die Problematik davon in den Vordergrund rückt. Sich damit auseinandersetzt, was für ein krasses Schicksal die Frau hat, statt sie nochweiter zu degradieren (vom Haustier, zum Experiment). Finde ich schade, weil es so mutlos ist und nur noch wegducken und am Ende eben auch einschränkt, wo man in der Kreativität frei sein sollte.
        Aber vielleicht ist Blizzard in der aktuellen SItuation auch nicht das beste Unternehmen einen solchen Schritt zu machen, die haben gerade andere Probleme:O
        Ist das nicht generell ein Problem heutzutage? Blizzard tut im Endeffekt nur das, was viele andere auch machen. Nicht nur Firmen, sondern auch Privatpersonen. Viiiiiiiele davon. Kaschieren, weg schnippeln, unter den Teppich kehren. Hauptsache raus aus dem Blickfeld. Aber bloß nicht damit befassen.

        Vielleicht ist das eine Folge der - aus meiner Sicht - bestehenden Übersensibilisierung bei vielen Themen in der westlichen Gesellschaft. Aber so oder so ist da Blizzard kein Einzelfall.
      • Von Gast1730761802 Mitglied
        Zitat von Toni
        Ich hätte mir an dieser Stelle gewünscht, dass man das Thema Sexismus, bzw. Sexsklaven nicht tot schweigt, indem man Wörter ändert, sondern das Thema und die Problematik davon in den Vordergrund rückt. Sich damit auseinandersetzt, was für ein krasses Schicksal die Frau hat, statt sie nochweiter zu degradieren (vom Haustier, zum Experiment). Finde ich schade, weil es so mutlos ist und nur noch wegducken und am Ende eben auch einschränkt, wo man in der Kreativität frei sein sollte.
        Aber vielleicht ist Blizzard in der aktuellen SItuation auch nicht das beste Unternehmen einen solchen Schritt zu machen, die haben gerade andere Probleme:O
        Ist das nicht generell ein Problem heutzutage? Blizzard tut im Endeffekt nur das, was viele andere auch machen. Nicht nur Firmen, sondern auch Privatpersonen. Viiiiiiiele davon. Kaschieren, weg schnippeln, unter den Teppich kehren. Hauptsache raus aus dem Blickfeld. Aber bloß nicht damit befassen.

        Vielleicht ist das eine Folge der - aus meiner Sicht - bestehenden Übersensibilisierung bei vielen Themen in der westlichen Gesellschaft. Aber so oder so ist da Blizzard kein Einzelfall.
      • Von Frullo Mitglied
        Meine Güte, wie habe ich damals gelacht, als ich den Film zum ersten mal im Kino sah. Und auch wenn es ewig her ist, habe ich die Szene doch noch ziemlich gut im Kopf, wie Ace über Finkle und Einhorn sinniert, bis er schlussendlich realisiert, dass es sich dabei um dieselbe Person handeln muss und er dann alles mögliche versucht, um sich "reinzuwaschen".

        Ich kann verstehen, dass man den ganzen Finkle/Einhorn-Teil rückblickend als homophob oder eben sogar transphob betrachten könnte. Nur sind sowohl Humorpolizei als auch die Political-Correctnes-Reinigungsequipe die falschen Antworten darauf: Man hätte der Figur den Namen lassen können und in einem Dialog - vielleicht sogar in einer ganzen Quest - den Sachverhalt um den Namen auf verständliche, vielleicht auch witzige, Weise erklären können.

        TLDR: Dinge unter den Teppich zu kehren, macht sie meistens nicht besser - es kaschiert sie nur.
      • Von CyrionX Gelegenheitsspieler/in
        Ich bin auch dafür, dass wir unbequeme Namen der Vergangenheit ändern.
        Adolf? Der heisst jetzt Dorflam Knittler
        Ted Bundy? Wird zu Teddy Bro.
        Afghanistan? Böses land, hat nur Terror gebracht, heisst jetzt Afghjklöä-stan. viel neutraler.

        Finkle Einhorn, da wäre ich im Leben nicht drauf gekommen oder auf den weitläufigen Bezug zu einem (sehr bizarren!) Comedy-Film von vor 27 Jahren wo etwas passiert ist, dass jemand doof fand. Ist niemandem aufgefallen, dass Jim Carry mit Ewan Mc Gregor selbst eine homosexuelle Rolle in "I Love you Phillip Morris" gespielt hat? Er, Homo/Transphob?
        Wer trägt so eine "Verletzung" überhaupt solange mit sich rum?

        Anstatt "Ich Will will will!" Persönlichkeiten noch zu bestätigen gibt man einfach aus Angst vor Shitstorms nach.
        Da hätte ich als CEO einfach jeden möglichen Shitstorm öffentlich auflaufen lassen, denn auch die breite Masse ist nicht so dumm, als dass sie hier echte Gender-Diskriminierung nicht von übersensibilisiertem Glaubenskrieg als persönliche Selbstbeschäftigung unterscheiden könnte. Was Activision hier macht ist präventives Ars**kriechen.
        Ich hätte gern gesehen, wie sich eine Demo um die Änderung eines NPC-Namens vor allen lächerlich gemacht hätte, so könnte man zumindest besonnene Gerechtigkeits-aktivisten von Freizeit-Ragekids mit instabilem Selbstbewusstsein trennen. Genauso wie sich Religiöse von Fanatikern und Wissenschaftler von Quacksalbern distanziert sehen wollen.

        Mit diesen Namensänderungen ist niemandem geholfen worden, es wurde maximal Symptomheilung von potentiellen Hypochondern betrieben, die sich hinter einem Gender-Gleichstellungskampf verstecken.
      • Von Toni Autorin
        Zitat von Rabowke
        Der eine Frau dominiert und sie als "Haustier" hält. Ich denke das ist schon diskussionswürdig. Ggf. hätte man aber einfach noch einen Mann mit in den Käfig stecken können und fertig.

        Undead ist halt ... Undead. :B
        Ich hätte mir an dieser Stelle gewünscht, dass man das Thema Sexismus, bzw. Sexsklaven nicht tot schweigt, indem man Wörter ändert, sondern das Thema und die Problematik davon in den Vordergrund rückt. Sich damit auseinandersetzt, was für ein krasses Schicksal die Frau hat, statt sie nochweiter zu degradieren (vom Haustier, zum Experiment). Finde ich schade, weil es so mutlos ist und nur noch wegducken und am Ende eben auch einschränkt, wo man in der Kreativität frei sein sollte.
        Aber vielleicht ist Blizzard in der aktuellen SItuation auch nicht das beste Unternehmen einen solchen Schritt zu machen, die haben gerade andere Probleme:O
      • Von OdesaLeeJames Mitglied
        Blizzard möchte unbedingt der Wolf im Schafspelz sein.
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