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WoW Legion: ​Das Add-On für Wiederkehrer? Ordenshallen, Artefakte und mehr auf dem Prüfstand

Zweijährlich grüßt das Murmeltier: Wie schon 2014, 2012, 2010 und 2008 erscheint auch in diesem Jahr eine neue Erweiterung für den Online- Dauerbrenner World of Warcraft. Das neue Add-on ist erschienen - wir verraten euch, was drinsteckt und ob sich das Einloggen lohnt.
Marc C. HatkeSascha Lohmüller
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Wer Dämonenjäger sein will, muss sich mit der Rolle als Blut- oder Nachtelf anfreunden - es gibt sicher Schlimmeres. Gnome zum Beispiel. Quelle: Blizzard

Zweijährlich grüßt das Murmeltier: Wie schon 2014, 2012, 2010 und 2008 erscheint auch in diesem Jahr eine neue Erweiterung für den Online- Dauerbrenner World of Warcraft. Sie hört auf den Namen Legion und widmet sich ganz der Thematik der bereits im allerersten Add-on The Burning Crusade (2007) behandelten dämonischen Bedrohung durch Sargeras und seine Schergen. Passend dazu spielen dann auch allerhand Figuren, Orte und Geschichten, die mit der ersten Invasion der Brennenden Legion zu tun haben, eine tragende Rolle.

Wir besuchen das alte Nachtelfen-Zentrum Suramar, bekämpfen die von den Dämonen erschaffenen Satyrn, duellieren uns mit Kommandanten der Legion und ihren Kollaborateuren wie Gul'dan, feiern die aktuell noch nebulöse Rückkehr von Illidan und besuchen später vielleicht sogar die sagenumwobene Gruft von Sargeras. Und - natürlich - ziehen wir neuerdings endlich auch als Dämonenjäger in die Schlacht. Ob die Besinnung auf alte Tugenden und beliebte Themen reicht, um uns länger zu unterhalten als das unsäglich in die Länge gezogene Warlords of Draenor? Wir sind diesbezüglich guter Dinge, denn das Add-on bringt noch viele weitere interessante Features mit sich, die wir euch auf den folgenden Seiten vorstellen wollen.


Fakten und Zahlen zu Legion

WoW Legion: Das Add-On für Wiederkehrer? Quelle: Blizzard WoW Legion: Das Add-On für Wiederkehrer? Für alle, die es kurz und knapp mögen: hier die wichtigsten Daten zu Legion!

  • Neue Klasse: Dämonenjäger (nur Nacht- und Blutelfen, Tank- und Schaden-Spezialisierung; trägt Gleven-Waffen)
  • Neue Maximalstufe: 110
  • 10 neue Dungeons; als skalierbare Mythic-Version spielbar ähnlich wie Rifts in Diablo 3
  • Zwei neue Raids (der erste am 20. September per Patch, der zweite einige Wochen darauf)
  • 11 Weltbosse, die Items auf Raid-Niveau fallen lassen
  • Artefaktwaffen (jede Spezialisierung erhält eine eigene Waffe samt Talentbaum, die ihr über das ganze Add-on ausbaut)
  • Ordenshallen (Treffpunkt für alle Spieler eurer Klasse - fraktionsübergreifend; dient als Basis für Quests & Begleiter-Aufträge)
  • World Quests, die euch auf Stufe 110 mit Zusatzaufgaben in der offenen Welt versorgen
  • Neuer Kontinent mit den sechs Gebieten Val-Sharah, Aszuna, Hochberg, Sturmheim, Suramar und Thal'dranath (wird später freigeschaltet); neue (alte) Hauptstadt: Dalaran
  • Überarbeitetes Handwerk inkl. übersichtlicherem Interface, aufrüstbaren Rezepten & Quests
  • Überarbeitetes PvP mit neuem Erfahrungssystem, speziellen Skills und Prestige-Rängen

Neue Klasse: Der Dämonenjäger

Wer Dämonenjäger sein will, muss sich mit der Rolle als Blut- oder Nachtelf anfreunden - es gibt sicher Schlimmeres. Gnome zum Beispiel. Quelle: Blizzard Wer Dämonenjäger sein will, muss sich mit der Rolle als Blut- oder Nachtelf anfreunden - es gibt sicher Schlimmeres. Gnome zum Beispiel. Es gibt wohl keine Klasse, die sich die Community schon seit Jahren so sehr wünscht wie den Dämonenjäger. Mit Legion ist das Warten endlich vorbei! Kommen wir direkt zu den grundsätzlichen Fakten: Dämonenjäger tragen Leder, sind die einzige Klasse, die Gleven nutzen kann (mit Ausnahme des legendären Paars aus dem Schwarzen Tempel), rekrutieren sich lediglich aus Nacht- und Blutelfen und dürfen sich auf zwei Arten spezialisieren: Verwüstung (Schaden) und Rachsucht (Tank). Wie es sich für eine Heldenklasse gehört - der Dämonenjäger hat wie der Todesritter eine eigene Startzone und beginnt auf Stufe 98 -, stehen euch ein paar exklusive optische Anpassungen zur Verfügung: Tätowierungen, Augenbinden, Hörner oder sogar reptilienartig schuppenbewehrte Körper.

Ebenfalls exklusiv: Dämonenjäger sind die einzige Klasse mit eingebautem Double Jump und auf Knopfdruck gleiten sie mit ihren Schwingen sanft durch die Lüfte. Diese Beweglichkeit wird auch aufs restliche Gameplay übertragen: Wer den Dämonenjäger nah am Optimum spielen will, wird sich in Kämpfen viel bewegen müssen, vor allem als Schadensausteiler. Ihre Nische haben die beiden Spezialisierungen auch schon (vorerst) gefunden: Verwüstung besticht durch massiven AoE-Schaden, landet dafür bei Einzelzielen aktuell nur im Mittelfeld; Rachsüchtler machen den Todesrittern den Platz als Selbstheilungs-Tanks Numero Uno streitig, kassieren dafür aber auch größere Schadensspitzen als etwa Krieger und Bären-Druiden.

Das Handwerk in Legion

Noch besser werden: Dank Upgrade-System werten wir Rezepte bis zu drei Mal auf. Quelle: PC Games Noch besser werden: Dank Upgrade-System werten wir Rezepte bis zu drei Mal auf. Das Handwerk in Warlords of Draenor lag brach. Zum Glück hat Blizzard seinen Fehler erkannt und spendiert uns in Legion endlich wieder ein Crafting-System, das an Classic-WoW herankommt. Das tägliche Blumenpflücken in der Garnison hat uns in Warlords of Draenor schon nach zwei Wochen genervt. Zudem gab es kaum Herausforderungen für Handwerker - von sinnlosen täglichen Cooldowns einmal abgesehen, die den Fortschritt unnötig in die Länge zogen. Damit ist in Legion Schluss! Blizzard hat das Team für die Entwicklung des Handwerks kräftig aufgestockt. Endlich gibt es wieder Crafting-Quests, seltene Materialien aus Instanzen, tägliche Aufgaben und unerwartete Ereignisse beim Ressourcen- Abbau. So freuen wir uns jedes Mal aufs Neue, wenn der knuffige Fuchs beim Blumenpflücken erscheint, der uns bis zu 20 Extra-Blüten hinterlässt. Wie großzügig! Auch das Sammeln und Aufarbeiten von Rezepten wurde kräftig aufgebohrt. Wir finden sie, wir stellen sie her, wir geben sie in Auftrag und wir versehen sie mit Upgrades. Goldene Zeiten für Handwerker? Bislang sieht es so aus. Wir hoffen, dass Blizzard auch im Laufe der Erweiterung an seine Handwerker denkt und für steten Nachschub sorgt. Ansonsten fühlen sich die Zünfte schnell wieder alleingelassen.

Die Artefaktwaffen in Legion

Das Upgrade-System und die freischaltbaren Alternativ-Skins laden zum Questen, Raiden und Erforschen ein. Schade nur, dass es somit keine Waffen-Drops in Legion gibt. Quelle: PC Games Das Upgrade-System und die freischaltbaren Alternativ-Skins laden zum Questen, Raiden und Erforschen ein. Schade nur, dass es somit keine Waffen-Drops in Legion gibt. Es gibt Waffen in WoW, die kennt jeder Zocker: Thralls Schicksalshammer, den Aschenbringer, den Stab Atiesh - ein paar davon dürft ihr in Legion nun selbst ausrüsten! Die erste Quest, die ihr erhaltet, wenn ihr das Einführungs-Event beendet habt und samt Dalaran zu den Verheerten Inseln geflogen seid, ist eure Artefakt-Quest. Schließlich wird es im gesamten Add-on keine weiteren Waffen- Drops geben, also muss man euch die Prügel früh in die Hand drücken. Und die Artefakte haben es wirklich in sich: Verstärker-Schamanen führen künftig den Schicksalshammer, Vergelter- Paladine den Aschenbringer, Gleichgewichts-Druiden die Sense der Elune und Outlaw-Schurken irgendwann später sogar (per Skin-Freischaltung) kleine Versionen von Donnerzorn in den Kampf. Dementsprechend toll inszeniert ist dann auch die kurze Quest, in der ihr eure erste Waffe erhaltet - spoilern wollen wir nicht, aber die eine oder andere Mission sorgt aufgrund der verwickelten Figuren schon für Gänsehaut oder einen Kloß im Hals! Für diese Waffe sammelt ihr dann künftig Artefakt-Macht und schaltet so nach und nach Skills in einem kleinen Talentbaum frei. Den Item-Level der Waffe steigert ihr über drei Relikte, die ihr in spezielle Sockel pappt. Eine Waffe voll auszubauen, wird euch Wochen und Monate beschäftigen, wer ab Stufe 102 zudem noch die Quests für seine anderen Spezialisierungen nachholt, hat also mehr als genug zu tun.

Die Ordenshallen in Legion

Die Ordenshallen sind Dreh- und Angelpunkt in Legion, in die ihr immer wieder zurückkehrt. Die nervigen Aspekte der WoD-Garnison hat Blizzard zum Glück beseitigt. Quelle: PC Games Die Ordenshallen sind Dreh- und Angelpunkt in Legion, in die ihr immer wieder zurückkehrt. Die nervigen Aspekte der WoD-Garnison hat Blizzard zum Glück beseitigt.

Die Ordenshallen werden von vielen Spielern als "Garnison 2.0" bezeichnet. Und womit? Mit Recht! Die Garnison in Warlords of Draenor wurde häufig kritisiert. Permanent würden die Spieler in ihren eigenen Hallen herumlungern, während die offene Welt vor sich hinstirbt. Blizzard hat diese Kritik vernommen und mit den Ordenshallen alle fehlerhaften Aspekte der Garnison ausgebügelt. Als Hauptstützpunkt dient die Ordenshalle in Legion nicht mehr nur eurem eigenen Charakter, sondern allen Vertretern eurer Klasse. In den schick gestalteten Hallen laufen euch also permanent andere Völker über den Weg. Das sorgt nicht nur für Lebendigkeit, sondern auch für Austausch und eventuell sogar Handel zwischen den gleichen Klassen. Ein großer Pluspunkt! Zudem kehrt ihr immer wieder dorthin zurück, um eure Gefährten auf Missionen zu schicken, eure Artefaktwaffe zu skillen und um Quests anzunehmen und abzugeben. Anders als die Garnison schickt euch die Ordenshalle aber immer wieder in die offene Welt. Hinzu kommt, dass jede Klassenhalle sehr schön designt und der Aspekt der jeweiligen Klasse perfekt eingefangen wurde - so finden sich Schamanen über dem Mahlstrom wieder, Jäger treffen sich zum Stelldichein auf einer verschneiten Berghütte und Paladine flanieren durch eine große und imposante Kapelle. Die Missionen aus WoD wurden in der Anzahl deutlich gekürzt, bringen dafür aber auch bessere Belohnungen. Mit der Companion-App habt ihr zudem ein tolles Werkzeug für die Ordenshalle immer in der Hosentasche!

Die World Quests

Die instanzierten Garnisonen in WoD waren der Grund, dass die Welt quasi leer gefegt war. Legion wirkt durch World Quests weitaus lebendiger - wie es sich für ein MMO gehört. Quelle: PC Games Die instanzierten Garnisonen in WoD waren der Grund, dass die Welt quasi leer gefegt war. Legion wirkt durch World Quests weitaus lebendiger - wie es sich für ein MMO gehört. Vorbei ist's mit der kuscheligen Garnisons- Faulenzerei: Legion schickt euch wieder auf Reisen! Der Alltag vieler Zocker in WoD sah am Ende so aus: Einloggen, Anhänger- Quests checken, Mine und Kräutergarten plündern, für Instanzen anmelden und dabei den Handels-Chat vollspammen - aus der Garnison musste man im Endeffekt nicht mal mehr rauslaufen. In Legion jedoch erwarten euch quer über die Welt verteilte, ständig nachrückende World Quests, die euch aus den Städten herauslocken. Und das lohnt sich, denn neben Gold, blauen Items, Ressourcen für eure Ordenshalle oder Berufs-Materialen winkt auch die begehrte Artefakt-Macht für eure Waffe. Wer gar vier Missionen für eine bestimmte Fraktion erfüllt, erhält Ruf sowie einen Bonus-Beutel mit ein paar Extra-Items - mit Glück sogar ein Stück legendäre Ausrüstung!

Die Legion-Companion-App

Mit der Companion-App erfüllt uns Blizzard einen Wunsch, den wir schon zum Start von WoD hatten. Und dieser geht nun endlich in Erfüllung. Wenige Tage nach dem Release von WoW: Legion überraschte Blizzard mit der Ankündigung der Legion-Companion- App, die kurze Zeit später für iOSund Android-Systeme veröffentlicht wurde. Mit dem kleinen Programm für die Hosentasche geht ein Wunsch in Erfüllung, den wir bereits 2014, zum Start von Warlords of Draenor, hatten. Endlich können wir Missionen in den Ordenshallen auch unterwegs starten, unsere Gefährten ausrüsten, Truppen anheuern und Belohnungen einstreichen. Ein Blick auf die aktuellen World Quests lässt uns außerdem frühzeitig die Entscheidung treffen, ob sich ein Einloggen lohnt. Zudem löst es ein Problem, das Warlords of Draenor vor allem am Anfang hatte. Es entfällt der Satz: "Ich logge nur kurz ein, um meine Missionen zu checken." Das können wir dank Companion-App nun auch im Bus und in der Bahn. Danke, Blizzard!

Meinungen
  • Avatar Marc C. Hatke Autor „Überall Content: Legion ist das bislang stärkste Add-on von Blizzard.“ Mit Legion hat Blizzard für mich das bislang stärkste Add-on für World of Warcraft auf den Markt gebracht. Endlich sind alle Bereiche des Spiels mit ausreichend Content versorgt: Berufe haben wieder spezielle Aufträge, die Weltquests sind eine willkommene Abwechslung und mit den Artefaktwaffen sollten Spieler über Monate hinweg beschäftigt sein. Klar, Blizzard hat viele Inhalte, die in Warlords of Draenor noch ohne großen Aufwand erspielt werden konnten, einfach hinter Schranken versteckt. Aber ist es nicht das, was die Abonnenten wollen? In einem MMORPG will die Spielerschaft beschäftigt werden, ein Grundsatz, der in Draenor nicht konsequent umgesetzt wurde. Habe ich mich zum Ende von WoD täglich gelangweilt, habe ich – nach über 180 Stunden Spielzeit in Legion – immer noch das Gefühl, eine endlose Liste an Aufgaben vor mir zu haben. Es stehen Berufs-Quests, Dungeons, Artefaktwaffen und Ruf-Punkte auf dem Programm und mit 7.1 geht die Reise bereits bald weiter. Die Zukunft sieht rosig aus in der World of Warcraft. Hoffen wir, dass Blizzard aus den Fehlern in WoD wirklich gelernt hat.
  • Avatar Wolfgang Fischer Autor „Wow, so macht das Spiel ja tatsächlich wieder richtig Spaß!“ Mit den ersten beiden Erweiterungen habe ich, über alle Charaktere hinweg, knapp zwei Jahre Lebenszeit (über 17.000 Stunden) in WoW versenkt und hatte einen Riesenspaß dabei. Dieser kam mir im Laufe von Mists of Pandaria dann abhanden. Danach war für mich das Kapitel WoW eigentlich abgeschlossen. Dachte ich zumindest. Als Warlords of Draenor erschien, juckte mich das kein bisschen. Legion hingegen hat mich wieder so richtig angefixt. Alles hier wirkt neu, spannend und durchdacht. Die Hintergrundstory wird hübsch präsentiert und dank gut designter Questgebiete und motivierender Gameplay-Features (versteckte Kisten, Bonusziele, viele Minibosse usw.) macht sogar das sonst stupide Leveln Laune. Nicht zuletzt, weil es viel zu entdecken gibt und es sich auch lohnt, sich gut umzusehen. Besonders gut gefällt mir die Idee mit den Artefakten. Die sich daraus ergebende Langzeitmotivation ist einfach phänomenal. Dazu kommt noch die Ordenshalle mit den süchtig machenden Champions-Quests. Daher fällt es mir jede Nacht schwerer, mich vom Spiel zu trennen und wenigstens ein paar Stunden zu schlafen. Von Instanzen und Raids habe ich bislang noch nicht viel gesehen, aber wenn die auf demselben Niveau wie der Rest sind, hat mich WoW wieder. Und nicht nur für ein paar Wochen.
  • Avatar David Bergmann Mitglied „Genießt die Level-Phase. Wer weiß, wann Nachschub kommt.“ Eine neue WoW-Erweiterung gilt in den ersten Wochen ja meist (Ausnahme: das so oft verhasste Mists of Pandaria) als die beste aller Zeiten; bis sie nach einigen Monaten als Blizzards neuer Tiefpunkt gehandelt wird. Nach Warlords of Draenor bin ich bei Legion ebenfalls erst einmal vorsichtig. WoD fand ich zunächst nämlich auch super, bis ich die Lust verlor und die längste Pause meiner WoW-Zeit einlegte. Bisher aber habe ich mit Legion dämonisch viel Spaß. Die Ordenshallen sind deutlich durchdachter als die Garnisonen (abgesehen von der albernen Limitierung aktiver Champions). Nette Story-Häppchen gibt’s durch die Klassen-Quests. Und Berufe sind endlich mal mehr als stupide Fließband-Fertigung. In den neuen Zonen gibt’s obendrein einen tollen Mix aus Quests, Geheimnissen und Sammelkram. Wo ist der Haken? Unter anderem beim Inhalts-Nachschub. Der war bei Warlords of Draenor nämlich eine mittelschwere Katastrophe. Bleibt zu hoffen, dass Blizzard das Basis-Legion nicht nur derart mit Beschäftigungen vollstopft, um sich wieder zu viel Zeit für Patches zu lassen. Auch die Verheerten Inseln brauchen bald neue Inhalte. Und so sehr ich mich auf Karazhan-Patch 7.1 freue: Klassiker-Recycling reicht nicht.
  • Avatar Sascha Lohmüller Redaktionsleiter „Kein neues Burning Crusade oder Lich King – aber verdammt nah dran.“ Noch bin ich etwas vorsichtig, schließlich bin ich bereits im letzten Add-on lächelnd und frohen Mutes in die Kreissäge gerannt. Denn: Auch Warlords of Draenor fing vielversprechend an, bis dann nach 5 bis 6 Wochen die Luft raus war und auch für rund zwei Jahre fast nix mehr nachkam. Fairerweise muss man allerdings auch sagen, dass Legion dank der Artefakte, der World Quests und des endlich wieder involvierten Handwerks bereits jetzt eine deutlich vielversprechendere Ausgangsbasis geschaffen hat, die monatelange Unterhaltung verspricht. Und mit Karazhan 2.0 im ersten Patch hat man bereits ein weiteres Ass im Ärmel – bei der Rückkehr der wohl beliebtesten Raidinstanz aller Zeiten kann ja eigentlich gar nix mehr schiefgehen, oder? Allerdings soll auch nicht verschwiegen werden, dass trotz jeder Menge toller Inhalte nicht alles an Legion toll gelaufen ist. Das Balancing etwa ist momentan (vor den ersten Raid-Hotfixes) so sehr aus den Fugen wie nur selten zuvor zum Start einer Erweiterung. Für PvP-Spieler ist das Fehlen eines neuen Schlachtfeldes sicherlich auch nicht gerade eine Offenbarung. Und für Vieltwinker, also Menschen mit vielen Charakteren, gab es aufgrund der Artefakte auch schon weniger anstrengende Zeiten.
Pro & Contra
Legion ist etwas für euch, wenn...ihr schon immer mal einen Dämonenjäger à la Illidan spielen wolltet.ihr jemand seid, der sich in eine oder maximal zwei Klassen hineinfuchsen unddiese kontinuierlich weiterentwickeln will.ihr die durch Garnisonen leer gefegte Welt von Warlords of Draenor gehasst habt.ihr seit Langem legendäre Waffen wie den Aschenbringer oder den Schicksalshammereuch das Handwerk der letzten Add-ons aufgrund seiner Einfachheit angeödet hat.ihr die Story rund um Mahlstrom, Brunnen der Ewigkeit und Brennende Legion weitererleben wollt.ihr endlich eine gleichwertige Alternative neben Raids für kleinere Gruppen haben wollt.ihr euch schon auf Karazhan 2.0 freut.euch ein Prestige-System à la Call of Duty für PvP-Gefechte zusagt.
Legion ist nix für euch, wenn...ihr jemand seid, der fünf oder sechs Charaktere gleichzeitig hochrüsten möchte, hier macht euch das Artefakt-Aufleveln einen Strich durch die Rechnung.ihr den Anspruch und den Schwierigkeitsgrad von Classic WoW oder BC zurückhaben wollt – Legion ist knackiger als Pandaria und WoD, aber eben nicht mehr.ihr auf viele neue PvP-Inhalte gehofft hattet. Zwei Arenen und das Prestige-System, mehr gibt es nicht. Auf Schlachtfelder müsst ihr weiter warten.ihr von Anfang an trotz vieler Klassen-Updates perfektes Balancing erwartet.ihr eine Endgame-Solo-Herausforderung sucht. Ihr müsst dank Mythic+ nicht mehr raiden, aber - ohne mindestens eine Fünfer-Gruppe gibt’s halt nach wie vor nicht den besten Loot.ihr gehofft hattet, die Entwickler treiben ihre Fähigkeiten-Ausdünnung bei den Klassen nicht mehr weiter auf die Spitze.ihr einen technischen Quantensprung erwartet hattet.
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Kommentare (42)

Zur Diskussion im Forum
  • Von riesenwiesel Hobby-Spieler/in
    Im konkreten Fall müsste man eventuell anfangen zu rechnen, aber generell zählt der Item-Level mehr, weil damit auch die Grundwerte deiner Waffe (Schaden, usw.) erhöht werden und dich somit insgesamt verbessert, während ansonsten "nur" eine Fähigkeit verbessert wird.
  • Von riesenwiesel Hobby-Spieler/in
    Im konkreten Fall müsste man eventuell anfangen zu rechnen, aber generell zählt der Item-Level mehr, weil damit auch die Grundwerte deiner Waffe (Schaden, usw.) erhöht werden und dich somit insgesamt verbessert, während ansonsten "nur" eine Fähigkeit verbessert wird.
  • Von Frullo Mitglied
    Zitat von Worrel
    Die Items (Relikte) haben
    a) einen +Level Bonus: Eine Waffe mit einem eingesetzen Relikt hat dann statt iLevel 750 zB iLevel 780 inkl. entsprechender Staterhöhung
    b) einen Punkt, der einen der 34 Perks verbessert (nur die, die mehrere Punkte benötigen. dh statt +12% Schaden für Fähigkeit X gibt es jetzt +16%

    sobald a) allerdings einen groß genugen Sprung verschafft, ist b) erstmal bedeutungslos. Sicher, das macht mehr Schaden - aber das würde ein anderer Perk genauso. Erst auf BiS Level lohnt es sich, sich mit b) genauer zu beschäftigen.
    Danke für die Ausführung, hatte selbst wohl noch das eine oder andere nicht richtig realisiert! :)

    Trotzdem noch eine Frage: Wenn jetzt aber eines der Perks lediglich die Reduktion des Cooldowns einer kaum genutzten Fähigkeit betrifft, ist es dann nach wie vor sinnvoll, das aktuell eingesetzte Relikt welches tatsächlich den Schaden einer vielgenutzten Fähigkeit erhöht mit dem neuen iLevel-erhöhenden Relikt zu ersetzen, obschon man dadurch "lediglich" einen reduzierten Cooldown erhält?
  • Von Batze Mitglied
    Zitat von Worrel
    Was ich meine: Wenn es ja eh auf "alles haben" rausläuft, ist es relativ witzlos, sich vorher großartig Gedanken zu machen, ob ich jetzt rechts- oder linksrum skille - sprich: die Verzweigungen und Verästelungen werden vollkommen sinnfrei.

    Das wäre was anderes, wenn man zB "Mensch-ärger-dich-nicht"-like eine "Spielfigur" hätte, mit der man beim Setzen skillen kann. Aber man kann nur auf ungeskillte Felder ziehen und nicht über schon fertig geskillte Felder zurück.
    Dann hätte man Entscheidungen und damit auch einen Sinn in dem Baum.
    So wie es momentan ist, ist es einfach nur ein Fluten, bis alles voll ist.
    Nachdem Blizzard immer mehr abgebaut hat von eigenen Entscheidungen willst du doch jetzt nicht echt wieder das Thema eines etwas komplexeren Skillbaums ins Spiel bringen. Geht ja gar nicht.:-D
  • Von Worrel Mitglied
    Zitat von riesenwiesel
    Also wenn ich mich nicht irre, dann ist das so nicht ganz richtig. Die Artefaktwaffe hat ja auch drei Slots die man mit Items/Drops bestücken muss und die wesentlichen Einfluss auf die Stärke der Waffe haben. Damit gibt es zwar keine direkten (BiS) Waffen mehr, aber unterm Stich ändert sich eigentlich gar nichts.
    Die Items (Relikte) haben
    a) einen +Level Bonus: Eine Waffe mit einem eingesetzen Relikt hat dann statt iLevel 750 zB iLevel 780 inkl. entsprechender Staterhöhung
    b) einen Punkt, der einen der 34 Perks verbessert (nur die, die mehrere Punkte benötigen. dh statt +12% Schaden für Fähigkeit X gibt es jetzt +16%

    sobald a) allerdings einen groß genugen Sprung verschafft, ist b) erstmal bedeutungslos. Sicher, das macht mehr Schaden - aber das würde ein anderer Perk genauso. Erst auf BiS Level lohnt es sich, sich mit b) genauer zu beschäftigen.
  • Von Rabowke Klugscheißer
    Zitat von riesenwiesel
    Also wenn ich mich nicht irre, dann ist das so nicht ganz richtig. Die Artefaktwaffe hat ja auch drei Slots die man mit Items/Drops bestücken muss und die wesentlichen Einfluss auf die Stärke der Waffe haben. Damit gibt es zwar keine direkten (BiS) Waffen mehr, aber unterm Stich ändert sich eigentlich gar nichts.


    Also ich bin erst Level 106, d.h. ich hab keine Ahnung von Heroisch, geschweige Mythisch oder gar Raids. Aber in diese Drei Slots hab ich bislang nur Verbesserungen bestehender Perks gefunden.

    D.h. mit diesen Items kann man bereits vorhandene Perks verbessern, z.B. lassen sich einige Skills mit drei Punkten belegen ... mit so einem Gegenstand hast du z.B. +1 Level, d.h. 4/4.

    Ändert aber nichts an meiner Aussage, dass man keine anderen Waffen findet bei den Bossen ... man findet natürlich nur Verbesserung für seine eigenen, "legendären Waffen".
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