Wer Echtzeit-Strategie im Z-Stil erwartet hat, wird überrascht.
Hinter Hecken vor neugierigen Blicken verborgen wartet die Artillerie darauf, dass ein Offizier Ziele auskundschaftet.
Zwar spielt sich World War 2: Frontline Command stellenweise ähnlich temporeich wie die beiden Z-Teile, insgesamt ähnelt das neueste Werk der Bitmap Brothers aber eher Blitzkrieg und Sudden Strike als den Quasi-Vorgängern. Will heißen: Mit einer Handvoll Soldaten, Panzer und Geschütze müssen Sie im Zweiten Weltkrieg Brücken in die Luft jagen, Dörfer besetzen und Flugplätze erobern. Neue Truppen rekrutieren fällt mangels Aufbau-Teil flach und Nachschub gibt es nur selten, weshalb vorsichtiges Vorrücken angesagt ist.
Ähnlich wie bei Blitzkrieg übernehmen Offiziere mit Ferngläsern die Aufklärung und markieren Ziele für die Artillerie. Allerdings verhält sich der Computergegner wesentlich aggressiver als beim Genrekollegen und startet öfter mal Gegenangriffe, was immer wieder für neue Herausforderungen sorgt. Je nach Schwierigkeitsgrad erwarten Sie zwölf oder 20 Missionen. Wenn Sie sich für die längere und sehr viel schwerere Veteranen-Kampagne entscheiden, beeinflusst Ihr Abschneiden die folgenden Schlachten. Falls Sie etwa eine als Sekundärziel gekennzeichnete Flak nicht ausschalten, verhindert die später vielleicht Nachschublieferungen aus der Luft. Wem Blitzkrieg zu langsam war, sollte Frontline Command eine Chance geben.
