Witchfire im Early-Access-Check: Schwer schön und schön schwer
Lohnt sich das neue Dark-Fantasy-Roguelite von den Machern des Hits The Vanishing of Ethan Carter bereits im Early-Access?
Run, Preyer, Run!
Jede Expedition sieht anders aus. Zunächst besteht jedes Mal die Chance, an einem anderen Ort auf der Karte zu starten. Unser erster Blick fällt daher direkt auf die Map und wir verschaffen uns einen Überblick über die stetig wechselnde Verteilung der Gegner und Munitionstruhen. Bei jedem Run finden wir zufällig platzierte Schätze, die wir mit bereits gesammelten Witchfire von ihrem Fluch befreien können. Nehmen wir sie einfach so auf, gehen wir das Risiko ein, selbst verflucht zu werden. Damit ziehen wir die Wut der Hexe auf uns und wir dürfen gegen eine ihrer heraufbeschworenen Katastrophen ankämpfen. Zudem können wir auf normale Vorratskisten treffen. Hierfür brauchen wir aber immer erst einen Schlüssel, den die getöteten Gegner randomisiert fallen lassen können. Haben wir ein Areal von den Untoten befreit, können wir einen großen Kristall namens Deus Vult einsammeln, der uns eine Menge an Witchfire hinterlässt.
Gleichzeitig schalten wir zufällige Arcanas frei, die uns mit leichten Verstärkungen den weiteren Spielverlauf erleichtern. Wir erhalten beispielsweise einen Boost, der unsere Waffen oder Zaubersprüche verbessert. Wenn wir mit der angezeigten Auswahl unzufrieden sind, können wir einen Reroll durchführen. Der kostet uns aber Federn, die wir aus manchen Vorratskisten bekommen.
Quelle: The Astronauts
Mit jedem niedergestrecktem Feind häufen wir Ausdauer an und gelangen in einen fokussierten Zustand, in dem wir mehr Schaden zufügen. Dieser wird jedoch unterbrochen, sobald wir Schaden nehmen. Mit Sidestep, Dash und Doppelsprung gibt uns Witchfire die nötigen Movement-Fähigkeiten, um genau das zu verhindern.
Zudem erlernen wir eine Reihe an Zaubersprüchen. Die Elementarmagie interagiert mit unserer Umgebung und den Waffen. Wir können beispielsweise Gegner, die im Wasser stehen, unter Strom setzen oder eingefrorene Feinde zerschlagen. Bereits erhaltene Zauber können verbessert und weiterentwickelt werden.
Sind wir lange Zeit nicht gestorben, bekommt die Hexe auf ihrem Berg Wind davon. Dann sehen wir uns schon bald mit ihren sogenannten Calamities konfrontiert. Bei diesem anspruchsvollen Event stürmen uns Horden der Witch-Vasallen entgegen und wir werden von Totenköpfen beschossen. Schaffen wir es diesen Schwall an Gegnern aufzuhalten, können wir für kurze Zeit ein Portal zu unserer Basis öffnen. Dort können wir uns schnell erholen oder sogar aufleveln.
Generell gleicht sich die Welt in Witchfire an unsere Stärke an. Mit jedem Run warten daher oft neue, bessere und noch zahlreichere Gegner auf uns. Passen wir nicht gut genug auf, sorgen sogar die konsumierbaren Pilze auf der Map dafür, dass wir sterben. Einzige Zufluchtsorte: die Basis oder das Menü, in dem zum Glück auch das Spiel pausiert wird.
Wir sehen nur noch rot
Nicht nur das allgemeine Gameplay, sondern auch viele andere Aspekte in Witchfire geben uns das Gefühl, in der Welt der Hexe nicht erwünscht zu sein. Die allgegenwärtige Farbe im Spiel ist rot. Wir finden es in der Luft als Funken, im Himmel als Dunst über der Landschaft, in Form von Witchfire, in und an zahlreichen Items und Truhen sowie in den Augen unserer Gegner.
Diese Tatsache verleiht dem Game definitiv einen Hauch von Horror. Die allgegenwärtige Signalfarbe suggeriert uns förmlich das Böse um uns herum und die dynamische Hintergrundmusik unterstreicht dieses Gefühl noch zusätzlich. Wenn zum Beispiel die Phantomarmeen auf uns zustürmen, wird das musikalische Ambiente zunehmend lauter und imposanter, sodass auch unsere Feinde zugleich viel bedrohlicher wirken.
Quelle: The Astronauts
Denen begegnen wir jedoch gerne mit unseren wuchtig klingenden Waffen. Vor allem der von Anfang an ausgerüstete Revolver hat richtig Wumms hinter seinem Lauf. Die anderen Geschosse, wie zum Beispiel die Mini-Rifle oder die Shotgun überzeugen uns mit ihren Sounds ebenfalls. Die Ohren von Shooter-Fans sollten also vollends auf ihre Kosten kommen.
Alles in Allem fühlen wir uns in Witchfire dennoch sehr wohl. Wir sind von dem wunderschönen Leveldesign in atemberaubender Grafik, schlichtweg beeindruckt. Das wohlklingende Orchester, das wir auch außerhalb der Kampfsituationen auf die Ohren bekommen, erinnert uns an die stimmige Musik der Souls-Reihe. Und der Horror in der Luft verschafft uns die genau richtige Menge an Nervenkitzel.

Bisher hat mich das Spiel inspiriert. Die Welt ist schön düster und graphisch ansprechend gestaltet. Die Gegner sehen angsteinflößend aus. Das Sounddesign klingt auch schön soulslike. Da schon Remnant einen tollen Mix aus Genres richtig gut umgesetzt hat, freue ich mich schon sehr auf Witchfire (das Game ist bereits gekauft, jedoch konnte ich bisher selbst noch nicht reinschauen - verschiedene Kritiken und Videos sehen aber echt gut aus,bin sehr gespannt!)