Witchfire im Early-Access-Check: Schwer schön und schön schwer

3
Special Maren Wicher - Autorin Stefan Wilhelm - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Witchfire im Early-Access-Check: Schwer schön und schön schwer
Quelle: The Astronauts

Dark Souls trifft Shooter: Lohnt sich das knallharte Dark-Fantasy-Roguelite von den Machern des Hits The Vanishing of Ethan Carter bereits im Early Access? 

Shooten und Looten. Sterben und besser werden. Doom trifft auf Dark Souls. Das neue Roguelite von The Astronauts gibt es seit dem 20. September im spielbaren Early Access für den PC. Das Indie-Studio aus Warschau schlägt damit erstmalig einen anderen Weg ein als sonst. Bei ihren bisherigen Projekten Painkiller, Bulletstorm oder The Vanishing of Ethan Carter folgten die Entwickler noch einem klassischen Prozess. Bei ihrem neuen Titel Witchfire soll sich dies nun ändern.

Der vielversprechende Ego-Shooter im Dark-Fantasy-Setting ist bereits seit sieben Jahren in der Entstehung und soll nun für circa ein Jahr im Early Access spielbar sein. Durch dieses großangelegte Playtesting soll das bestmögliche Game für den finalen Release garantiert werden. Nach dieser einjährigen Testphase soll Witchfire dann nämlich nicht mehr länger nur exklusiv im Epic Games Store verfügbar sein, sondern auch auf Steam und für Konsolen erscheinen. Wir verraten euch hier jetzt schon, wie viel Spaß uns das Roguelite bereitet und ob sich das Ganze bereits im Early Access lohnt. Und für einen visuellen Einblick in das Gameplay von Witchfire, könnt ihr unser Video dazu ansehen:

Aufgepasst: Saurons Schwester lebt! 

In Witchfire kommen wir in eine Dark-Fantasy-Welt, in der ein Krieg zwischen Hexen und der Kirche wütet. Der Vatikan benutzt verbotene heidnische Magie, um willige Sünder in unsterbliche Hexenjäger, die sogenannten Preyers, zu verwandeln. Wir sind einer davon und bewaffnet mit mächtigen Zaubersprüchen und furchterregenden Schusswaffen werden wir in das Gebiet der berüchtigten Hexe des Schwarzen Meeres gesandt.  

Unsere Mission ist es, ein seit Jahrhunderten verlorenes Artefakt zu bergen, um den Krieg zu beenden. Dafür müssen wir die Phantomarmee der Witch zerstören und sie in die Knie zwingen. Sie haust zurückgezogen auf einem Berg und sieht auf alle Gebiete hinab. Mit ihren Kräften kontrolliert sie nicht nur leblose Untertanen, sondern sorgt auch für zahlreiche Katastrophen und platziert Fallen im Land, die uns das Leben im Spiel schwermachen.  

Ein Dorfareal mit Gegnern in der Welt von Witchfire. Quelle: The Astronauts Ähnlich wie in den Souls-Titeln wird uns die Story in diesem Spiel ausnahmslos über viele kleine Details vermittelt. Durch Item-Beschreibungen oder versteckte Hinweise hier und da finden wir nach und nach heraus, was in Witchfire überhaupt vor sich geht. Die vielen einzelnen Details lassen sich am Ende wie Puzzlestücke zu einem großen Ganzen zusammensetzen. 

Wer aber eher nur Lust auf die RPG-Shooter-Erfahrung hat, der kann diesem integrierten Storytelling sehr einfach aus dem Weg gehen. Es gibt nach dem Intro nämlich keinerlei eingebaute Cut-Scenes in Witchfire und viele NPCs sollen wir laut den Entwicklern auch nicht erwarten.

Roguelite, Soulslike, (Looter) Shooter - ein Spiel, viele Genres

Wie wir bereits wissen, ist Witchfire ein herausfordernder Ego-Shooter mit Rollenspiel-, Roguelite- und Soulslike-Elementen. Klassisch für das Gameplay dieser Genres ist es, dass wir nach jedem gescheiterten Run alles oder zumindest sehr viel von dem verlieren, was wir uns gerade noch hart erkämpft haben.  

Das sogenannte Witchfire, das durch unseren Körper fließt, verleiht uns als Preyer die arkane Kraft, um Zaubersprüche zu wirken. Als wir im Gebiet der Hexe ankommen, ist nur noch sehr wenig davon in uns vorhanden und wir müssen erst wieder unsere vollständige Stärke erlangen. Das gelingt am besten, indem wir uns auf jeder neuen Expedition durch die Vasallen der Witch kämpfen und deren freigesetztes Witchfire in uns aufnehmen. 

Aber in dieser Spielwelt ist alles darauf aus, uns zu töten. Im ganzen Gebiet sind Feinde unterschiedlicher Stärken verteilt, Schatztruhen entpuppen sich als tödliche Fallen und gefährliche Vorrichtungen verstecken sich an uneinsichtigen Stellen. Manchmal führen uns sogar zunächst nett wirkende Geister dann doch noch auf die falsche Fährte. Verschwenden wir Munition oder achten nicht auf unsere Ausdauer, erwartet uns der Tod. 

Ein Artwork von einem Ghoul aus Witchfire. Quelle: The Astronauts Nur wenige Items verbleiben nach dem Ableben noch in unserem Inventar. Dazu zählen zum Beispiel die Schätze, die wir in der Spielwelt zufällig auffinden. Sie bringen uns Gold ein, mit dem wir im Workshop in unserer Basis einen kleinen Forschungs-Boost für neue Waffen oder Zaubersprüche erkaufen können.  

Ähnlich wie in den Souls-Titeln bleibt aber unsere wichtigste Errungenschaft, also das Witchfire, bei jedem Game Over am Ort unseres Todes liegen. Nur mit dieser Ressource können wir uns an einem Schrein in unserem Versteck hochleveln. Sterben wir also, haben wir erst einmal wieder einen klaren Nachteil. 

Um unser verlorenes Inventar und das Witchfire zurückzuerlangen, müssen wir erneut die Expedition starten und hoffen, dass wir es zu unseren Überbleibseln schaffen. Da die Gegner jedoch von Run zu Run ihre Position verändern und ebenfalls stärker werden, könnten wir Pech haben und auf dem Weg erneut sterben. 

3
    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Bonkic Mitglied
        Zitat von UltimateFRODO
        Die Begründung deiner Kritik klingt auch nicht gerade goldig, denn es gibt sie einfach nicht, du sagst einfach, dass das Spiel deiner Meinung nach furchtbar aussieht. Soetwas nützt dem Leser leider nicht viel, oder hast du das Forum hier als eine Art rote Couch genutzt:)
        ich will das gerne weiter ausführen: rogue-lite, souls-like, loot-spirale, prozedural generierte levels, gegnerhorden sowie ein "deprimierend hoher schwierigkeitsgrad" - alles dinge, um die ich in aller regel einen seeehr weiten bogen mache. deshalb mein knappes fazit: furchtbar. natürlich nur für mich. wer auf so was steht, wird mit witchfire vielleicht glücklich. aber für mich isses (leider) gar nix. :)
      • Von Bonkic Mitglied
        Zitat von UltimateFRODO
        Die Begründung deiner Kritik klingt auch nicht gerade goldig, denn es gibt sie einfach nicht, du sagst einfach, dass das Spiel deiner Meinung nach furchtbar aussieht. Soetwas nützt dem Leser leider nicht viel, oder hast du das Forum hier als eine Art rote Couch genutzt:)
        ich will das gerne weiter ausführen: rogue-lite, souls-like, loot-spirale, prozedural generierte levels, gegnerhorden sowie ein "deprimierend hoher schwierigkeitsgrad" - alles dinge, um die ich in aller regel einen seeehr weiten bogen mache. deshalb mein knappes fazit: furchtbar. natürlich nur für mich. wer auf so was steht, wird mit witchfire vielleicht glücklich. aber für mich isses (leider) gar nix. :)
      • Von UltimateFRODO Stille/r Leser/in
        Zitat von Bonkic
        klingt leider alles ziemlich furchtbar. ich verzichte. ?
        Die Begründung deiner Kritik klingt auch nicht gerade goldig, denn es gibt sie einfach nicht, du sagst einfach, dass das Spiel deiner Meinung nach furchtbar aussieht. Soetwas nützt dem Leser leider nicht viel, oder hast du das Forum hier als eine Art rote Couch genutzt:)

        Bisher hat mich das Spiel inspiriert. Die Welt ist schön düster und graphisch ansprechend gestaltet. Die Gegner sehen angsteinflößend aus. Das Sounddesign klingt auch schön soulslike. Da schon Remnant einen tollen Mix aus Genres richtig gut umgesetzt hat, freue ich mich schon sehr auf Witchfire (das Game ist bereits gekauft, jedoch konnte ich bisher selbst noch nicht reinschauen - verschiedene Kritiken und Videos sehen aber echt gut aus,bin sehr gespannt!)
      • Von Bonkic Mitglied
        klingt leider alles ziemlich furchtbar. ich verzichte. ?
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk