Cameron Crowes neuester Film trägt nicht eindeutig seine Handschrift, ist aber Hollywood-Wohlfühlkino für die ganze Familie.
Benjamin Mee (Matt Damon) drückt nach dem Tod seiner geliebten Frau die Reset-Taste: Er kündigt seinen Job und macht sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause für sich und seine beiden Kinder. Eine klare Vorstellung, wie sein zukünftiges Leben aussehen soll,
Quelle: Fox
hat der Witwer nicht. Nur eines weiß er sehr genau: Es soll ein kompletter Neuanfang sein. Und so landet Benjamin bei einem Makler, der ihm ein ganz besonderes Objekt offeriert - einen Zoo mit allem Drum und Dran. Weil sich Tochter Rosie sofort in die tierischen Mitbewohner verliebt, stürzt sich der Familienvater Hals über Kopf in das Abenteuer seines Lebens. Zusammen mit der Tierpflegerin Kelly (Scarlett Johansson) und einem Miniteam von Idealisten will Benjamin den heruntergekommenen Tierpark auf Vordermann bringen und zeitnah wiedereröffnen. Sein Sohn Dylan und sein Bruder Duncan glauben allerdings, dass das Ganze eine Schnapsidee ist. Kann der Zoodirektor in spe die beiden vom Gegenteil überzeugen?
Quelle: Fox
Regisseur Cameron Crowe hat bisher für jeden seiner Filme das Drehbuch alleine geschrieben und ihnen damit seinen ganz eigenen Stempel aufgedrückt. Diesmal holte er sich eine Co-Autorin dazu und setzt mit seinen Hauptdarstellern Matt Damon und Scarlett Johansson auf Superstarpower. Vielleicht ist das der Grund, weshalb sein neuester Film austauschbarer erscheint als die Vorgänger. Denn auch wenn die Chemie zwischen den beiden Hollywood-Schauspielern stimmt und die eher biedere Familiengeschichte davon profitiert, reicht Wir kaufen einen Zoo, was Dialogwitz und Figurenzeichnung angeht, nicht an schillernde Kinoperlen wie Almost Famous oder Elizabethtown heran. Trotzdem hat die tragikomische Verfilmung der Memoiren des echten Benjamin Mee einen gewissen Charme und ziemlich viel Herz - vor allem die besonders schöne Schlussszene.
(ee)
