Wars and Warriors: Jeanne d´Arc

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Der Duke von Alencon schwenkt eine riesige Hellebarde, deren Reichweite im Kampf sehr nützlich ist. Der Duke von Alencon schwenkt eine riesige Hellebarde, deren Reichweite im Kampf sehr nützlich ist. Ab Mission 5 bewirkt ein Druck auf die F2-Taste den Szenenwechsel. Die Kamera hebt ab und platziert sich über dem Geschehen: Willkommen in Jeanne d'Arc, dem Echtzeit-Strategiespiel! Ab jetzt ziehen Sie mit der Maus Rahmen um Einheiten, geben Kommandos wie "Angriff" oder "Stellung halten" und holen sich in Städten Verstärkung. Dort marschiert Johanna in Ausbildungsstätten, woraufhin ein neuer Bildschirm erscheint: Hier erstehen Sie Kämpfer sowie Bogen- und Armbrustschützen gegen Gold. Ihre Führungsqualitäten bestimmen, wie viele Unterstützer Sie maximal um sich scharen. An die nötigen Zahlungsmittel gelangen Sie nicht durch Ressourcenabbau, stattdessen lassen besiegte Opponenten regelmäßig ihr Portemonnaie fallen. Als Echtzeit-Strategiespiel ist Jeanne d'Arc um zwei Klassen schlechter. Die Einheiten kriechen im Schneckentempo übers 3D-Terrain und versagen regelmäßig, wenn sie mehr als eine Abzweigung nehmen sollen. Die Wegfindung muss noch um einiges besser werden. Etwas seltsam ist auch, dass sich die meisten Kämpfe im Spiel einfacher schlagen lassen, wenn man auf eigene Faust loszieht und die Armee hinten warten lässt, bis man fertig ist. Glücklicherweise zwingt man Sie nur selten zur Echtzeit-Strategie; etwa wenn Sie am gut bewachten Burgtor des Gegners anklopfen und Pfeile von den Zinnen prasseln. Den Rest - englische Camps aushebeln, vermisste Stadtbewohner befreien oder Geleitschutz geben - erledigen Sie besser als Einzelgänger.

Zu viel des Guten

Bogenschützen stellen eine Gefahr dar, vor allem wenn sie von erhöhter Position aus angreifen. Wir machen dem ein Ende. Bogenschützen stellen eine Gefahr dar, vor allem wenn sie von erhöhter Position aus angreifen. Wir machen dem ein Ende. Besiegte Gegner bringen Erfahrungspunkte - genau wie in einem Rollenspiel. Nach einem Stufenanstieg verteilen Sie Punkte auf Fähigkeiten wie Stärke, Verteidigung oder Führungsqualitäten. Sie lernen auch neue Kampfkniffe und verbessern bereits vorhandene. Doch Level-ups verkommen schnell zur Routine. Die Attacken gewinnen zwar an Stärke und die Schlagabfolgen werden länger, aber sämtliche Techniken haben den Wiedererkennungswert eines Grashalms. Am Ende verteilen Sie die Punkte mit schlafwandlerischer Sicherheit, weil ohnehin nur eine Spezialisierung infrage kommt - alles andere wäre Verschwendung.
Abseits der Wege finden Sie gelegentlich Truhen, in denen Edelsteine, Amulette oder Nahrungsmittel liegen. Letztere dienen zur Energieauffrischung und sind komfortabel per Hotkey im Kampf einsetzbar. Schmuckstücke legen Sie im Inventar Ihrer Heldin ab, um Charakterwerte zu pushen: mehr Stärke, mehr Verteidigung - man kennt das ja. Doch die Linearität des Spiels würgt die Rollenspiel-Elemente, bis ihnen die Luft wegbleibt. Alles geschieht im regelmäßigen Rhythmus: Wenn Sie besser werden, werden die Gegner auch besser. Zuletzt stellt man enttäuscht fest, dass dieser Teil des Spiels eher Ballast als Spaß ist, weil kaum Raum zum Ausprobieren bleibt. Eine Alibi-Funktion haben auch die Händler: In den Dörfern besuchen Sie Schmieden und Bäckereien, um Ihren Vorrat an Waffen, Pfeilen und Nahrung aufzustocken. Doch weil Ihr Rucksack ohnehin stets bis zum Bersten voll ist, sind die NPCs eher überflüssig. Man wird während des Spielens das Gefühl nicht los, dass viele Features nur vorhanden sind, damit sie eben da sind - nützlich oder nicht. Hätten die Entwickler stärker am Fundament des Spiels gefeilt, statt tonnenweise Inhalte aufeinander zu stapeln, wäre das der bessere Weg gewesen.

Wertung zu Wars and Warriors: Jeanne D'Arc (PC)

Wertung:

7.0 /10

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