Wars and Warriors: Jeanne d´Arc

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Für jeden erledigten Gegner hagelt es Erfahrungspunkte: Am rechten Bildschirmrand erfahren auch Kurzsichtige, wie hoch die Belohnung ist. Für jeden erledigten Gegner hagelt es Erfahrungspunkte: Am rechten Bildschirmrand erfahren auch Kurzsichtige, wie hoch die Belohnung ist. Es gibt Berufe auf dieser Welt, die gelten gemeinhin als Männersache: Baggerfahrer und Lokführer zum Beispiel, aber auch Soldat. Zur Zeit des Hundertjährigen Krieges stellte eine Frau die Rollenverteilung auf den Kopf: Johanna von Orléans zwängte sich in eine Rüstung und zog, von göttlichen Stimmen getrieben, in Schlachten gegen Engländer. Das macht sie knapp 600 Jahre später auch im dazugehörigen Computerspiel, aber auf handfeste Weise: Statt nur die Fahne zu schwenken, um den Truppen an der Front Mut zu machen, greift sie selber zur Waffe. Sie kämpft mit Schwert, Bogen und Combo-Angriffen gegen die Besetzer Frankreichs, ermöglicht die Krönung von Karl VII. und steht zuletzt vor den Toren von Paris. In Wirklichkeit war die fromme Johanna ein knabenhaftes Mädchen mit Topfschnitt-Frisur. In Jeanne d'Arc trägt sie einen verzierten Kettenpanzer, der ihr Dekolleté betont, und auf ihrem Gesicht prangt eine scheinbar zwei Zentimeter dicke Make-up-Schicht. Ihr meterlanges Haar, zum Zopf zusammengebunden, möchte sagen: Lara, ich wäre gerne so wie du. Es ginge also zu weit, das Spiel als historisch korrekt zu bezeichnen. Die Missionen selber sind jedoch fest mit geschichtlichen Hintergründen verknüpft und decken vor allem die Sternstunden Jeanne d'Arcs ab: Auf acht teilweise recht großen Karten verlieren Sie keine einzige Schlacht gegen die Engländer.

Eine Frau räumt auf

Insgesamt steuern Sie bis zu fünf Helden. La Hire ist einer von ihnen – und gleichzeitig der durchschlagskräftigste. Insgesamt steuern Sie bis zu fünf Helden. La Hire ist einer von ihnen – und gleichzeitig der durchschlagskräftigste. In der ersten Spielhälfte setzt Jeanne d'Arc den Schwerpunkt auf Action, wie man sie auch von Enclave oder Die Rückkehr des Königs her kennt. Mit den WASD-Tasten schicken Sie Johanna aus der Verfolgerperspektive über die bunte 3D-Landschaft. Die Minikarte gibt Auskunft über Laufwege und Ziele. Regelmäßig kommen Feinde hinter Hügeln hervor, die Sie mit der Maus niederklicken. Auf Wunsch schalten Sie in die Ego-Perspektive inklusive Fadenkreuz - so funktioniert der Einsatz mit Pfeil und Bogen sowie der Armbrust. Ein Energiebalken verrät, ob Sie gerade genügend Saft für eine Spezialattacke intus haben. Dann glüht die Klinge Ihrer Heldin blau und Gegner fallen bei Berührung um wie Dominosteine. Das verschafft Ihnen Zeit, um wichtigen Abstand zu gewinnen. Jeder niedergeschlagene Feind bewirkt, dass sich der Energiebalken für Spezialangriffe wieder auffüllt. Deshalb laufen die Schlachten meist folgendermaßen ab: Sie stürzen sich wie ein Selbstmörder hinein ins Getümmel, verballern sämtliche Moves und trippeln dann wieder zurück. In neun von zehn Fällen geht dabei ein Engländer drauf - und Sie tanken dadurch neue Kraft, um das gleiche Spiel zu wiederholen. Mehr Taktik brauchen Sie nicht, denn bis zum Schluss gibt es nur zwei Gegnertypen: Nahkämpfer und Bogenschützen. Beide enden meist als Kanonenfutter, sobald man den Dreh raus hat. Die Gefechte gleichen überwiegend der Massenschlacht aus Matrix 2: So wie Neo gegen Zighunderte von Smiths kämpfte, räumt Johanna mit den mengenmäßig weit überlegenen Engländern auf.

Echtzeit aus der Vogelperspektive

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