War Hospital in der Gamescom-Vorschau: Seite 2

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War Hospital in der Gamescom-Vorschau: Seite 2
Quelle: Nacon

Während es in den meisten Aufbau- und Strategiespielen darum geht, durch kluge Planung einen Gegner zu übertrumpfen, verfolgt das Studio Brave Lamb mit War Hospital einen interessanten, anderen Ansatz: In der Rolle eines britischen Kommandanten verwaltet ihr ein Krankenhaus direkt neben der Westfront im Ersten Weltkrieg. Dabei entscheidet ihr nicht, mit welchem Trupp ihr den Feind angreift, sondern welcher Soldat operiert wird und für wen jede Hilfe zu spät ist.

Wer nämlich Frau und Kinder zu Hause hat, freut sich vermutlich schon, das Krankenhaus überhaupt lebendig zu verlassen, aber fürs große Ganze ist vielleicht der junge Soldat wichtiger, der voll aufgepäppelt euer Dorf verteidigen kann. Als Beispiel wurde eine Situation gezeigt, in der ihr einem Patienten das Bein amputieren sollt, um seine Überlebenschancen zu erhöhen. In einer riskanten und für den Arzt stressigen Operation, versteht sich, und die Entscheidung selbst müsst ihr unter Zeitdruck treffen.

Selbst, wenn die Prozedur gelingt: Zu eurem Schutz kann der einbeinige Soldat nicht mehr beitragen. Weiter erhöht wird die Spannung dann noch durch zufällige und vorgegebene Events, die ihre eigenen Chancen und Risiken mit sich bringen. So soll es etwa eine Situation geben, in der der Zug, der Patienten und Ressourcen anliefert, in der Nähe eures Dorfes entgleist.

Fokus aufs Wesentliche

War Hospital verpackt dieses Gameplay in eine Story-Kampagne mit drei Akten, die sich über den Sommer, den Herbst und den Winter des Jahres 1918 erstrecken. Schafft ihr es, bis zum Ende des Kriegs durchzuhalten, gewinnt ihr das Spiel. Wenn nicht, dürft ihr euch einen von mehreren Rücksetzpunkten aussuchen und einen neuen Versuch starten.

Die Bedienung des Spiels soll dabei möglichst unkompliziert sein, sodass auch Management-Einsteiger leicht ins Gameplay kommen. Bei der Gestaltung der Benutzeroberfläche legen die Entwickler, neben der Bedienbarkeit, großen Wert auf Immersion. Für unterschiedliche Aufgaben schwenkt die Kamera deswegen direkt in die Gebäude, wo ihr dann etwa am dunklen Schreibtisch eure Patientenakten sortiert.
War Hospital in der Gamescom-Vorschau: Moralische Grauzonen im Ersten Weltkrieg (2) Quelle: Nacon War Hospital in der Gamescom-Vorschau: Moralische Grauzonen im Ersten Weltkrieg (2) Auch, wenn wir noch nicht selbst ran durften: War Hospital sieht zwar angemessen komplex, aber gleichzeitig überschaubar aus. Die Anzahl der Systeme, die ihr gleichzeitig im Blick behalten müsst, wirkt kompakt, die Menüs schnell verstanden, die Ressourcen übersichtlich. Ein hoch kompliziertes Strategiespiel Marke Paradox solltet ihr also nicht erwarten, was bei dem eher intimen, emotionalen Szenario aber klar die richtige Entscheidung ist.

Meinung

In diesem Zug erwähnten die Entwickler außerdem, dass das Spiel neben dem PC auch auf PS5 und Xbox Series erscheinen und eine Controllersteuerung mit angepassten Menüs bieten wird. Wann wir uns selbst in die moralische Grauzone stürzen dürfen, konnten die Entwickler aber noch nicht verraten. Sie rechnen aber damit, den Erscheinungstermin in den nächsten Monaten bekannt geben zu können.

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Zitat

        Wer nämlich Frau und Kinder zu Hause hat, freut sich vermutlich schon, das Krankenhaus überhaupt lebendig zu verlassen, aber fürs große Ganze ist vielleicht der junge Soldat wichtiger, der voll aufgepäppelt euer Dorf verteidigen kann. Als Beispiel wurde eine Situation gezeigt, in der ihr einem Patienten das Bein amputieren sollt, um seine Überlebenschancen zu erhöhen. In einer riskanten und für den Arzt stressigen Operation, versteht sich, und die Entscheidung selbst müsst ihr unter Zeitdruck treffen.

        Selbst, wenn die Prozedur gelingt: Zu eurem Schutz kann der einbeinige Soldat nicht mehr beitragen.
        Ja, aber wenn der Soldat dann stirbt, weil man ihm das Bein nicht abnimmt, kann er wohl auch nichts mehr zum Schutz des Dorfs beitragen, nicht wahr? Gerade im Krieg würde ich annehmen, dass man als Spieler dazu tendieren wird, die zu retten, die man noch retten kann. Man kann einen schwer verwundeten Soldaten mit Tonnenweisen Blutspenden retten, damit er vielleicht überlebt, aber mit der selben Menge Blut auch 5 andere Soldaten, die nur leichte Verletzungen haben. Im Krieg wird demnach immer die Entscheidung im Sinne des großen Ganzen und nicht auf die Einzelperson getroffen, oder?

        Irgendwie war's mir auch klar, dass man sich hier wieder nicht mit dem selben Thema auf deutschen (Krankenhaus)Boden traut, wobei man zumindest argumentieren kann, dass die Deutschen an der Westfront des ersten Weltkriegs eher nicht in Gefahr liefen, dass sie hinter die Landesgrenzen zurück geschlagen werden würden.
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Zitat

        Wer nämlich Frau und Kinder zu Hause hat, freut sich vermutlich schon, das Krankenhaus überhaupt lebendig zu verlassen, aber fürs große Ganze ist vielleicht der junge Soldat wichtiger, der voll aufgepäppelt euer Dorf verteidigen kann. Als Beispiel wurde eine Situation gezeigt, in der ihr einem Patienten das Bein amputieren sollt, um seine Überlebenschancen zu erhöhen. In einer riskanten und für den Arzt stressigen Operation, versteht sich, und die Entscheidung selbst müsst ihr unter Zeitdruck treffen.

        Selbst, wenn die Prozedur gelingt: Zu eurem Schutz kann der einbeinige Soldat nicht mehr beitragen.
        Ja, aber wenn der Soldat dann stirbt, weil man ihm das Bein nicht abnimmt, kann er wohl auch nichts mehr zum Schutz des Dorfs beitragen, nicht wahr? Gerade im Krieg würde ich annehmen, dass man als Spieler dazu tendieren wird, die zu retten, die man noch retten kann. Man kann einen schwer verwundeten Soldaten mit Tonnenweisen Blutspenden retten, damit er vielleicht überlebt, aber mit der selben Menge Blut auch 5 andere Soldaten, die nur leichte Verletzungen haben. Im Krieg wird demnach immer die Entscheidung im Sinne des großen Ganzen und nicht auf die Einzelperson getroffen, oder?

        Irgendwie war's mir auch klar, dass man sich hier wieder nicht mit dem selben Thema auf deutschen (Krankenhaus)Boden traut, wobei man zumindest argumentieren kann, dass die Deutschen an der Westfront des ersten Weltkriegs eher nicht in Gefahr liefen, dass sie hinter die Landesgrenzen zurück geschlagen werden würden.
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