WWE 2K22: Geglücktes Comeback oder erneute Katastrophe? - Seite 3
In unserem Test zu WWE 2K22 erfahrt ihr, warum das Wrestlingspiel zwar Spaß macht und technisch stabil ist, aber trotzdem nicht ganz überzeugen kann.
Am grundsätzlichen Gameplay des Modus hat sich also seit 2008 nichts geändert, aber es wurden einige Details ausgebaut und abgewandelt, die sich mal positiv, mal negativ auf den Modus auswirken. Kommen wir erstmal zum Positiven: Hatte man früher Halle, Crew und Co. vorgegeben und kümmerte sich hauptsächlich um das Wrestler-Management, muss man nun auf viel mehr Dinge achten. Das Ziel ist es stets, eine bessere Show abzuliefern als die Konkurrenz, und hier kommt es eben nicht nur auf die Matches, sondern auch auf die Produktion an. Gebt ihr beispielsweise Geld für Pyrotechnik und Backstage-Crew aus und mietet eine imposantere Arena als den Geräteschuppen in Wanne-Eickel, hat das natürlich auch Auswirkungen auf die Qualität der Show. Man muss also noch mehr mit dem Budget haushalten und einschätzen, ob die aufgestellte Match-Card die höheren Ausgaben bei der Produktion rechtfertigt.
Schließlich braucht man ja auch noch Kohle für die Wrestler im Roster, um auslaufende Kurzzeit-Verträge zu verlängern, um Legenden zu engagieren, oder um Matches mit Stipulations wie Extreme Rules oder Hell in a Cell anzusetzen. Doch auch hier muss man aufpassen, denn spektakuläre Match-Arten kosten die teilnehmenden Wrestler viel Ausdauer. Bei niedriger Ausdauer verletzen sie sich schneller oder beschweren sich und deren Moral sinkt. Das wirkt sich dann wiederum auf die Match-Qualität aus.
In diesem Artikel
- Seite 1 WWE 2K22: Geglücktes Comeback oder erneute Katastrophe? - Seite 1
- Seite 2 WWE 2K22: Geglücktes Comeback oder erneute Katastrophe? - Seite 2
- Seite 3 WWE 2K22: Geglücktes Comeback oder erneute Katastrophe? - Seite 3
- Seite 4 WWE 2K22: Geglücktes Comeback oder erneute Katastrophe? - Seite 4
- Seite 5 Bildergalerie
Quelle: PC Games
Der GM-Modus ist ein nettes kleines Management-Spiel, lässt aber viel Potenzial liegen.
Interessant ist zudem, dass nun sogenannte Machtkarten ins Spiel kommen. Startet man den GM-Modus, entscheidet man sich zwischen fünf bekannten WWE-Persönlichkeiten als General Manager. Auch einen eigenen GM darf man erstellen. Jeder GM hat unterschiedliche Machtkarten. So darf man als Stephanie McMahon beispielsweise eine Karte setzen, die dafür sorgt, dass die Konkurrenz in der nächsten Woche drei Wrestler nicht einsetzen kann. Andere GMs heben die Moral des Rosters, steigern die Popularität eines Superstars oder sind besonders geschickt darin, mit Legenden Verträge auszuhandeln.
Diese Machtkarten darf man natürlich nicht jede Woche einsetzen, aber dafür bekommt man immer neue Karten, wenn man Ziele erfüllt. So verlangt Triple H zum Beispiel, ein Titel-Match anzusetzen, einen bestimmten Wrestler im Main Event zu bringen oder gar einen Superstar nicht in der Show einzusetzen.
Macht man das, bekommt man von Triple H eine Karte, die beispielsweise dafür sorgt, dass man diese Woche keine Hallenmiete zahlen muss, oder dass die Ausdauer eines Wrestlers wieder aufgefüllt wird. Diese Kniffe lockern den Modus schön auf. Schließlich klickt man sich hier die meiste Zeit durch Menüs.
Der GM-Modus hat jedoch auch einige Schwächen, und die liegen tatsächlich bei den Match-Ansetzungen. Konnte man früher im GM-Modus noch Match-Cards mit einer realistischen Größe erstellen, darf man jetzt nur noch drei Kämpfe und zwei Promos ansetzen. Allein dadurch hat man nie das Gefühl, tatsächlich eine richtige Wrestling-Show zu booken. Vor allem auch, da man nicht den Sieger eines Kampfes bestimmen kann, wenn man das Match simuliert.
Zudem darf man Rivalitäten nicht mehr selbst festlegen. Die ergeben sich nun automatisch nach Match-Ansetzungen. Doch auch hier ist man arg limitiert, da man nur noch Eins-gegen-Eins- und Tag-Team-Kämpfe plus einiger Stipulationen auswählen darf. Triple Threats, 4-Ways, Six-Men-Tag-, ja nicht mal Mixed-Tag-Team-Matches sind möglich. Besonders doof ist auch, dass Match-Wertungen sich fast ausschließlich danach richten, welche Stile die Kontrahenten haben.
Riese und Cruiserweight passen beispielsweise super zueinander. Das Match Walter gegen Kofi Kingston kommt also garantiert gut bei den Zuschauern an. Walter gegen Brock Lesnar würde aber bei den virtuellen Zuschauern durchfallen, obwohl das in der Realität ein viel größeres Traum-Match ist. Dadurch bleibt der GM-Modus viel zu berechenbar und ist trotz auch guter Neuerungen nicht mehr so tiefgründig wie früher.
Quelle: PC Games
Auch mit der verbesserten Engine sehen lange Haare immer noch ziemlich schlimm aus.
Vermutlich wollte man hier Überschneidungen mit dem ähnlich aufgebauten Universum-Modus verhindern, in dem es ja hauptsächlich um das Booking von Matches und Rivalitäten geht. Allerdings ist es dann auch unverständlich, warum man die Modi nicht einfach zusammengelegt hat.
In NBA 2K kann man schließlich auch auswählen, ob man nur spielen, sich nur ums Management kümmern oder alles machen will. Der GM-Modus in WWE 2K22 ist durchaus ein netter Zeitvertreib, lässt aber enorm viel Potenzial liegen und könnte viel besser sein.
Quelle: PC Games
Manche Kämpfe wachsen zu geradezu epischen Schlachten heran, die eine ganz eigene Geschichte erzählen.
Mein eigenes Universum
Wo wir gerade schon beim Universum-Modus waren, bleiben wir doch auch direkt da. Hier hat sich eigentlich so gut wie gar nichts geändert. Man ist weiterhin Herrscher über das WWE-Universum, legt Shows fest, bestimmt Titelträger, Rivalitäten und Match-Ausgänge und kann sogar eigene Kreationen einbinden. Schließlich darf man auch in diesem Teil wieder eigene Wrestler, Arenen, Shows, Entrances und sogar Titelgürtel erstellen. Die WWE Championship ist euch nicht prestigeträchtig genug? Dann erschafft einfach eure eigene.
Das ist auch weiterhin alles echt cool, obwohl die Creation Suite ein wenig abgespeckt wurde. Diesmal fehlt nämlich der erweiterte Entrance-Editor. Dieser führte angeblich zu vielen Abstürzen beim Vorgängerspiel. Aber ihr merkt schon, ansonsten ist eigentlich alles beim Alten geblieben. Sogar die Zwischensequenzen für die kleinen Storys innerhalb der Rivalitäten sind noch dieselben. Uns sind jedenfalls noch keine neuen Cutscenes aufgefallen.
Weiter geht's auf Seite 4!

Also ich glaube diesem Teil werde ich wieder eine Chance geben. Sicher ist nicht alles gut, aber mir geht es vor allem auch um die Ringaction an sich. Und die hat diesmal wohl auch einen Schritt nach vorne gemacht. Die Macken aus den Vorgängern müsste man echt mal ausbessern. Grafisch gehts voll in Ordnung, gerade im Vergleich zu vorherigen Teilen. Und allein der/die Editor/en ist immer wieder eine Freude. Da kann man schon Stunden mit verbringen. Wenns dann hoffentlich möglichst Bugfrei läuft. Und die Performance beim laden graust mir.
Es war definitiv notwendig den 1 Jahres Zyklus wenigstens diesmal aufzugeben. Mehr Zeit um einige Features auszubauen und dem ganzen Story kram mehr Intensität zu verleihen würde wohl auch nicht Schaden. Aber alles in allem scheint es ein brauchbares Spiel zu sein. Doch bei den 2K Spielen warte ich erstmal länger auf einen Sale.
https://forum.buffed.de/styles/ctec/images/smilies/s063.gif
Mir persönlich gefällt es schon meine Stats zu verbessern und mich in immer höhere Sphären zu kämpfen, aber klar, dafür fehlt es dem Modus insgesamt an Abwechslung.
Ich denke, alles in allem ist die Wertung okay. Das Spiel solide bis gut genug um etliche Stunden Spielspaß dran zu haben. Beim nächsten Ableger sollte man aber dringend ne neuere Grafik-Engine nehmen. Die derzeitige ist anscheinend so überlastet, dass sie selbst bei der Kostümierungsvorschau Ladezeiten auf einer SSD Festplatte produziert, die mich an deren Funktionalität zweifeln lassen.
In einem Match musste ich sogar das Spiel komplett beenden, weil das Bild schwarz wurde und nur noch Sound zu hören war, sowie das Interface im Bild blieb.