Volt: Filmkritik zum düsteren Zukunfts-Drama mit Benno Fürmann
Im Deutschland der nahen Zukunft werden Flüchtlinge in Transitzonen gepfercht: Slums mit hoher Kriminalitätsrate. Das wird nicht besser durch das brutale Vorgehen der Polizei, die dort stetig mit Kampftrupps eindringt. Als der Bereitschaftspolizist Volt im Einsatz einen Farbigen tötet, verschweigt er dies gegenüber Vorgesetzten und Kollegen. Während sich die Stimmung im Lager aufgrund des Todesfalls immer mehr aufheizt, schleicht sich der von Schuldgefühlen geplagte Volt heimlich hinein und lernt dort die Schwester des Opfers kennen.
Auf wenige Schauplätze reduziertes, aber mit prominenter Besetzung aufwartendes Krimidrama. In der Darstellung einer gewalthaltigen Zukunft - von der wir so weit nicht entfernt scheinen - visionär, aber ohne den ganz großen Nachhall. Zwar wirken die Figuren authentisch, doch wäre die Darstellung der inneren Zerrissenheit der Hauptfigur auch angesichts der kurzen Laufzeit ausbaufähig gewesen.
Fazit
Ambitioniertes Schuld-und-Sühne-Drama im reduzierten Inszenierungsstil. Motivisch kratzt es jedoch nur an der Oberfläche.
