Victoria
Anfang des 19. Jahrhunderts dominiert noch Kleinstaaterei Europa.
Die Spiele von Paradox Entertainment kämpfen alle mit den gleichen drei Problemen: Sie sind unansehnlich, fehlerbehaftet und für Einsteiger kaum zu durchschauen. Das gilt für Victoria wie für die beiden Vorgänger Hearts of Iron und Europa Universalis 2 gleichermaßen. Wer sich trotzdem seinen Weg durch die verschlungenen Menüdschungel bahnt, wird mit einem hochkomplexen Strategiespiel belohnt, in dem es auch nach vielen Wochen noch neue Taktiken und Herausforderungen zu entdecken gibt. In den turbulenten Spieljahren zwischen 1835 und 1920 einen Kleinstaat wie Dänemark zur Großmacht zu erweitern oder ein Riesenreich wie Russland vor dem Zerfall zu bewahren, erfordert Können und Weitsicht - mehr als bei den entfernten Vorbildern Civilization und Imperialism. Da wollen Provinzen mit Fabriken und Bergwerken ausgebaut werden, die Reichtümer Afrikas und Asiens locken Kolonisten an und Militärbündnisse versprechen Sicherheit. Nebenbei vermittelt Victoria Wissen über Ereignisse und Persönlichkeiten jener Zeit. Allerdings würden sich wohl nicht nur Einsteiger ein Tutorial oder wenigstens ein umfassendes Handbuch wünschen.
