Verliebt in Berlin
Die treue Lisa schwärmt für ihren Chef David.
Nach Spielen zu TV-Serien wie Balko geht man mittlerweile vom Schlimmsten aus, wenn ein neues Adventure vergleichbaren Ursprungs erscheint. Wie gut, dass Entwickler Radon Labs uns beweist, dass es auch anders und vor allem besser geht! Verliebt in Berlin ist eine erfolgreiche TV-Schnulze, die den harten Büroalltag der jungen Lisa Plenske beschreibt.
Lisa ist Sekretärin bei der Modefirma Kerima Moda und obendrein schüchtern, schlecht gekleidet und recht unattraktiv. Zudem schwärmt sie für ihren Chef und wird von manchen Kollegen gemobbt. Kurzum: Die Arme hat es nicht leicht. Im Spiel zur Serie begleiten Sie Lisa in klassischer Adventure-Manier, führen Hotelbuchungen durch, überreden die Kollegen zur Mitarbeit, sorgen dafür, dass Termine eingehalten werden und kommen sogar einer Intrige auf die Schliche, die es natürlich aufzudecken gilt.
Sie steuern genretypisch mit der Maus: Gegenstände aufklauben, Multiple Choice-Gespräche führen und Notizen sammeln - das kennt man. Das Spiel kostet seine Lizenz aus, hat als Synchronsprecher sogar die Originalstimmen aus der TV-Serie. Sehr gut! Visuell zwar kein Meisterwerk, bietet Verliebt in Berlin immerhin sauber gerenderte Hintergründe und 3D-Charaktere. Das ist noch im grünen Bereich. Zu bemängeln sind allerdings die knappe Anzahl an Locations und die viel zu leichten Rätsel. Selbst Neulinge sind oft unterfordert, weshalb das eigentlich gelungene Spiel eher Fans der Serie als Adventure-Profis befriedigt.
