Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 endlich gespielt - Gute Ansätze sind da, aber reicht das?
Wir haben Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 endlich gespielt. Die ersten Schritte als Elder Vampire in Seattle zeigen gute Ansätze, überzeugen uns aber noch nicht völlig.
Wird endlich alles gut? Vor sechs Jahren wurde mit Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 der Nachfolger zu einem der kultigsten Rollenspiele überhaupt angekündigt. Zu der Zeit wurde bereits einige Jahre an dem Spiel gearbeitet.
Seitdem ging der Titel jedoch durch eine Entwicklungshölle sondergleichen, inklusive Studiowechsel. Einige Zeit war es schwer vorstellbar, dass das Spiel überhaupt je erscheinen würde. In wenigen Wochen soll es nun aber doch endlich so weit sein.
Wir hatten bereits die Gelegenheit, das Vampir-Rollenspiel in einer frühen Preview-Version sowie am Stand der Entwickler auf der Gamescom 2025 anzuspielen. Dabei konnten wir die ersten Stunden erleben, in die komplizierte Vampir-Gesellschaft von Seattle eintauchen und durch die verschneiten Straßen der Westküstenstadt schlendern.
Eine kurze Anmerkung noch: Wir werden uns in dieser Vorschau auf die spielerischen Inhalte konzentrieren. Über die kontroverse Pre-Order-Politik rund um Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 und die inzwischen neu vorgestellte Lösung haben wir an anderer Stelle bereits ausführlich berichtet.
In diesem Artikel
Untot in Seattle
Bloodlines 2 spielt im Seattle des 21. Jahrhunderts während der Weihnachtszeit. Die Stadt an der US-amerikanischen Westküste wird von einem gewaltigen Schneesturm heimgesucht. Die Vampire der Stadt haben jedoch ganz andere Sorgen. Der Hof ist nach einem versuchten Coup geschwächt, der Prince wurde ermordet und die Anarchisten sehen ihre Gelegenheit gekommen, ihren Einfluss auszuweiten.
Wir schlüpfen in diesem Chaos in die Rolle eines rund 400 Jahre alten Vampirs, der für viele nur als "Der Nomade" bekannt ist. Der wahlweise männliche oder weibliche Protagonist erwacht zu Beginn des Spiels aus Torpor. In diesem todgleichen Schlafzustand befand er sich für die letzten 100 Jahre. Entsprechend desorientiert und geschwächt wacht unser Held in der modernen Welt auf. Inspiriert von einem Bandplakat gibt sich unser Charakter schließlich den Namen Phyre.
Quelle: PC Games
Protagonist Phyre ist wahlweise männlich oder weiblich und muss sich in einer unbekannten, modernen Welt zurechtfinden.
Schnell merken wir jedoch, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Als wir aus einem baufälligen Gebäude fliehen, hören wir plötzlich Stimmen in unserem Kopf. Allem Anschein nach hat sich das Bewusstsein eines gewissen Fabien neben dem unsrigen eingenistet. Fabien ist oder war ein Vampir vom Malkavian-Clan und arbeitete als Detektiv, hat jedoch keine Erinnerungen daran, was mit ihm geschehen sein könnte.
Das ungleiche Duo steht zu Beginn also vor einer Reihe von Fragen. Wieso ist Fabiens Bewusstsein in unserem Kopf? Was ist mit dem Detektiv passiert? Woher kommen die mysteriösen Markierungen auf Phyres Haut? Wer hat uns vor 100 Jahren in den Torpor-Schlaf gesteckt und warum wurden wir jetzt aufgeweckt? Um Antworten zu finden, stürzen wir uns also in die Intrigen der zerrütteten Vampir-Gesellschaft von Seattle.
Clan der Wahl
Bevor wir aufbrechen, wählen wir noch die Clan-Zugehörigkeit unseres Protagonisten. Der Clan eines Vampirs bestimmt dessen Zugehörigkeit und Vergangenheit, aber auch seine übernatürlichen Fähigkeiten. Es handelt sich dabei also im Grunde auch um die Wahl unserer Klasse. So sind die Mitglieder von Clan Tremere mit arkanen Kräften und Blutmagie vertraut. Als Angehöriger von Clan Ventrue sind wir Meister der Willensmanipulation.
Zu den großen Stärken des Vorgängers gehörte es auch, wie sich die Clans auf Dialoge und Story ausgewirkt haben. Wie stark dieser Rollenspiel-Aspekt in Bloodlines 2 ausgeprägt sein wird, können wir anhand der Vorschaudemo noch nicht einschätzen. Immerhin sind uns bereits ein paar Dialoge begegnet, in denen unser Clan direkte Auswirkungen auf das Gesagte hatte. Wir können daher nur hoffen, dass es nicht bei oberflächlichen Erwähnungen bleibt.
Quelle: PC Games
Die verschneiten und schick beleuchteten Straßen von Seattle sind atmosphärisch, wirken aber auch ein wenig leblos.
Wenig los in Seattle
Wir kommen dann schließlich erstmals in die offene Spielwelt. Die verschneiten Straßen von Seattle mit farbenfroher Leuchtreklame und der weihnachtlichen Dekoration machen atmosphärisch durchaus etwas her. Viel Abwechslung bietet Seattle dabei allerdings nicht. Was auch daran liegt, dass die Spielwelt sehr überschaubar ist. Der spielbare Bereich konzentriert sich auf einen Bereich von wenigen Häuserblocks.
Zudem hatten wir nie so richtig das Gefühl, in einer belebten amerikanischen Großstadt unterwegs zu sein. Es gibt absolut keinen Autoverkehr, was uns selbst bei den stark verschneiten Straßen eher unrealistisch vorkommt. Auf den Gehwegen sind zwar einige Menschen unterwegs, aber auch die tragen nur unwesentlich zur Belebung bei. Im Grunde handelt es sich dabei nur um Polizisten sowie einige Statisten, die potenzielle Opfer darstellen, wenn wir gerade mal Lust auf einen Bluttrink verspüren.
Die NPCs können wir ansprechen und mit unseren Vampirkräften dazu bringen, uns zu folgen. Auf diese Weise locken wir sie in eine dunkle Ecke, um unseren Durst zu stillen. Oberstes Gebot ist es nämlich, die namensgebende Maskerade aufrechtzuerhalten. Das bedeutet, es darf uns niemand beim Einsatz von Vampirfähigkeiten beobachten. Das gilt neben dem Blutsaugen auch für unsere flinken Kletterkünste, das Schweben und natürlich unsere Kampffähigkeiten. Wie die Kämpfe ablaufen und welche Auswirkungen Dialoge haben, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.

Was mich dann zum zweiten Spiel im dem Vampire-Universum brachte. Oder eben Teil 1 von Bloodlines. Ich muß sagen, auch das hab ich dann eher nach dem Release nachgeholt, und was ich da an Patches oder Fanpatches installiert hab, weiß ich nicht, aber es war und ist eines der geilsten RPGs aller Zeiten, bis heute.
Die Atmo und die Story, die Möglichkeiten, das macht den alten Lümmel eher hart als weich. Deshalb hoffe ich da schon auf nen Erfolg. Und ein Teil 3 der dann wieder wird wie Teil 1. Aber jetzt schau ma mal.
Wir haben Glück, daß es geile Franchises gibt, welche endlich viele und auch gute Videospiele bringen. Siehe "Warhammer", "Star Wars", "Witcher", "Harry Potter", bei "Herr der Ringe" wird es schon kraß weniger, aber viele geile Universen, welche man von Büchern oder Pen&Paper kennt kommen so gut wie nicht vor. "Vampire the Masquerade", oder "Shadowrun", oder "Battletech", zuwenig "DSA", das ist schon traurig.
Auch wenn jetzt alle Clans dabei sind werde ich es wohl nicht kaufen.
Aber danke für den Artikel.