Underdogs
Quelle: Farbfilm
Um die sozialen Fähigkeiten und Gefühle ihrer Knackis zu wecken und gleichzeitig etwas Gutes zu tun, nimmt die Gefängnisdirektorin Gloria an einem Pilotprojekt teil: Sechs ausgewählte Häftlinge bekommen je einen Hundewelpen, mit dem sie zukünftig ihre Zelle teilen und den sie unter Anleitung zum Blindenhund ausbilden sollen.
Quelle: Farbfilm
Während es eine Reihe von Freiwilligen gibt, findet der eisenharte Mosk die Sache eher zum Jaulen. Viel wichtiger ist ihm das Training im knasteigenen Fitnessraum, will er doch die interne Meisterschaft im Gewichtheben gewinnen. Doch gerade weil er ungeeignet erscheint, einen Hund zu erziehen, wird er ausgewählt - nach dem Motto: Wenn sogar der es schafft, hat das Projekt Zukunft.
Quelle: Farbfilm
Sichtlich angepisst von dem kleinen, winselnden Fellknäuel, kann sich der maulfaule Schläger mit dem zu ihm aufschauenden Tier so gar nicht arrangieren. Er nennt den Hund schlicht "Hund", wirft ihn von der Pritsche, hat keinerlei Geduld mit ihm. Blindenhundetrainer Professor Bohm ist überzeugt, dass hier Hopfen und Malz verloren sind. Derweil entwickeln sich die fünf anderen Projektteilnehmer zu engagierten Probanden, die mit regelrecht kindlichem Eifer ihren Tieren "Sitz", "Platz" und "Bei Fuß" beizubringen versuchen. Doch die Direktorin hat Geduld mit Mosk - und baut auf den Charme des putzigen Hündchens.
Quelle: Farbfilm
Auf einem wahren Projekt aus den USA (über das Regisseur Drevs einen Dokumentarfilm für die ARD drehte) basierende Milieustudie aus dem Knastalltag. Mit gut gewählten Darstellern, allen voran dem schön körperlich spielenden Thomas Sarbacher als Mosk, erzählt Drevs eine feinfühlige Geschichte vor rauem Hintergrund. Was man auch als flache Komödie hätte verwursten können, setzt er in Form eines Dramas mit einem gewissen Tiefgang und nur einigen wenigen komischen Momenten um. So richtig hoch ist dann der Unterhaltungswert allerdings auch wieder nicht, die Geschichte plätschert ein wenig vor sich hin. Doch die Hundebabys wachsen einem rasch richtig ans Herz und natürlich hat der Film am Ende die richtige, zufriedenstellende Moral parat, sodass man nach dem Film milde lächelnd nach Hause gehen kann.
