Two Point Campus im Test: Fantastische Uni-Simulation mit jeder Menge Humor
Nach dem gelungen Two Point Hospital legen die Entwickler jetzt mit Two Point Campus nach und schicken uns zurück an die Universität. Wir haben die Wirtschaftssimulation im Test ausführlich unter die Lupe genommen und beleuchten, warum das Spiel eine sinnvolle Weiterentwicklung ist und dank des Szenarienwechsels vor allem mit deutlich mehr Abwechslung begeistert.
Immer mehr Menschen studieren. In Deutschland haben sich in den letzten zehn Jahren kontinuierlich mehr als die Hälfte aller Schulabgänger für ein Studium entschieden. Fast drei Millionen Studenten sind an deutschen Universitäten und Hochschulen eingeschrieben. Das Studium ist also ein Abschnitt des Lebens, mit dem ein großer Teil der Bevölkerung seine Erfahrungen gemacht hat. Es ist daher nicht die schlechteste Idee, dass sich die Entwickler von Two Point Campus für das Hochschulleben als Szenario für den Nachfolger ihres erfolgreichen Erstlingswerks Two Point Hospital entschieden haben.
Der bereits im Vorgänger etablierte Humor passt zudem ja hervorragend zum klischeebehafteten Leben eines Studenten, bei dem Party, Saufen und Gaudi deutlich höher priorisiert sind als das eigentliche Lernen. Schon bei zwei Anspielmöglichkeiten und einem Studiobesuch in der ersten Jahreshälfte deutete sich an, dass die Entwickler mit Two Point Campus (jetzt kaufen 21,90 € / 26,99 € ) eine gelungene Fortsetzung auf die Beine gestellt haben. Ob dem auch wirklich so ist, haben wir nun in mehr als 50 Spielstunden mit der Testversion überprüft.
In diesem Artikel
Fit für die Uni
Im Kern bleibt natürlich auch Two Point Campus eine Wirtschaftssimulation. Nur dass wir diesmal eben eine erfolgreiche Universität statt eines Krankenhauses betreiben müssen. Der grundlegende Aufbau hat sich dabei gegenüber dem Vorgänger nicht wesentlich verändert. Wir beginnen auf einer Übersichtskarte des Two Point County, auf der wir unsere erste Universität auswählen. Mit jeder erfolgreich aufgebauten Hochschule schalten wir auf dieser Karte weitere Maps mit neuen Herausforderungen frei. Insgesamt gibt es zwölf verschiedene Level zu erspielen.
Bei jeder Universität beginnen wir wie üblich meist mit einem ersten Grundstück, auf dem bereits ein noch leeres Gebäude steht. Hier errichten wir die ersten benötigten Räume, die für den reibungslosen Ablauf des Lehrbetriebs nötig sind. Wir bauen also Vorlesungssäle, spezielle Unterrichtsräume sowie eine Bibliothek. Ansonsten benötigen die Studierenden und Mitarbeiter natürlich noch andere Räumlichkeiten wie Badezimmer, Duschräume, Schlafzimmer, Aufenthaltsräume und ein Partyzentrum darf natürlich auch nicht fehlen.
Quelle: PC Games
Wir beginnen mit der Platzierung der ersten notwendingen Lehrräume, damit der Unterricht stattfinden kann.
Das funktioniert gewohnt reibungslos. An der bereits sehr gelungenen Steuerung des Vorgängers mussten die Entwickler da gar nicht groß etwas ändern. Uns ist lediglich negativ aufgefallen, dass trotz umfangreich frei belegbarer Tasten, ausgerechnet die Buttons für das Drehen von Objekten nicht veränderbar sind. Diese liegen standardmäßig auf den Buchstaben X und Z. Für englische Tastaturen kein Problem, da liegen diesen beiden Tasten direkt nebeneinander. Auf der deutschen Tastatur ist das Z jedoch an einer anderen Stelle, was diese Bedienung etwas umständlich gestaltet.
Studieren im Jahresrhythmus
Quelle: PC Games
Unser Hausmeister verteidigt den Campus gegen feindliche Ritter-Eindringlinge.
Neben den ersten Räumen benötigen wir auch Personal, um unsere Uni zu betreiben. Also stellen wir Dozenten entsprechend unserer angebotenen Studiengänge ein. Dazu kommen Assistenten, die als Bibliothekare, Barkeeper, Seelsorger und Erste-Hilfe-Personal arbeiten. Schließlich benötigen wir noch Hausmeister, die den Campus sauber und in Schuss halten. Die Mitarbeiter wollen natürlich bezahlt werden, also müssen wir darauf achten, dass unsere monatlichen Personalkosten nicht die Einnahmen durch Studiengebühren übersteigen.
Während wir all diese Vorbereitungen zur Aufnahme des Lehrbetriebs treffen, fällt auch gleich eine der spannendsten Gameplay-Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger auf. In Two Point Hospital schritt die Zeit ganz normal voran und es war im Grunde nicht wirklich wichtig welcher Tag, Monat und Jahr gerade war. Das Leben an der Universität ist dagegen in Jahreszyklen aufgebaut. Wir beginnen in der Sommerpause. In dieser brauchen wir uns keine Gedanken über fortschreitende Zeit zu machen. Es finden auch keine Vorlesungen statt. Entsprechend verdienen wir in dieser Zeit auch kein Geld. Wir können die Phase aber nutzen, um mit unserem Ersparten nötigen Baumaßnahmen und Erweiterungen vorzunehmen. Dabei sind wir diesmal nicht nur auf die vom Spiel vorgefertigten Gebäude angewiesen. Wir können neue Grundstücke auch leer übernehmen und dann nach eigenem Gutdünken die benötigten Gebäude darauf platzieren.

Two Point Campus
ALLE REZENSIONEN:
KEINE NUTZERREZENSIONEN
VERÖFFENTLICHUNG:
BALD BEI STEAM
Bald ist doch immer ein sehr weicher Begriff. ;)