Ich habe Twitter gelöscht - und ihr solltet das lieber auch tun
Unser Redakteur hat Twitter aus seinem Leben verbannt und die App vom Smartphone gelöscht. In seiner Kolumne erklärt er, warum ihr das besser auch machen solltet.
Als ich mich bei Twitter angemeldet habe, war ich gerade einmal 16 Jahre alt. Das war im Jahr 2007, das erste iPhone war zwar gerade schon auf den Markt gekommen, spielte in meiner Welt und in meinem Umfeld aber noch keine Rolle. Die meisten hatten normale Handys oder bestenfalls ein "Touchscreen-Handy", aber ohne Apps. Social Media war für mich und meinen Freundeskreis damals schon jahrelang wichtig, wir hatten eine gute Zeit mit SchülerVZ, selbst eingerichteten Online-Foren für die Jahrgangsstufe der Schule und dergleichen, bei mySpace war ich auch, aber das empfand ich damals als recht langweilig. Facebook und Instagram folgten erst später, doch Twitter begeisterte mich schon damals, vor rund 16 Jahren. Nun habe ich die App vor Kurzem von meinem Smartphone gelöscht und Twitter aus meinem Leben verbannt - und mir geht es nach nur wenigen Wochen so viel besser, dass es erschreckend ist.
Tschüss, Twitter
Völlig habe ich der Social-Media-Plattform, die mittlerweile dem reichsten Menschen der Welt gehört, zwar nicht den Rücken gekehrt, da ich bei uns in der Redaktion für Social Media zuständig bin und daher nicht um die berufliche Befassung mit Twitter umhinkomme. Privat aber spielt die Plattform keine Rolle mehr in meinem Leben und die Twitter-App kommt mir ganz sicher nicht mehr auf mein Smartphone.
Twitter ist toxisch
Warum? Nun, sicherlich ist die Twitter -Erfahrung für jeden anders, da die Plattform natürlich wie auch andere Social Medias individuelle Inhalte und Trends anzeigt, um die Interaktion und Verweildauer zu erhöhen und damit letztlich über Werbung mehr Geld zu verdienen. Generell jedoch hat sich Twitter im Laufe meines Lebens immer wieder stark gewandelt und zuletzt nur noch in eine einzige Richtung, und zwar ins Negative.
Kalter Twitter-Entzug
So kam ich schlussendlich zu der Erkenntnis, dass mich Twitter nicht nur viel Freizeit, sondern noch viel mehr Nerven, gute Laune und letztlich auch einen Teil meiner psychischen Gesundheit gekostet hat. Also habe ich der Erkenntnis Taten folgen lassen und die Twitter-App vor rund einem Monat von meinem Smartphone gelöscht und seitdem die Plattform privat komplett vermieden, nur noch zu beruflichen Zwecken genutzt. Jetzt nach einigen Wochen Entzug merke ich auf erschreckende Art und Weise immer mehr, dass diese Entscheidung nicht nur gut, sondern lange überfällig war.
Ohne Twitter geht's mir besser
Neben der gesparten Zeit geht es mir vor allem in mehrerlei Hinsicht besser. Ohne teils im Minutentakt von einer schlimmen Schreckensmeldung nach der anderen an den grausigen Zustand der Welt erinnert zu werden, bin ich viel ruhiger und entspannter geworden, weniger getrieben, dafür gelassener. Ohne täglich in Twitter -Diskussionen mit rechten und rechtsextremen Menschenfeinden zu geraten, sind meine Gedanken generell wieder positiver geworden, mein Blick auf die Welt nicht weniger ernüchtert, aber doch deutlich entspannter.
Löscht Twitter noch heute!
Ich kann daher nur jedem fleißigen Twitter-Nutzer raten, zumindest mal eine Pause zu machen. Manche machen einen Dry January oder üben sich zum Jahresanfang im Fasten, ich plädiere für Social-Media-Detox, speziell Twitter. Und das sage ich, obwohl ich (zumindest teilweise) mit Social Media mein Geld verdiene. Es gibt nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen - ich spreche aus eigener Erfahrung.

Nur es ist eben nicht alles "Zensur", was entfernt wird. Eine funktionierende Gesellschaft muss immer, damit eben auch Minderheiten gehört werden und mitentscheiden können, die durchsetzungsstärkeren Gruppen eingrenzen. Die zivilisierten machen das von sich aus, aber die sind ja nicht das Problem. Das Problem sind diejenigen, deren Ziel es ist, diese ungeliebten "Minderheiten" oder noch besser gleich ALLES außer ihnen selbst aus dem System zu entfernen. Extremisten geben "Freiheit" vor, arbeiten aber an "Zensur", schon weil sie alles niederbrüllen, was ihnen im Weg steht. Deshalb existiert "Moderation". Moderation soll ein Gleichgewicht schaffen und die von dir gefürchtete "Zensur" am besten präventiv verhindern.
Der Grundgedanke von Elon klingt erst mal toll, das tut es in Bioshock ja auch. Aber derjenige, der diese völlige (Rede)Freiheit als seine Botschaft unters Volk bringt, trägt dann gleichzeitig die Bürde, damit leben zu müssen, so wie alle anderen auch, dann wirklich ALLES hinnehmen zu müssen, was auch ihm selber passiert. Und bei Elon reichte es, die Flugdaten seines Privatjets zu veröffentlichen und über die Arbeitsbedingungen bei Tesla zu berichten, damit er einknickt. Da fragt man sich ja sofort, was wohl passiert, wenn man ihm mal so richtig ans Bein pinkelt. Immerhin MUSSTE er dann nachgeben, wenn auch auf seine Weise:
"Die deutsche Bundesregierung begrüßte nun die Freischaltung der Accounts. Bundesjustizminister Marco Buschmann sprach Musk „Respekt“ dafür aus, eigene Fehler zu korrigieren. „Nicht gefällt mir, dass darüber abgestimmt wurde. Denn Meinungsfreiheit ist Minderheitenschutz“, so der FDP-Politiker."
"Musk hatte noch vor einigen Monaten geschrieben, er hoffe, dass selbst seine „schlimmsten Kritiker“ auf Twitter blieben, denn das bedeute Meinungsfreiheit. Musk scheine nun aber auf willkürliche Weise seine Macht auszuspielen und Konten zu löschen, die ihm persönlich missfielen, schrieb die „New York Times“."
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Andrew Ryan wirft seine totale Freiheit ja auch in dem Moment über Bord, als er merkt, dass Frank Fontaine ihm immer mehr auf den Pelz rückt und die Leute aus Rapture flüchten. Da heißt es plötzlich: "Ja, es missfällt mir, diese Maßnahmen zu ergreifen, aber es muss eben sein". Womit er am Ende sogar meint, die Todesstrafe auszusprechen.
Ich sehe es so, dass Elon aufgrund seiner emotionalen Instabilität nicht der richtige ist, überhaupt Twitter zu führen. Er propagiert etwas, das er dann selber nur solange einhält, wie es IHN selber nicht stört.
"Verstummter Diskurs
Beim verbliebenen Moderationsteam kehrte mittlerweile Frust ein. Vertrauen und Sicherheit seien ihm sehr wichtig, hatte Musk einer führenden Managerin versprochen. Öffentlich hatte er verlautbart, dass er als CEO Entscheidungen wie etwa eine Aufhebung der Sperre von Donald Trump einem eigenen Expertenrat überlassen würde – nur um dann darüber eine öffentliche Umfrage durchzuführen. "Das hat die naive Illusion zerstört, dass Moderation etwas anderes sein werde, als zur Musik des aufgeblasenen Egos eines einzelnen Mannes zu tanzen", meint dazu ein ehemaliger Angestellter."
"Intern verstummte der Diskurs zunehmend. Gruppen, in denen immer wieder auch heikle politische Themen besprochen worden waren, wurden stillgelegt. Auch ein Kanal, der von konservativeren Mitarbeitern betrieben worden war, die die tendenziell oft nach progressiven Standpunkten gestalteten Richtlinien immer wieder hinterfragten, wurde archiviert. Denn prominente Mitglieder waren von der Entlassungswelle erfasst worden."
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Es tut mir ja leid das zu sagen, aber es gibt leider, vor allem in der heutigen Zeit, immer mehr Leute, die sind nicht mehr zu retten. Umso wertvoller ist es ja, auf welcher Grundlage du denkst oder es immerhin versuchst. Nur das Feintuning finde ich, haut noch nicht ganz hin, weil du die eventuellen, negativen Folgen die möglich sind, nicht ausreichend bedenkst. Keine Ahnung wie es bei MIR ist, ich habe bei mir immer den Eindruck, zu viel über alles nachzudenken. Aber wenn ich dann immer wieder Leute treffe, die gar nicht denken, bin ich für mich stets überzeugt "Lieber viel zu viel, als gar nicht".
Wenn du ne Feier ausrichtest und der Drachenlord kommt mit seinen Hadern dazu, macht Stress und fängt an deine Freunde anzupöbeln, auch nach mehrfacher Belehrung... Dann schmeißt du ihn und seine Deppenarmee ja auch raus. Oder rufst die Polizei, damit wieder Ruhe ist.
(Und ärgerst dich insgeheim vielleicht, warum du keinen Elektrozaun um dein Grundstück hast. ):B
Da könne man dann jetzt auch philosophisch hinter-fragen: Ist das Zensur oder Schutz von dir und deinen Mitmenschen?
Ich persönlich finde, hier versagt das NetzDG, da es die Betreiber von Social Media in die Haftung nimmt, statt dafür zu sorgen, dass fragwürdige Inhalte zumindest so lange stehen bleiben können, bis ein Gericht darüber entschieden hat. Die Verantwortung abzuschieben auf einen Plattformanbieter, schien mir bisher keine gute Lösung zu sein und endet dann weniger in Maßnahmen der Moderation, sondern auf Grund der Fülle von Inhalten in nahezu automatisierten Zensurmaßnahmen. Im Endeffekt bin ich nicht überzeugt davon dass "Im Zweifel löschen" die richtige Erziehungsmaßnahme ist, denn nur weil man etwas verbietet hört es nicht auf zu existieren.
Der Gesetzgeber müsste sich viel mehr mit den Plattformen absprechen, meisten wollen sich aber die Unternehmen nicht zu sehr reinreden lassen und zum andere kochen die gerne ihre eigenen Süppchen, weil man dentkt, man hat ein gutes System. Oder umgekehrt: Der Gesetzgeber pennt.
Der zweite Grund, der findet sich in dem Artikel vom Standard:
"nach progressiven Standpunkten gestalteten Richtlinien "
Gleichzeitig HATTE man bei Twitter aber ja Mitarbeiter, die konservativ waren und in einer eigenen Gruppe solche Dinge diskutiert haben. Und die Ergebnisse dessen dann als Kritik eingebracht haben. Man hat sich also schon selber hinterfragt.
Unser "Mister Freespeech" hat offenbar auch dieses Instrument einfach einplaniert. Weil kann jawohl nicht angehen, dass er Mitarbeiter dafür bezahlen muss, eine Meinung zu haben!
Was Twitter jetzt eingeführt hat ist, die von dir benannten "fragwürdigen Inhalte" nicht gleich zu löschen, sondern sie praktisch "stummzuschalten". Sie sind noch da, auf dem Acc der Person, aber nicht mehr öffentlich. Dummerweise passiert jetzt sehr viel mehr automatisch und nicht mehr von Menschenhand. Womit ICH nun umso mehr Willkür sehe. Denn ein automatisertes Programm hat gar keine Wertevorstellungen oder hinterfragt.
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Ich will das an dieser Stelle auch jetzt endlich mal feiern, wie super man mit dir diskutieren kann. Und vor allem wie tiefgreifend. Ich habe das SO OFT erlebt, dass Leute mittendrin einfach nicht mehr antworten oder gleich hinschmeißen, weil die vielen Buchstaben lesen und dann noch selber in die Tastatur eintippen... Das Teil darf sich bei den heutigen Tastaturpreisen ja nicht so schnell abnutzen... Also lieber nicht.
Eine richtig gute Diskussion ist für mich immer wie eine gute Partie Schach. Deshalb einmal ein aufrichtiges "DANKE" für diese ausführliche Runde!
8)
Aber klar, manche Menschen lassen nicht mit sich reden und dann ist die Frage wie man damit umgehen kann.
Ich bin zwar beleidigt, wenn man mich als einen Rassisten betitelt, aber nicht in der Form, dass ich mich dadurch irgendwie geschädigt fühle. Ich ertrage sowas vielleicht besser als andere Menschen, zumal im Internet ja eh eine gewisse Gesprächskultur herrscht.
Grundsätzlich kann ich dir aber in allem zustimmen, mit einer Ergänzung. Gerade bei der Diskussion um die Mehrgeschlechtlichkeit bei Menschen, die ideologisch immer wieder mal voran getrieben wird, kommen wir auch auf Twitter schnell auf eine Ebene, wo es z.B. Beiträge sperrt(e), bei dem sich Leute getriggert oder beleidigt gefühlt haben, wenn man die Meinung vertrat, dass es grundsätzlich nur 2 Geschlechter bei Menschen gibt. Eine sogenannte genderfluide Person fühlt sich nun beleidigt, nach deutschen Recht ist es derzeit aber kein Straftatbestand oder ein Vergehen, diese Meinung zu vertreten. Trotzdem moderiert Twitter dann entsprechende Beiträge weg, weil diese "offensive content against minorities" darstellt. Selbst bei Meinungsformen, die wenig radikal oder extrem anmuten, griff Twitter in der Vergangenheit also bereits ein. Twitter kann es sich im Zweifelsfall einfach machen - statt Millionen von Beiträgen auf Strafbarkeit im jeweiligen Land zu prüfen, wird der Benutzer lieber erst mal gebannt, auch wenn seine Meinung keine justiziablen Inhalte hatte.
Ich persönlich finde, hier versagt das NetzDG, da es die Betreiber von Social Media in die Haftung nimmt, statt dafür zu sorgen, dass fragwürdige Inhalte zumindest so lange stehen bleiben können, bis ein Gericht darüber entschieden hat. Die Verantwortung abzuschieben auf einen Plattformanbieter, schien mir bisher keine gute Lösung zu sein und endet dann weniger in Maßnahmen der Moderation, sondern auf Grund der Fülle von Inhalten in nahezu automatisierten Zensurmaßnahmen. Im Endeffekt bin ich nicht überzeugt davon dass "Im Zweifel löschen" die richtige Erziehungsmaßnahme ist, denn nur weil man etwas verbietet hört es nicht auf zu existieren.
Persönlich beleidigt war ich erst als ich zum Rassisten ernannt wurde.
Der aktuelle ÖRR ist für mich mittlerweile aber AUCH kaum noch die Abgabe wert. Und das sagt jemand, der diesen bislang immer vehement verteidigt hat. Das was wir da akuell haben, ist ein einziger Schrotthaufen.
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Ich rede auch nicht davon Leute sperren zu lassen, weil diese eine Meinung haben und verbreiten, die anderen nicht passt. Habe ich auch nie (Aber klar gibt es auch solche Leute, was irgendwo ja auch einfach nur extremistisch ist). Es gibt aber einen Unterschied, ob jemand eine Ansicht verbreitet, die Menschen, Länder, Organisationen verunglimpft, beleidigt und absichtlich in ein falsches Licht stellt oder nicht. Wo dort die Grenzen beginnen sollte man, muss man allerdings finde ich schon diskutieren.
Das Recht auf freie Meinungsäuerung schließt übrigens AUCH ein, dass ALLE dies dürfen. Und genau das wollen Extremisten ja verhindern, weil sie ihre Ansichten einzig durchsetzen wollen. Zumeist mit unlauteren Mitteln. Sie missbrauchen das Recht auf Freie Meinungsäußerung, um dieses einzuschränken. Und dem muss Einhalt geboten werden, damit auch wirklich ALLE Leute frei reden können und gleiche Chancen da sind, damit alle Stimmen gehört werden und nicht nur die lauten, schädlichen Inhalte, die eben das Gegenteil im Sinn haben. So entsteht überhaupt erst Diktatur und die von dir gefürchtete Zensur.
Plattformen nebenbei... Welche die breite Masse der Menschen erreichen wollen, müssen auch ein entsprechendes Klima anbieten, in dem man nicht Sorge haben muss, jederzeit beleidigt oder bedroht werden und damit in der eigenen Freiheit eingeschränkt zu werden und sich eben NICHT frei entfalten zu können. Vor allem wenn Plattformen Gewinne erwirtschaften wollen.
Der Autor hat im Übrigen nirgendwo gesagt, dass er diese verbieten will. Er hat gesagt, dass ER sich bestimmten Sichtweisen, die für ihn unerträglich sind, nicht mehr aussetzen will und von sich aus Twitter meidet.
Denn als ICH dich zu Unrecht als Rassisten betitelt habe, dich massivst angegangen bin, warst du beleidgt, persönlich verletzt und hast daraufhin alles gegeben, den Sachverhalt klarzustellen. Du hattest also auch ziemlichen Schiss um deinen Ruf hier auf PCG. Nun stell dir vor, einer oder gleich eine ganze Gruppe machen das so und berichtigt/berichtigen sich eben nicht, und macht/machen länger so weiter.
Da geht einmal deine Richtigstellung ins Leere, wie auch deine Überzeugung, diesen Leuten überlegen zu sein, weil du die besseren Argumente hast. Wenn in der Dauerschleife "DU RASSIST" "MENSCHENHASSER" und "NAZI" auf deinem Bildschirm auftauchen, also Dinge welche DICH treffen und sie werden dich treffen, egal wie resilient oder selbstüberzeugt du glaubst zu sein, dann macht schädigt es dich. Und wenn Beleidigungen und anderes noch dazukommen,mal so richtig. Zumal immer etwas hängen bleibt bei anderen, vor allem bei Außenstehenden. So haben Leute schon ihre Karriere und ihr Ansehen verloren. Für die bist du dann ebenfalls ein "Rassist" und "Nazi" oder zumindest jemand, den man lieber meidet.
Deine Beschreibung, wie es DIR ergeht, wenn im ÖRR nach deinem Weltbild mal wieder geframed und "die Rechten" falsch dargestellt, praktisch an den Pranger gestellt und in der Öffentlichkeit denuniziert werden, spricht ja auch Bände. "Du reagierst EMPFINDLICH". Und das schon nur bei Kram der im ÖRR läuft.
Ich kaufe es dir beim besten Willen nicht ab, dass du dich damit zufrieden geben würdest, die besseren Argumente zu haben.
Extremisten haben immer ihre eigene Vorstellung von Diktatur, die für sie stets die Idealvorstellung von "Freiheit" ist. Und diese ist immer mit der erwähnten "Menschenfeindlichkeit" verbunden. Und die gilt es in der Tat möglichst im Keim zu ersticken. Schon im Namen der seelischen Gesundheit der meisten anderen Menschen. Die haben ebenfalls ein Recht geschützt zu werden, und dazu ist "Moderation" da und es auch manchmal nötig die richtig schlimmen Zeitgenossen raszuschmeißen und Imhalte zu entfernen. Darum haben wir in der Realwelt ja ebenfalls Gesetze und allgemeine Grundsätze, wie wir miteinander umgehen.
Vergiss außerdem bitte nicht, dass auch wesentlich weniger resiliente Menschen, sowie Heranwachsende auf den Plattformen unterwegs sind, bei denen die Gefahr Schaden zu erleiden, nviel höher ist. In dieser Schutzpflicht stehen die Plattformen ebenfalls. Und letzten Endes auch über den Markt. Denn ein mit negativen Erfahrungen verbundenes Produkt, das Menschen schädigt wenn sie es benutzen wird nicht nachgefragt oder dauerhaft verwendet, außer von den wenigen, welche diese Erfahrungen fabrizieren. Und mit denen steigt die Gefahr, dass Straftatbestände entstehen. Das kann zu einem Selbstzerstörungsloop werden, wenn es richtig falsch läuft. BZW ich KANN als Plattform so arbeiten, aber es ist eine sehr dumme Idee.
Du benutzt nebenbei auch wieder so typische Schlagworte, um eine notwendige Moderation für ein friedliches und funktionierendes Miteinander in ein Licht zu rücken, als sei sie sofort Zensur, inklusive dem Erwähnen von Orwells Dystopie. Du bist Musk in seinem ultrafreidrehenden Weltbild, in dem jeder sich der nächste ist und jede Grundstruktur für eine friedliche Gesellschaft gleich ein regelrecher Albtraum darstellt, schon ziemlich ähnlich. Wir haben in Deutschland bereits eine sehr weite und vage Auslegung ab wann etwas wirklich strafbar bzw "zensurwürdig" ist und wann nicht.
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Ja, manche Leute haben schlicht keine Ahnung oder übertreiben damit was Extrem ist und was nicht. Das Groß der Leute wird jedoch schon wissen, wo Extremismus anfängt. Man bekommt es ja oft genug vor Augen geführt, in den unterschiedlichsten, politischen Lagern.
Medien benutzen es allerdings auch gerne, weil es Aufmerksamkeit erzeugt. Manche Politiker ebenfalls.
Hauptproblem wird denke ich jedoch sein, dass wir in einer Zeit leben, in der kein Superlativ groß genug ist und wir eben solche Begriffe inflationär benutzen und damit in ihrer eigentlichen Bedeutung schlicht zu Tode verwenden.
Und etwas hineininterprätierst, das so nicht da ist.
Und irgendwo auch die Augen vor der Realität verschließt. Denn auch Rechte, ohne das "extrem" hinten dran geben viel häufiger schlimme Dinge von sich, vor allem ausgrenzende oder leugnende Dinge als Linke. Die Linken agieren zumeist, schon aus ihrer politischen Grundstruktur inkludierend. Klimawandelleugner, Rassisten und so weiter findet man halt dort, bei den Linken kannste danach lange suchen. Selbst jetzt noch mit deren schiefer Indentitätspolitik und der verqueren Wokeness.
Persönlich beleidigt war ich erst als ich zum Rassisten ernannt wurde.
Du vertrittst die in meinen Augen naive, weil nicht zu Ende gedachte, durchaus irgendwo als "radikal" zu bezeichnende Sichtweise, "dass sich das schon von alleine regeln wird".
Vielleicht ist das naiv, aber jeder hat das Recht sich seine eigene Meinung zu bilden und ich setze darauf, dass in einen solchen Fall meine Argumente höher und besser wiegen als die eines Rechtsextremen.
Mir persönlich ist dabei wohler als mit Zensurmaßnahmen das Gespräch zu begleiten. Irgendwann verschwimmt sonst die Grenze des Sagbaren oder gar Denkbaren sonst zu einer Orwellschen Dystopie. Dass ich dafür in Kauf nehmen muss, dass Extreme ihren rassistischen oder sonstigen Scheiß sagen dürfen, nehme ich dagegen als Preis in Kauf, denn wenn es justiziabel ist, dann kriegt man sie auch auf diesem Wege dafür dran.
Deshalb eben: Wenn man sich darauf festlegt, irgendwie neutral zu wirken, muss man seine Worte und Sätze umso kleinlicher wählen. Bestenfalls selber versuchen, das gerade geschriebene absichtlich aus verschiedenen, politischen Sichtweisen falsch zu verstehen oder es absichtlich zu wollen.
Ist auch kein Allheilmittel, aber du hast je gemerkt, wie schnell das geht.
Die von dir benannten, eher etwas undefinierbaren "Rechten", eiern meines Erachtens nach dahinter herum, sind weder Fisch noch Fleisch und jeder für sich ein Einzelfall.
Und etwas hineininterprätierst, das so nicht da ist.
Und irgendwo auch die Augen vor der Realität verschließt. Denn auch Rechte, ohne das "extrem" hinten dran geben viel häufiger schlimme Dinge von sich, vor allem ausgrenzende oder leugnende Dinge als Linke. Die Linken agieren zumeist, schon aus ihrer politischen Grundstruktur inkludierend. Klimawandelleugner, Rassisten und so weiter findet man halt dort, bei den Linken kannste danach lange suchen. Selbst jetzt noch mit deren schiefer Indentitätspolitik und der verqueren Wokeness.
Auch der Autor wird wissen, dass nicht alle Rechten Arschlöcher sind, die widerliche Dinge äußern.
Er benennt schlicht jene, DIE dies tun.
Du nimmst es irgendwo aus einer persönlichen Kränkung zu wörtlich.
Wenn du sagst "linke und linksextreme Menschenfeinde", dann ist für mich klar, dass damit explizit die Menschenfeinde unter diesen Vertretern gemeint sind und eben nicht alle. Weil "Arschlöcher gibt es in jeder Gruppierung".
Wenn etwas auf Twitter justizabel ist, kann es auch unter Musk weiterhin gemeldet werden.
Ich müsste noch mal gucken wie das damals war, als die Nebelkrähe von Storch den Satz mit dem "Schießbefehl an der Grenze" von sich gegeben hat. Wurde sie dafür belangt in irgendeiner Weise? - Nein wurde sie nicht. Stattdessen hat sie es dann runterrelativiert und später gemeint, sie sei "Mit der Maus ausgerutscht"... Ich erinnere mich XD
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Du kannst noch so viele Argumente austauschen wollen, wenn dein Gegenüber dich lieber "ins KZ stecken" will, wenn viele auf einmal das machen, dann ist Feierabend für deine Argumente. Was ja der Grundtenor der Aussage des Autors war, über die du dich so mukierst.
Du vertrittst die in meinen Augen naive, weil nicht zu Ende gedachte, durchaus irgendwo als "radikal" zu bezeichnende Sichtweise, "dass sich das schon von alleine regeln wird". So ähnlich denkt Andrew Ryan in Bioshock ja auch und wohin dies das Zusammenleben in seiner Stadt geführt hat, wissen wir. Es geht nicht ums "mundtot" machen (Ein Begriff, den Rechte besonders gerne verwenden), es geht darum, dass ein Miteinander REGELN und MODERATION braucht und Störendfriede jeder Art, die für irgendwelche Argumente eh nicht empfänglich sind, aus diesem Sozialkonstrukt entfernt werden, weil sie dieses gefährden.
Da können wir auch gleich beigehen und alle Gefängnisse wieder aufmachen. Denn Häftlinge sind im Grunde auch nichts anderes als "gebannte" und "gesperrte" Accounts, die aus der Community aus guten Gründen entfernt wurden.
Ich würde dich vielleicht aufgrund dessen "Rechtsliberal" oder "Ulraliberal" nennen - Durchaus einige Größen im Silicon Valley beispielsweise sind so eingestellt. Würde am besten passen, laut deiner Eigenbeschreibung denke ich: Das Ablehnen von staatlichen Institutionen wie den Öffis und das Bevorzugen von so wenig Moderation auf Sozialen Plattfomen wie möglich, passen da sehr gut.
Deshalb eben: Wenn man sich darauf festlegt, irgendwie neutral zu wirken, muss man seine Worte und Sätze umso kleinlicher wählen. Bestenfalls selber versuchen, das gerade geschriebene absichtlich aus verschiedenen, politischen Sichtweisen falsch zu verstehen oder es absichtlich zu wollen.
Ist auch kein Allheilmittel, aber du hast je gemerkt, wie schnell das geht.
Die von dir benannten, eher etwas undefinierbaren "Rechten", eiern meines Erachtens nach dahinter herum, sind weder Fisch noch Fleisch und jeder für sich ein Einzelfall.
Konservative wollen vor allem eines, "erhalten" und "bewahren", tun sich schwer mit Veränderungen, was Migration natürlich mit einschließt.
Migrationsprobleme zu benennen, wie Friedrich Merz es getan hat, ein bisschen sehr unbeholfen in seiner Wortwahl, ist je nach politischer Sichtweise Rassisisch aber nicht Rechtsextrem. (Ihm wird aber gerne Pupulismus vorgeworfen). Das Echo auf seine Äußerungen war aber dann ja auch nicht nur in eine Richtung, sondern durchaus breit gestreut von Zustimmung, bis kompletter Ablehnung.
Ja.... ich habe den Eindruck, dass da ein nicht allzukleiner Teil von dir irgendwo ziemlich braun ist, aber von einer gehörigen, in sich widersprüchlichen Mischung aus "Altklinks" und Ultraliberal verdeckt wird. Oder aber du belügst dich irgendwo selber, das kann ich aber natürlich nicht sagen, weil ich nicht in deinen Kopf gucken kann.
Eventuell streifst du hart an der Grenze zum Populisten.
Bei dir wird man halt einfach den Eindruck nicht los, dass du schon ziemlich rechts bist und Dinge zu verteidigen oder immerhin weichzuwaschen versuchst, die keine moderne, offene Zivilgesellschaft dulden sollte.
Und das sagt einer, der gerne gegen Gendersterne und die Woken schießt.