9 Gründe, warum "Twin Peaks" Kult ist
Wir werfen einen etwas anderen Blick auf die Mystery-Serie aus den Neunzigern, die 2016 wiederbelebt werden soll
4. David Lynch:
Die Werke von Regisseur David Lynch (Bild) mögen nicht unbedingt zum Mainstream-Film zählen: Sie sind geprägt von teils undefinierbaren, bedrohlichen Bildern, ungewohnter (weil überwiegend dunkler und punktueller) Lichtgestaltung sowie düsteren Soundkulissen, die man im Popcorn-Kino eher selten zu hören bekommt. Auch die mitunter stufenlosen Übergänge zwischen verschiedenen Realitäten und/oder (Alp-)Traumwelten zählen zu seinen Markenzeichen.
So sind Filme wie Blue Velvet (1986) oder Lost Highway (1997) unter Umständen nicht allzu leicht zu verarbeiten und zu verstehen – selbst beim aufmerksamen Zuschauen bleiben häufig einige Fragen zunächst ungeklärt. Genau das macht jedoch einen Reiz dieses Ausnahmeregisseurs aus: Die Vielschichtigkeit und Mehrdeutigkeit, die dafür sorgt, dass man auch nach mehrmaligem Sehen noch neue Elemente in seinen Filmen entdecken kann. Es ist auch ein Ausbruch aus den gewohnten Handlungs-, Erzähl- und Darstellungsmustern, die man zum Beispiel aus allerlei Einheits-Hollywood-Produktionen gewohnt ist.
Aus diesen und weiteren Gründen genießt Lynch für sich bereits Kultstatus bei Kritikern und Filmgängern gleichermaßen auf der ganzen Welt. Und auch wenn Twin Peaks sicher zu seinen zugänglicheren Kreationen gezählt werden darf, so blitzt seine Handschrift doch immer wieder deutlich auf (siehe nächste Seite).
