Tron-2

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Sam (Garett Hedlund) und Quorra (Olivia Wilde)
Quelle: Walt Disney

Kultfilm 2.0: Mit starkem 3D-Look, reichlich Action und einem doppelten Jeff Bridges in der Hauptrolle katapultiert Disney den Science-Fiction-Klassiker von 1982 ins neue Jahrtausend

Verschiedene Levels
Wie in einem Computerspiel kämpft sich Sam durch die verschiedenen Levels von Tron: Legacy - mal zu Fuß, mal auf dem Cyber-Motorrad, mal im coolen Flieger, dessen Look ein wenig an Star Wars erinnert. Überhaupt wimmelt es im Film vor Anspielungen auf andere Legenden des Sci-Fi-Genres. Story und Figuren erinnern immer wieder stark an Matrix und Kevin Flynns Versteck im Raster sieht aus wie eine von Philipp Starck redesignte Kulisse aus Kubricks 2001 - Odyssee im Weltraum. Neue Trendsportart: Virtual Neon-Frisbee-Battle on Bikes! (funktioniert auch mit einer Kette statt des Frisbees, sieht dabei aber nicht so futuristisch aus) Quelle: Walt Disney Neue Trendsportart: Virtual Neon-Frisbee-Battle on Bikes! (funktioniert auch mit einer Kette statt des Frisbees, sieht dabei aber nicht so futuristisch aus)

Stahl und Glas
Das wirkt immer wieder wie geklaut - und stört doch nicht weiter, weil die Macher beim Look, beim coolen Elektro-Sound von Daft Punk sowie bei den Effekten alles richtig gemacht haben: Die 3D-Optik setzt erst ein, als der digitalisierte Sam in das Computerraster gerät, und unterstreicht damit auf elegante Weise die Virtualität der Story. Aus der Not, dass bei der 3D-Technik immer noch die Farbbrillanz leidet, ist bei Tron: Legacy ebenfalls eine Art Tugend geworden. Die Computerwelt besteht ohnehin bloß aus dunklen Kulissen und Kostümen, aus denen nur leuchtendes Gelb, Rot und Blau hervorstechen - weshalb man satten Farben auch nicht hinterhertrauern muss und ganz in die Mehrdimensionalität eintauchen kann. Die teils am Computer entworfenen, teils im Studio aus Stahl und Glas konstruierten Sets verstärken diesen Effekt noch durch ihre gigantischen Ausmaße. Die Story mag zwar bei all diesem Technik- und Bilderwahnsinn ein wenig untergehen, aber vor allem der wie immer charismatische Jeff Bridges sorgt in seiner Doppelrolle als gottgleicher Kevin Flynn sowie als sein um Jahrzehnte jüngerer Widersacher Clu dafür, dass es in Tron: Legacy letztlich doch menschlich zugeht. Auch wenn sein jung gebliebenes und faltenfreies Alter Ego natürlich nur eine Schöpfung der Computertechnik ist.

Fazit:
Starke Effekte und großartige Kulissen machen die Fortsetzung des Kultfilms zu einem Triumph des Designs.

(Frank Geissler)

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