Troja
Quelle: Warner
Ultimativer Kämpfer in Action: Brad Pitt als Achilles
Der Raub einer schönen Frau, das Aufmarschieren riesiger Heerscharen und der Untergang einer großen Zivilisation - der von Wolfang Petersen 2004 in Szene gesetzte Kampf um Troja sollte nach Gladiator der nächste Megaerfolg eines Sandalenepos' werden. Doch wenn Troja diese Hoffnungen an den Kinokassen auch erfüllte, die Klasse des Ridley-Scott-Hits von 2000 erreichte das Spektakel nicht. Das lag sicherlich in erster Linie an der hohen Erwartungshaltung der Kenner von Homers Ilias, denen die in mancher Hinsicht starken Veränderungen des Werks gegen den Strich gingen.
Als Achillesferse des Films entpuppte sich aber vor allem das Fehlen eines einzelnen Sympathieträgers im Stile eines Gladiators Maximus. So steht einmal Eric Banas herer Hektor, ein anderes Mal die von Brad Pitt gespielte Kampfmaschine Achilles im Vordergrund, und Orlando Blooms Weichei Paris hinter beiden zurück. Zudem stieß sich so manch Kinogänger an der monotonen und wenig leidenschaft verströmenden Stimme von Diane Krüger (die sich wohlgemerkt slebst synchronisiert) als Helena. Alle vier, obwohl die Hauptcharaktere, erweisen sich zudem bis auf zarte Ansätze zu mehr Tiefgang als recht eindimensional.
Dennoch ist Troja ist ein mit bombastischem Aufwand produziertes Actionspektakel, das mit seinen spannend inszenierten Kampfszenen und den großen Gefühlen einiges bietet, was gute Filmunterhaltung ausmacht.
