Trine-Test: Pure Faszination oder langweiliges Hüpf-Spiel?

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Test Thorsten Küchler - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Drei Helden sind besser als einer? Trine will als kluger Genre-Mix will den spielerischen Beweis antreten. Das gelingt allerdings nicht ohne Ernüchterung.

Dank des Enterhakens erreicht die Diebin jede Plattform. Die Steuerung der Flugeinlagen ist aber dezent hakelig. Quelle: PC Games Dank des Enterhakens erreicht die Diebin jede Plattform. Die Steuerung der Flugeinlagen ist aber dezent hakelig. Bei dem Wort "Trine" zucken PC-Spieler zusammen: Waren das nicht diese indischen Entwickler, die Gothic 3: Götterdämmerung verbrochen haben? Richtig, aber versuchen Sie bitte, diese negativen Gedanken auszublenden! Denn das gleichnamige Spiel kommt nicht aus Indien und ist keine Bug- Gurke - ganz im Gegenteil! Tatsächlich erinnert Trine vielmehr an einen Klassiker aus dem Hause Blizzard: The Lost Vikings! Denn genau wie in der Wikinger- Gaudi geht es auch in Trine darum, die Fähigkeiten dreier grundverschiedener Helden zu kombinieren. Entwickler Frozenbyte (Shadowgrounds) wählte hierfür ein Trio, das die Archetypen des Fantasy- Genres abdeckt: Diebin, Magier und Krieger. Auch die einzelnen Talente der Dreierbande wirken recht konservativ: Der Magier zaubert, die Diebin verschießt Pfeile, der Krieger haut zu. Erst im späteren Spielverlauf werden die Feinheiten deutlich: Nur wer per Knopfdruck geschickt zwischen den Figuren hin und her wechselt, erreicht den Level-Ausgang.

Realistische Physik in Spielen ist spätestens seit Half-Life 2 (dt.) ein echter Spaßgarant, so auch hier: Sämtliche Level-Objekte sowie Gegner unterliegen den Gesetzen der (virtuellen) Natur und purzeln dementsprechend authentisch durch die Gegend. Diese Tatsache bildet die Basis für nahezu alle Rätsel in Trine: Mal müssen Sie Plattformen zum Schwingen bringen, mal Felsbrocken zu einer Treppe stapeln. Hier kommen die Fähigkeiten des Magiers ins Spiel: Der Gandalf-Verschnitt kann mittels Telekinese Objekte verschieben, Kisten herbeihexen und später sogar schwebende Plattformen erscheinen lassen. Seine diebische Kollegin nutzt Letztere wiederum, um per Enterhaken-Schwingerei entfernte Anhöhen zu erreichen.

Einzig der Krieger fällt in diesem Zusammenhang etwas ab, denn er hat mit Akrobatik bis auf simples Springen wenig am Hut - und bleibt dadurch spielerisch weitestgehend unnütz. Zumal seine eigentliche Bestimmung, das Verkloppen von Bösewichtern, ebenfalls nicht ins Gewicht fällt - die Diebin erledigt den Job mit ihren aufgelevelten Dreier-Pfeilen nämlich deutlich effektiver. Dieses Ungleichgewicht bleibt leider nicht der einzige Fehler des Spiels: Es hapert auch in Sachen stringentes Leveldesign. Während die ersten Spielstufen bedingungslos begeistern, flaut die Euphorie im späteren Verlauf zusehends ab.

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von AvalonAsh Gelegenheitsspieler/in
        AW:

        Ich fands leider auch enttäuschend. Die Grafik ist für ein Indispiel zwar überragend, aber sonst hat das ganze wenig zu bieten. Die Physikrätsel fand ich oft unpassend in die Levelumgebung reingezwungen. Auch die drei Charaktere fand ich jetzt nicht so spannend und die immer gleichen Skelettgegner öden extrem schnell an. Sogar die anfangs sehr gelungene Musik ging mir mangels Abwechslung schon nach 2-3 Stunden auf die Nerven.

        Braid und World of Goo haben der Indi-Szene Rampenlicht und viel positive Beachtung auch von Spielerseite beschert. Trine kann da aber nicht anknüpfen. Für den Preis bekommt man schon reichlich Toptitel nach der ersten Preissenkung (was ja inzwischen oft nur noch 3 Monate braucht) und da verliert Trine einfach den Vergleich.

        Dass bei so einem kurzen Spiel Langeweile aufkommt, ist mir jedenfalls lange nicht mehr passiert.
      • Von AvalonAsh Gelegenheitsspieler/in
        AW:

        Ich fands leider auch enttäuschend. Die Grafik ist für ein Indispiel zwar überragend, aber sonst hat das ganze wenig zu bieten. Die Physikrätsel fand ich oft unpassend in die Levelumgebung reingezwungen. Auch die drei Charaktere fand ich jetzt nicht so spannend und die immer gleichen Skelettgegner öden extrem schnell an. Sogar die anfangs sehr gelungene Musik ging mir mangels Abwechslung schon nach 2-3 Stunden auf die Nerven.

        Braid und World of Goo haben der Indi-Szene Rampenlicht und viel positive Beachtung auch von Spielerseite beschert. Trine kann da aber nicht anknüpfen. Für den Preis bekommt man schon reichlich Toptitel nach der ersten Preissenkung (was ja inzwischen oft nur noch 3 Monate braucht) und da verliert Trine einfach den Vergleich.

        Dass bei so einem kurzen Spiel Langeweile aufkommt, ist mir jedenfalls lange nicht mehr passiert.
      • Von PunkFan15 Gelegenheitsspieler/in
        AW:

        dieses spiel ist grandios! es hat mir so verdammt viel spaß gemacht wie selten ein spiel in letzter zeit, simpel aber elegant verpackt und an einigen stellen interessant schwer, was das ganze abgerundet hat! wobei ich auch sagen muss, das spiel ist relativ kurz, daher würde ich auch weitaus weniger geld dafür verlangen!
        denno: mein fazit, dieses spiel ist ein beispiel, das dieses genre noch nicht ausgestorben ist und es heutzutage auch andere spiele geben kann ^.^ ich habe es ausserdem 3 anderen freunden unabhängig dieses spiel gezeigt und ALLE haben es sich gekauft

        meine meinung,
        PunkFan15
      • Von golani79 Mitglied
        AW:

        Hab zwar bis jetzt nur die Demo gespielt, war aber schwer begeistert davon.

        Werds mir auf alle Fälle noch holen - macht schon ziemlich viel Spaß das Game und die Erzählform von der Story finde ich auch gut gelungen.
      • Von geleckt Anwärter/in
        Hat mich von der ersten Sekunden an begeistert.

        Kann HLP-andy nur zustimmen. Warten bis ein Wochenend Deal oder so ansteht und dann zugreifen
      • Von Draconamon Anwärter/in
        mir hat es kräftig die zet geraubt
        es ist zwar ein bisschen(sehr) teuer aber ich würde es trozdem weiterempfehlen
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