Spielzeugbauen leicht gemacht
Schaltergewirr: Die fünf Schalter in diesem Level müssen so eingestellt werden, dass jeweils ein Oberteil mit dem passenden Unterteil kombiniert wird.
Machen wir uns nichts vor: Kinder lieben Weihnachten nicht nur, weil alle so lieb zueinander sind und Glühwein schlürfen. Nein, Kinder sind heiß auf die Geschenke. Doch was tun, wenn wenige Tage vor Weihnachten die Regale der lokalen Spielzeugläden einen auf DDR-Staatssäckel machen? Genau, selbst produzieren. In 40 Levels muss die Spielzeugfabrik am Stadtrand zunächst wieder auf Vordermann gebracht werden. Leider beschränken sich die Eingriffsmöglichkeiten auf simples Schalterumlegen und das Manövrieren der Wagen am unteren Bildschirmrand - für aufgefangene Spielzeuge wird man mit Punkten belohnt. Wesentlich interessanter ist der Aufbaupart: Per Editor können beliebig viele eigene Fabriken erstellt werden. 16 verschiedene Teile stehen dafür zur Verfügung, unter anderem sechs unterschiedliche Rohrelemente, ein Verpacker und ein Kombinierer, mit dem aus beliebigen Einzelteilen die ungewöhnlichsten Kreationen geschaffen werden können, zum Beispiel ein Roboterkopf im Blumentopf. Größter Lapsus: Es fehlt jegliches Spielziel (keine Punkte für Konstruktion, kein Wirtschaftsteil). Man kann zwar Levels mit anderen Spielern tauschen, da allerdings aufgrund der mangelnden Interaktionsmöglichkeiten auch kompliziert anmutende Aufgaben nicht schwer zu lösen sind, fehlt schnell der Reiz, weiterzubauen. Deshalb ist Toy Factory selbst für jüngere Spieler nur für kurze Zeit unterhaltsam.
