Town to City: Dekoration und Landwirtschaft erklärt
Ab einer gewissen Größe verlangt Town to City Luxusbedürfnisse und Landwirtschaft. Wir zeigen, wie die zweite Karte das Gameplay erweitert.
Eure Häuser könnt ihr um bis zu zwei Stockwerke erweitern - die bereits platzierten Dekoobjekte bleiben dabei sinnvoll erhalten. Beim Upgrade müsst ihr also nicht von vorne anfangen, sondern nur das neue Stockwerk gestalten.
Im Idealfall tüftelt ihr lange an euren Vierteln, um die Wünsche der Bewohner zu erfüllen, eure Stadt wachsen zu lassen und gleichzeitig Waren möglichst effizient zu verteilen. Achtet jedoch in dicht besiedelten Gebieten auf die Stimmung: Je enger die Häuser stehen, desto schneller sinkt die Laune der Einwohner.
Die Lösung: Entweder breitet ihr euch großzügig über die Karte aus oder gleicht eng bebaute Viertel durch Dekorationen und zusätzliche Services aus - so bleibt eure Stadt auch bei wachsender Größe ein glücklicher Ort.
Landwirtschaft als zweite Ebene
Und wachsen wird eure Stadt garantiert. Bei bestimmten Bevölkerungsmeilensteinen dürft ihr den Bahnhof erweitern und schaltet damit einen neuen Forschungsbaum frei - mit zusätzlichen Gebäuden, Dekorationen und sogar neuen Bevölkerungsschichten. Im Early Access gibt es neben den normalen Einwohnern auch Handwerker und Bürger. Die stellen allerdings sogenannte Luxusbedürfnisse.
In diesem Artikel
Fast jede Dienstleistung besitzt einen eigenen Luxuswert: Ein Schmuckladen oder eine Parfümerie haben naturgemäß einen höheren als eine Metzgerei oder ein gewöhnliches Modegeschäft. Viele dieser Luxusangebote benötigen jedoch spezielle Rohstoffe, die ihr - zumindest in der Kampagne - nicht in eurer Stadt herstellen könnt.
An dieser Stelle kommt die zweite Karte ins Spiel, die sich komplett der Landwirtschaft widmet. Richtig gehört: Wie in Anno 1800 müsst ihr bestimmte Rohstoffe von einer separaten Karte importieren, die ihr ebenfalls von Grund auf besiedeln müsst. Allerdings gelten hier leicht veränderte Regeln.
Quelle: PC Games
Der Bauernhof braucht viele weiterführende Verbindungen.
Wie zuvor müsst ihr auch hier eine Stadtbevölkerung versorgen - diesmal kommen jedoch Bauern hinzu. Sie leben in eigenen Häusern, die ihr nicht ausbauen könnt. Dafür bauen sie Wein, Mais, Weizen, Salat, Tomaten, Lavendel, Rosen und vieles mehr an - Rohstoffe, die ihr auf eurer anderen Karte dringend benötigt.
Ein Logistiksystem à la Anno 1800 gibt es allerdings nicht. Schade, denn das hätte perfekt gepasst und wäre auch eine schöne Gelegenheit gewesen, alte Mechaniken aus Station to Station wieder aufzugreifen. Stattdessen erhaltet ihr einen eigenen Forschungsbaum für Landwirtschaft. Agrarpunkte sammelt ihr durch den Anbau und die Verarbeitung der Produkte. Mit genügend Fortschritt könnt ihr eure Rosen, euren Wein und andere Erzeugnisse schließlich auch auf der Hauptkarte nutzen.
Das trennt die beiden Karten jedoch stärker voneinander, anstatt sie wirklich ineinandergreifen zu lassen. In Zukunft sollen weitere Karten hinzukommen, die - ähnlich wie die Landwirtschaft - jeweils eigene Mechaniken ins Spiel bringen.
Sandbox oder Kampagne
Schreitet ihr in der Landwirtschaftsforschung weit genug voran, dürft ihr schließlich auch Bauernhäuser auf der Startkarte errichten - ganz ohne lästiges Kartenwechseln. Oder ihr spart euch die Mühe gleich und startet im Sandboxmodus. Dort verwaltet ihr nur eine Karte, habt Zugriff auf alle Forschungsbäume und könnt euch nach Herzenslust austoben. Neben den beiden Kampagnenkarten warten drei weitere Szenarien darauf, von euch bevölkert zu werden. Zum Spielstart legt ihr außerdem fest, ob ihr mit unendlichem Geld, freigeschalteten Gebäuden oder völlig sorglos - ohne die Launen eurer Einwohner - spielen wollt. Ein Paradies für alle, die lieber Dioramen in Voxeloptik erschaffen, statt sich mit der harten Realität einer Stadtverwaltung herumzuschlagen.
Quelle: PC Games
Wenn ihr so dicht baut, könnt ihr schnell Probleme mit eurer Bevölkerung bekommen.
Schönbauen trifft Management
Doch die eigentliche Stärke von Town to City liegt darin, zwei bisher getrennte Welten zusammenzuführen: das entspannte Schönbauen aus Tiny Glade und das komplexe Bevölkerungsmanagement aus Anno. Hier dekoriert ihr nicht nur fürs Auge, sondern lasst eine lebendige Stadt daraus entstehen. Im Early Access kann das Spiel noch wachsen, ein paar Bugs müssen verschwinden - dann könnte es zu einem der spannendsten Genre-Vertreter der nächsten Jahre werden.
Am Ende hängt aber alles an einem Punkt: Wenn ihr mit der Voxeloptik nichts anfangen könnt, werdet ihr mit Town to City nicht glücklich - ganz egal, wie gut die restlichen Ideen funktionieren. Für alle anderen ist es ein entspanntes Aufbauspiel, das sich ein bisschen wie Urlaub anfühlt - nur ohne Kofferpacken.
Meinung
Town to City erscheint am 16. September 2025 auf Steam im Early Access, wird von Galaxy Grove entwickelt und von Kwalee vertrieben. Wenn ihr vor dem Kauf in das Spiel reinschnuppern möchtet, könnt ihr die kostenlose Demo ausprobieren. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde eine Vorabversion vom Publisher zur Verfügung gestellt.

Jedenfalls herzlich willkommen und danke fürs Feedback. Wir beraten uns.