Tomb Raider wird 25: Ein Meilenstein - Seite 2
Als vor 25 Jahren Tomb Raider auf den Markt kam, wollten die Entwickler vor allem ein bahnbrechendes 3D-Abenteuer für die neuen Konsolen Sega Saturn und Sony Playstation abliefern. Im Retro-Special zeigen wir auf, dass ihnen das auch tatsächlich gelungen ist, es nebenbei aber auch der Startschuss für die beispiellose popkulturelle Karriere von Lara Croft wurde, womit ihre Schöpfer überhaupt nicht gerechnet hatten.
Chartstürmer
Die Verantwortlichen bei Core Design und Eidos wollten bis zum Release aber noch nicht so recht an den Erfolg ihrer neuen Marke glauben. Trotz positiver Vorzeichen und Vorberichterstattung rechnete man im Budget zunächst nur mit 100.000 verkauften Exemplaren - es sollten am Ende sieben Millionen werden. Unmittelbar nach dem Release am 25. Oktober 1996 stürmte Tomb Raider die Spitzenposition der Charts in den USA und Großbritannien. Von dort ließ sich das Spiel auch so schnell nicht mehr vertreiben.
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Quelle: Eidos Interactive
Bei all den positiven Kritiken hatte Lara viel Grund zur Freude.
Die Fachpresse lobte das Spiel durch die Bank weg und vergab Spitzenwertungen. In der Folge regnete es zudem ein Award nach dem anderen. So wurde der Titel auf der European Computer Trade Show für die beste Marketingkampagne, als PC-Spiel des Jahres, Core Design als Entwickler des Jahres und Eidos als Publisher des Jahres ausgezeichnet. Hinzu kamen zahlreiche weitere Auszeichnung für beste Animation, bestes Actionspiel und Spiel des Jahres bei verschiedensten Preisverleihungen.
Davon profitierte Publisher Eidos natürlich auch wirtschaftlich. Um genau zu sein, hat Lara Croft höchstwahrscheinlich das Überleben der Firma gesichert. So wurde aus einem für 1996 verzeichnetem Verlust von 2,6 Millionen US-Dollar ein Gewinn von 14,5 Millionen im kommenden Jahr. Die Verkaufszahlen für Tomb Raider konnten nur vom direkten Nachfolger wiederholt werden. Erst mit dem Reboot von 2013 schaffte es die Reihe diese Marke zu übertreffen.
Quelle: Paramount Pictures
Inzwischen ist Lara Croft viel mehr als nur die Protagonistin in einem 3D-Actionspiel. Sie ist wohl das erste popkulturelle Phänomen, das aus Videospielen hervorgegangen ist.
Der Aufstieg der Lara C.
Zwar hatten die Entwickler den Erfolg des Spiels unterschätzt, womit sie aber überhaupt nicht gerechnet hatten, war der Aufstieg von Lara Croft zum multimedialen Superstar. Rückblickend sagt Core-Design-Gründer Jeremy Heath-Smith, dass die Zeit gerade richtig dafür war. Mit Phänomenen wie den Spice Girls gab es Mitte der 90er-Jahre eine gewisse "Girl Power"-Stimmung, für die Lara genau zur richtigen Zeit auf der Bildfläche erschien. So wird Tomb Raider auch ein gewisser positiver Einfluss zugeschrieben, was die Öffnung der Welt der Videospiele für Mädchen angeht.
Lara Croft hat erstmals unter Beweis gestellt, dass Actionhelden nicht zwingend männlich sein müssen. Sie hat auch gezeigt, wie eine Marke über seine reine Daseinsform als Videospiel hinauswachsen kann. Lara Croft ist inzwischen so viel mehr als nur die Spielfigur eines Videospiels. Sie ist eine Ikone der Popkultur, eine Hollywood-Figur, ein Star, mit dem sich andere Stars gerne umgeben, eine knallharte Actionheldin, die in Musikvideos deutscher Punkbands auftritt und so vieles mehr. Das alles verdankt sie den revolutionären Ideen von Toby Gard und seinem Team sowie dem wegweisenden Spiel, das Tomb Raider seiner Zeit war.

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Gut dass daraus nichts geworden ist. Es erinnert mich in einigen Abschnitten stark an Dead Space, God of War und Castlevania: Lords of Shadow. Ein für die Marke überhaupt nicht passender Mix, finde ich.
Man vergisst gerne daß es vor Sega Saturn und PS1 schlicht keine Third Person 3D Spiele mit freier dreidimensionaler Level Architektur gab wo man eine Figur aus Third Perspektive steuern konnte. Tomb Raider ware neben dem nahezu parallel releasten Super Mario 64 das erste seiner Art.
Es war aber auch gut für die Serie das macn nach dem unsteuerbaren "Tomb Raider: The Angel of Darkness". (Ich habe es nach 10 Minuten aufgegeben) den Brand Crystal Dynamics gegeben hat.
Tomb Raider: Legend hat alles steuerungstechnisch weit besser gelöst. Crystal Dynamics hatte ja auch mit Soul Reaver schon eins der besten PS1 Third Person Action Adventures herausgebracht und Erfahrung damit.
Und schön zu sehen wie sie die Serie weiter entwickelt haben. Der letzte Teil ist in jeder Hinsicht ein Meisterwerk geworden. Die Steuerung ist nahezu perfekt. Kein Rätsel zu leicht oder zu schwer und grafisch auch jetzt noch top.
Mit neuen Techniken wie sie die Unreal 5 Engine erlaubt müßte eine Menge mehr möglich sein.
Das "Problem" ist nur, je realistischer sie aussieht und je realistischer die Welt desto merkwürdiger wirken halt diese extrem lebensgefährlichen Kletter Aktionen.
Hätten sie das Spiel länger exklusiv gehalten, wäre das ein Systemseller für die Konsole gewesen...
Allgemein muss man auch sagen: Fünf Wochen Exklusivität ist schon süß aus der heutigen Zeit betrachtet. ^^