Titan Quest

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Test Thomas Weiß Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Titan Quest Titan Quest erfordert selten taktisches Geschick, am wenigsten, wenn Sie als Krieger antreten. Die Gegner rennen bei Sichtkontakt stur auf den Spieler zu und schwingen die Waffe, bevor sie als Kanonenfutter draufgehen. Auch Zwischengegner haben die Gefährlichkeit eines rosa Plüschhasen, sieht man von einigen Zaubersprüchen ab. Neigt sich Ihre Lebensenergie dem Ende zu, genügt der Druck auf einen Hotkey und der Held leert einen Trank.

Später, wenn Geld da ist wie Heu, können Sie diese Taste mit einem Stein beschweren. Die Zeit, die zwischen der Benutzung von Tränken vergehen muss, ist erbarmungsvoll kurz gehalten. Sollte ein Monster doch einmal mehr Schaden anrichten als Sie zu heilen imstande sind, genügt ein Hühnertanz im Kreis herum. Man wird Sie in diesem Zirkus nicht treffen.

Titan Quest ist damit nicht exakt das, was man ein cleveres Spiel nennt. Aber häufig steckt gerade im Stupiden ein Reiz, wenn ihm eine geschmeidige Spielbarkeit zugrunde liegt - wie hier. Das Tempo fühlt sich richtig an; das Feedback ist da, wenn Waffen auf Monster treffen oder Feuerbälle in der Menge hochgehen. Die Physik-Engine leistet ihren wertvollen Beitrag, indem sie Gegner in wunderschön anzusehende Animationen fallen lässt.

Beifall klatschen möchte man, wenn Getroffene nach Einsatz durchschlagender Spezialangriffe in hohem Bogen durch die Luft segeln. Noch schöner wäre gewesen, hätte Iron Lore nicht auf abgetrennte Gliedmaßen (zerbrochene Skelette zählen nicht!) oder Körperflüssigkeiten verzichtet. Es ist nicht so, dass der Autor blutrünstig wäre. Aber zu einem Hack & Slay gehört nun einmal virtuelle Gewalt, weil sie die berauschende Wirkung der Metzelei potenziert.

Titan Quest ist ein Action-Rollenspiel, wobei die Betonung auf Action liegt. Der Rollenspiel-Anteil wurde bis aufs Nötigste geschrumpft, von Dingen wie Story, Rätsel oder Quests merkt man wenig bis nichts. Zwar stehen vor allem in den Städten NPCs, die ein Heldenhändchen gebrauchen könnten. Aber die daraufhin folgenden Aufträge lösen Sie eher zufällig denn absichtlich, was maßgeblich auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass es meist schlicht darum geht, sämtlichen Monstern die Grütze aus der Birne zu prügeln.

Dazu bedarf es keiner Vorgeschichten. Manchmal benimmt sich Titan Quest etwas schwerfällig, indem es den Spieler mit Text überschüttet, den die englischen Sprecher zwar sauber, aber lieb- und leidenschaftslos abarbeiten. Man kann ihnen die fehlende Emotionalität nicht verdenken, weil die Charaktere oft weitschweifig von Belanglosigkeiten berichten, während sie wie angewurzelt stehen.

Dem Zufall überlassen?

Titan Quest Die Schauplätze sind nicht zufällig generiert, sondern mit dem beiliegenden Toolset gebaut. Heißt: Die Welt bleibt auch nach dem zigsten Neustart bis zum Grashalm gleich. Das könnte sich als Problem erweisen, weil es den Entdeckungsdrang hemmt. Die gute Nachricht ist die, dass es lange dauern wird, bis sich eine solch gewaltige Welt ins Gedächtnis einbrennt. Griechenland ist eine gebirgige Natur, durchzogen von Bächen und Schluchten mit markanten Felsen.

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Shinizm Mitglied
        Sehr cooles Hack&Slay welches leider etwas zu steril daherkommt. Bissl Blut & Gore hätte ihm gut getan. Aber denoch machts viel Spass (mit Freunden gezoggt, allein sicher etwas langweiliger)
      • Von Shinizm Mitglied
        Sehr cooles Hack&Slay welches leider etwas zu steril daherkommt. Bissl Blut & Gore hätte ihm gut getan. Aber denoch machts viel Spass (mit Freunden gezoggt, allein sicher etwas langweiliger)
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