The Witcher 4: Ein Luchs, viele Hexer und noch mehr Fragen

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Special Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
The Witcher 4: Ein Luchs, viele Hexer und noch mehr Fragen
Quelle: PC Games

Worum geht es in The Witcher 4? Wen werden wir spielen, welche Rolle spielen Ciri und Geralt? Und was hat es mit dem mysteriösen Luchsmedallion auf sich? In unserem Was-wäre-wenn-Special überlegen wir uns, in welche Richtung The Witcher 4 gehen könnte.

Einige Fans haben bereits angemerkt, dass der Luchs gefühlt zwischen Wolf und Katze liegt - was ein Hinweis darauf sein könnte, dass beide Lehren in der Luchsschule zusammenfließen könnten. Das wäre auf jeden Fall ein spannender Ansatz, denn während die Wolfsschüler eher den Ruf genießen, rechtschaffen und im Guten zu handeln, haftet der Katzenschule ein richtig übles Image an: Ihre Mitglieder gelten als fehlgeschlagene Mutationen und man sagt ihnen oft nach, kaltblütig und skrupellos zu handeln, manche sollen regelrechte Massaker verübt haben. Für Hexer, die sich eigentlich zum Schutz der Menschen und zur Neutralität verpflichten, geht das natürlich gar nicht. Darum sind die Katzenschüler bei den Wölfen auch ziemlich unten durch.

Schule im Aufbau

Dabei stellt sich auch noch eine wichtige Frage: Gibt es die Luchsschule schon länger und war sie bislang einfach nicht wichtig oder verborgen? Oder wird sie im nächsten Witcher-Spiel gerade erst neu gegründet? Der Aufbau einer neuen Hexerschule wäre doch ein ziemlich spannender Unterbau für eine neue Rollenspiel-Reihe - und für die Spieler wär's eine tolle Gelegenheit, um die Story mit persönlichen Entscheidungen zu beeinflussen und so die Zukunft der Hexer selbst in die Hand zu nehmen. Theoretisch könnten hier auch Geralt und Ciri als Nebenfiguren auftreten, vielleicht als Lehrer oder Questgeber, und so eine Brücke schlagen von Witcher 3 zur neuen Saga.
The Witcher 3 Quelle: PC Games Sind Geralts Abenteuer zu Ende erzählt? 

Streng genommen ist die Luchsschule übrigens nicht hundertprozentig neu. Die hatten sich ein paar treue Witcher-Fans nämlich schon vorher ausgedacht. Ihre Idee war es, dass die Wolfsschule nach dem Tod von Vesemir aufgelöst wird und ihre Mitglieder sich in alle Winde verstreuen. Lambert und seine Gefährtin, die Zauberin Keira Metz, ziehen daraufhin in den Süden, wo sie auf Mitglieder der Katzenschule stoßen. Lambert beschließt, die Gruppe zu reformieren und gründet sie als Schule des Luchses neu - mit dem Ziel, die fehlgeleiteten Methoden der Katzen zu korrigieren und ihnen einen neuen Ruf zu verpassen. Aber nochmal: Dabei handelt es sich um reine Fan Fiction! Aber es ist natürlich nicht auszuschließen, dass sich CD Projekt von der Idee inspirieren ließ.

Neue Helden, neues Gameplay

Aber wer wird nun die neue Heldenfigur in The Witcher 4? Wie schon erwähnt, halten wir Ciri aufgrund ihrer übermächtigen Fähigkeiten eher für unwahrscheinlich. Und wir gehen auch nicht davon aus, dass sich CD Projekt nochmal eine andere Figur aus den Büchern rauspicken wird. Stattdessen rechnen wir eher damit, dass ihr euch eure Hexer diesmal selbst zusammenstellen dürft - und zwar egal ob männlich oder weiblich, menschlich oder vielleicht sogar elfisch. Bei Cyberpunk 2077 konnte man sich mit V schließlich auch eine eigene Hauptfigur basteln und das hat unterm Strich doch ziemlich gut funktioniert.
Geralts Waffen und Fähigkeiten sind seit dem ersten Spiel bekannt. Ein neuer Hexer könnte frischen Wind ins Gameplay bringen. Quelle: PC Games Geralts Waffen und Fähigkeiten sind seit dem ersten Spiel bekannt. Ein neuer Hexer könnte frischen Wind ins Gameplay bringen.

Eine neue Spielfigur und eine neue Schule - das würde sicher auch nicht am Gameplay spurlos vorbeigehen. Geralts Charakter, seine Techniken und seine Ausrüstung, das alles war durch die Bücher schon ziemlich stark vorgeschrieben. Gerade im ersten The Witcher haben die Entwickler peinlich drauf geachtet, möglichst nicht von der Vorlage abzuweichen. Ein Stahlschwert, ein Silberschwert, jede Menge Tränke und die magischen Hexerzeichen - das ist im Grunde Geralts Charakterbogen seit dem ersten Spiel. Zwar konnte Geralt zwischendurch auch mal andere Waffen verwenden - aber die waren dann eben nie wirklich effektiv, weshalb man letztendlich immer auf die zwei Schwerter festgelegt war. Eine neue Schule könnte hier frischen Wind reinbringen und auch andere Waffengattungen ermöglichen. Wer sagt denn, dass man Werwölfe nur mit einem Silberschwert töten kann? Das würden Axt, Dolch, Peitsche oder Lanze vielleicht auch ganz gut hinkriegen.
Auch der Fernkampf könnte eine größere Rolle spielen: Erst im dritten Teil hatte CD Projekt die Armbrust eingeführt, was Geralt übrigens offen damit kommentiert, dass nun eine Tradition gebrochen sei. Und natürlich könnten auch die Hexerzeichen oder Alchemie in einer neuen Schule noch stärker ausgebaut oder zumindest anders gewichtet werden. Indem sich CD Projekt also von Geralts Geschichte entfernt, erkauft sich das Studio im Gegenzug jede Menge Freiheiten, um die Marke voranzubringen.

Unentdeckte Welten

Natürlich stellt sich auch noch die Frage nach dem Schauplatz, wobei man hier eigentlich nur munter drauflosraten kann. Das Luchsmedaillon im Artwork ist halb von Schnee bedeckt, weshalb manche Fans vermuten, dass es raus aus den bekannten Regionen und über die blauen Berge in eisigere Gefilde gehen könnte. Es wäre ja auch komisch, wenn wir wieder nur in Velen, Novigrad und Skellige unterwegs sind - die haben wir schließlich ausreichend erkundet. Wir rechnen also damit, dass der Großteil des Spiels in neuen Gebieten stattfinden wird. Hier haben die Autoren übrigens jede noch so erdenkliche Freiheit, denn schon in den Büchern wird klar, dass Geralts Welt nur eine von unendlich vielen ist. Es gibt im Spiel also ein waschechtes Multiversum, und davon bekommen wir auch in Witcher 3 schon einiges zu sehen. Gegen Ende der Hauptquest landet Geralt nämlich auf mehreren fremden Planeten, bis er schließlich den Weg zurück nach Hause findet.
Fremde Welten: Schon in The Witcher 3 reiste Geralt durch andere Dimensionen. Quelle: PC Games / Play4 Fremde Welten: Schon in The Witcher 3 reiste Geralt durch andere Dimensionen. Auch Ciri kann davon ein Lied singen, sie kann nämlich zwischen den Dimensionen hin und her reisen. Wir glauben zwar nicht, dass CD Projekt so radikal sein wird und uns gleich wieder in eine andere Dimension verfrachtet, aber es ist zumindest denkbar, dass wir auch wieder Abstecher auf andere Welten unternehmen werden.

Wir hoffen allerdings sehr, dass CD Projekt der Versuchung widersteht, einen Koop-Modus in das Spiel einzubauen - oder gleich das ganze Ding als Koop-Erfahrung zu designen. So schön es vielleicht auch wäre, eine Welt wie die von The Witcher gemeinsam zu erkunden, hätten wir doch ernste Sorgen, was das Storytelling und die Quests anbelangt - da sehen wir eine klassische Einzelspielererfahrung klar im Vorteil. Und letztendlich ist es ja das, was wir uns für ein neues Witcher-Abenteuer wünschen: eine erwachsene Story, spannende Quests, folgenschwere Entscheidungen und eine faszinierende Welt zum Erkunden. In der Hinsicht hat The Witcher 3 die Messlatte verdammt hochgelegt. Da muss sich das nächste Spiel also mächtig ins Zeug legen.

Was denkt ihr?

Bis es soweit ist, dürften aber noch locker ein paar Jährchen vergehen. Das neue Projekt wurde schließlich gerade erst angekündigt und befindet sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Das heißt, wir haben noch jede Menge Gelegenheit, um uns über Was-wäre-wenn-Szenarien, Charaktere, Schauplätze, Hexerschulen und Spielmechaniken den Kopf zu zerbrechen. Und ihr seid natürlich herzlich eingeladen, mitzumachen - also schreibt uns einfach einen Kommentar und verratet uns, was ihr vom neuen Witcher-Spiel erwartet und was ihr euch am meisten wünscht. Wir sind gespannt auf euer Feedback!

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von s3dr1ck Gelegenheitsspieler/in
        "Die Zukunft der Hexer im Ausblick": Ein Ausblick ist ja quasi ein Blick auf das was kommt und setzt voraus, es zu wissen. Schnell merkt man aber, dass es hier nur um Spekulationen geht. Habt Ihr es denn nötig, mit solchen Headlines zu arbeiten? Das ist wie: "Der Release-Termin steht fest" als Überschrift und dann im Text zu schreiben: "Der Entwickler macht noch keine Angaben zum Termin". Ich hasse es!
      • Von s3dr1ck Gelegenheitsspieler/in
        "Die Zukunft der Hexer im Ausblick": Ein Ausblick ist ja quasi ein Blick auf das was kommt und setzt voraus, es zu wissen. Schnell merkt man aber, dass es hier nur um Spekulationen geht. Habt Ihr es denn nötig, mit solchen Headlines zu arbeiten? Das ist wie: "Der Release-Termin steht fest" als Überschrift und dann im Text zu schreiben: "Der Entwickler macht noch keine Angaben zum Termin". Ich hasse es!
      • Von Gast1730761802 Mitglied
        Zitat von dacarter2160
        Ohne Geralt ist es kein Witcher mehr, das wird CDPR auch noch merken.
        Geralt dürfte noch das geringste Problem sein. Wichtiger ist, dass CDPR sich auf Qualität besinnt. Gute Stories können die ja. Da mache ich mir weniger Sorgen. Und ich mach mir auch keine Sorgen drum, dass ein potentiell neuer Charakter ebenso gut sein kann, wie Geralt.
      • Von MrFob Nerd
        Zitat von dacarter2160
        Ohne Geralt ist es kein Witcher mehr, das wird CDPR auch noch merken.
        Meinst du? Glaube ich nicht. Das Universum ist auch so reichhaltig genug um coole Geschichten mit anderen Charakteren darin erzaehlen zu koennen. Thronebreaker zum Beispiel hatte auch eine coole Geschichte.

        Ich bin gespannt was sie am Ende machen werden.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] : Kleiner Fehler am Anfang des zweiten Absatzes: "The Witcher 4 heißt wahrscheinlich gar [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] nicht The Witcher 4."
      • Von dacarter2160 Anfänger/in
        Ohne Geralt ist es kein Witcher mehr, das wird CDPR auch noch merken.
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