The Witch: Rezension zum ungewöhnlichen Horrorfilm
Ein etwas anderer Horror-Film: Neu-Englang 1630, ein fanatisch religiöser Vater wird samt seiner Familie von seiner Gemeinde verstoßen. In der Wildnis müssen sie sich eine Existenz aus dem Nichts aufbauen - doch was hat es mit den Ernte-Ausfällen und dem verschollenen Sohn auf sich? Ist am Ende eine Hexe schuld? Oder doch alles nur religiöse Paranoia?
Neuengland um 1630: Selbst für ein puritanisches Dorf ist der Familienvater William zu fanatisch-religiös und wird mitsamt seiner Familie verbannt. Fortan muss er sich als Farmer in der Wildnis ein neues Leben aufbauen. Nachdem das Baby der Familie plötzlich verschwindet, nehmen mysteriöse Ereignisse, insbesondere rund um die älteste Tochter Thomasin, ihren Lauf. Die Spannungen innerhalb der Familie spitzen sich immer weiter zu.
Eines sei gleich vorweggenommen: das Langfilmdebüt von Regisseur David Eggers ist kein konventioneller Vertreter des Horrorgenres. Und wer schon bei letztjährigen Vertretern wie z.B. "Babadook" oder "It follows" eher mit frustriertem Zähneknirschen als mit ängstlichem Zähneklappern reagierte, wird in diesem allegorischen Grusler nicht glücklich werden. Der Film ist eher ein historisches Drama mit Horrorelementen, der die Geschichte eines fanatischen und korrupten Glaubenssystems erzählt, das an der Welt scheitert.
Fazit / Langsames Gruseldrama, das nicht mit Schockmomenten, sondern mit impressionistischen Alptraumbildern gespickt ist.
