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  • The Surge 2: Vorschau - Wir haben die Fortsetzung gespielt!
    Quelle: PC Games

    The Surge 2 stundenlang gespielt: Besser als der erste Teil?

    Es ist selten, dass sich ein Entwickler aufs Wesentliche konzentriert und nicht gleich das Blaue vom Himmel verspricht. The Surge 2 ist so ein Fall: Beim Studiobesuch konnten wir das Action-Rollenspiel ausführlich spielen, Videos aufnehmen und mit den Entwicklern quatschen. Unser Ersteindruck: The Surge 2 verspricht eine starke Fortsetzung zu werden, die sich vor allem im Detail verbessert und auf die Wünsche der Fans eingeht. Warum das der richtige Ansatz ist, klären wir in unserer Vorschau mit Video.

    Die Dark-Souls-Formel mit Science-Fiction zu kreuzen, mag zwar nicht sonderlich originell sein, doch im Fall von The Surge war uns das herzlich egal: Vor zwei Jahren gelang Deck 13 (Lords of the Fallen) das Kunststück, aus der einfachen Idee ein richtig gutes Spiel zu stricken, das seitdem jede Menge Fans gefunden und auch in unserem Test viel Lob kassiert hat: The Surge war fordernd, spannend und atmosphärisch, ließ aber auch noch viel Raum für Verbesserungen - und genau hier kommt der Nachfolger ins Spiel, der schon nach etwas mehr als zwei Jahren Entwicklung im Laden stehen soll.

    Ob die Zeit ausreicht, um einen vollwertigen Nachfolger abzuliefern? Davon wollten wir uns selbst überzeugen und statteten den Entwicklern kurzerhand einen Besuch ab. Vor Ort bei Deck 13 hatten wir die Möglichkeit, The Surge 2 mehr als vier Stunden lang ohne Einschränkungen zu spielen, eigenes Videomaterial am PC aufzunehmen und mit den Entwicklern zu plaudern. Beim Anspielen der Beta-Version wurde uns schnell klar: The Surge 2 will das Rad zwar nicht neu erfinden, es aber zumindest ein ganzes Stück runder machen. Das Feedback der Spieler war dabei entscheidend für Deck 13, denn viele Neuerungen und Detailverbesserungen gehen direkt auf die Wünsche und Vorschlage der Community zurück.

    Held aus dem Baukasten      

    Im Charakteditor legt ihr Alter, Aussehen und Geschlecht eurer Spielfigur fest. Im Charakteditor legt ihr Alter, Aussehen und Geschlecht eurer Spielfigur fest. Quelle: PC Games Die erste dieser Änderungen erleben wir gleich bei Spielstart: In The Surge 2 spielt man keinen vorgefertigten Helden mehr, stattdessen beginnt das Abenteuer mit einem solide ausgestatteten Charakter-Editor, in dem man sich Aussehen und Geschlecht der Spielfigur selbst zusammenstellt. Laut Deck 13 ist das ein Feature, das sich die Käufer des ersten Teils ausdrücklich gewünscht haben. Warren, der querschnittgelähmte Held aus dem Vorgänger, wird zwar auch in The Surge 2 wieder eine Rolle spielen, doch wie genau die aussieht, wollen wir hier natürlich nicht verraten.

    Nach der Charaktererstellung verfrachtet uns das Action-Rollenspiel ohne Umschweife in ein Gefängnis, genauer: in eine Krankenstation, wo wir ohne Erinnerungen auf einem Behandlungstisch aufwachen. Ärzte sind weit und breit nicht zu sehen, doch dafür stolpern wir schon nach wenigen Schritten über die ersten Leichen. Warum gehen die Wachdrohnen auf uns los? Warum greifen uns manche der Insassen unvermittelt an? Erst nach einer Weile erfahren wir den Grund: Die gefährliche Nano-Seuche aus dem Vorgängerspiel hat sich ausgebreitet und die Stadt Jericho City erfasst. Dort herrscht nun blanke Anarchie, weshalb die Regierung die gesamte Stadt unter Quarantäne gestellt hat. Ein Teil der Bevölkerung hat sich zu mordenden Maschinenzombies gewandelt, der Rest wurde evakuiert oder fiel den Angreifern zum Opfer - und wir sind natürlich mittendrin.
    In Jericho City treffen wir nicht nur auf Feinde. Hier begrüßt uns ein freundlicher Kultist.  In Jericho City treffen wir nicht nur auf Feinde. Hier begrüßt uns ein freundlicher Kultist.  Quelle: PC Games

    Lern oder stirb!      

    Das Tutorial spielt in einem Gefängnis. Anfangs müssen wir ohne Exo-Rig auskommen. Das Tutorial spielt in einem Gefängnis. Anfangs müssen wir ohne Exo-Rig auskommen. Quelle: PC Games Das Spielgefühl erinnert auf den ersten Blick stark an den Vorgänger: Steuerung, Kameraführung, Menüdesign, das ist fast alles beim Alten geblieben. Unser wichtigstes Werkzeug fehlt allerdings: die Exo-Rig, eine Art biomechanisches Exo-Skelett, mit der wir unsere Kräfte verstärken und schwere Ausrüstung anlegen können! Noch bevor wir uns so ein praktisches Ding unter den Nagel reißen dürfen, wartet schon der erste Mini-Bosskampf auf uns - spätestens hier wird klar, dass auch The Surge 2 kein Spiel für Warmduscher wird. Wer nicht aufpasst, gibt schon im Tutorial zum ersten Mal den Löffel ab.

    Zum Glück liefert der Einstieg aber alle wichtigen Infos mit, wer den Vorgänger nicht gespielt hat, sollte sich darum in aller Ruhe mit den Grundlagen vertraut machen. Zum Ende des Tutorials müssen die Basics sitzen, denn hier wartet der erste richtige Bosskampf auf uns: Wir müssen gegen den Gefängnisdirektor antreten, der uns mit Brandbomben, schnellen Klauenangriffen und einer Drohne (die wir ihm nach unserem Sieg direkt abluchsen) ordentlich ins Schwitzen bringt.

    Willkommen in Jericho City      

    Auf den Bosskampf folgt die Freiheit: Wir betreten erstmals das in Trümmern liegende Jericho City. Die abgeriegelte Stadt ist der zentrale Schauplatz von The Surge 2 und soll deutlich größer ausfallen als jeder andere Level im Vorgängerspiel. Indem wir das Stadtgebiet sorgfältig erkunden, nützliche Upgrades sammeln, Schlüsselkarten finden oder Schalter betätigen, öffnen wir nach und nach neue Wege. Die führen uns in allerlei unterschiedliche Levels, die um die Stadtzone angeordnet sind. Neben dem Gefängnis entdecken wir beispielsweise auch eine trostlose, mit Giftmüll verseuchte Hafengegend, in der neue Gegner, Beute, Quests und Bosse auf uns warten. Im Gegensatz zum Vorgängerspiel ist die Reihenfolge der Levels aber nicht mehr streng vorgegeben und man darf selbst entscheiden, welchen Pfad man einschlagen will. Da die Gegner nicht mit unserem Level skalieren, könnten wir dadurch auch mal in einer Zone landen, die vielleicht noch zu hochstufig für uns ist. In dem Fall heißt es dann: tapfer durchbeißen oder einfach umdrehen und stattdessen einen Weg zu einem anderen Level suchen.
    Für besiegte Gegner erhalten wir Tech-Scrap, das ist Währung und Erfahrung zugleich. Für besiegte Gegner erhalten wir Tech-Scrap, das ist Währung und Erfahrung zugleich. Quelle: PC Games

    Mehr Charaktere, mehr Quests      

    In solchen Hubs treffen wir Questgeber und Händler. In solchen Hubs treffen wir Questgeber und Händler. Quelle: PC Games Schon in der ersten Spielstunde fällt uns die wesentlich höhere Dialog- und Questdichte auf. Die Entwickler bemühen sich, Story und Spielwelt diesmal noch stärker miteinander zu verzahnen als im ersten The Surge. So trifft man schon zu Beginn auf deutlich mehr NPCs als im gesamten Vorgängerspiel. Viele von ihnen warten in kleinen Hubs auf uns, die als Verbindungsstücke zwischen dem Stadtgebiet und den angrenzenden Levels dienen. In diesen Stützpunkten dürfen wir nach Herzenslust mit Leuten quatschen, manche wollen mit uns handeln, andere haben kleine Nebenquests parat. Eine klare Steigerung gegenüber dem ersten The Surge! Doch leider hat die Sache auch einen Haken: Der selbst erstellte Held beziehungsweise die Heldin ist diesmal komplett stumm. Alle anderen Charaktere wurden dagegen sorgfältig vertont - schade, dass es da nicht für zwei zusätzliche Sprecher gereicht hat.

    Kämpfen, sammeln, siegen      

    Auch wenn The Surge 2 nun etwas mehr Story auffährt, setzt es auf den exakt gleichen, motivierenden Gameplay-Kreislauf wie sein Vorgänger: Wir verbringen also wieder viel Zeit damit, Gegner zu "farmen", sie systematisch zu zerlegen, ihre Ausrüstung zu recyceln und so Stück für Stück stärker zu werden. Die schick animierten Kämpfe spielen sich gewohnt rabiat und wunderbar wuchtig. Einzig die Kamera macht hin und wieder etwas Probleme, besonders in engen Gängen oder wenn wir Feuerleitern, Treppen und Plattformen erkunden, wo der Überblick auch mal leiden kann. Auch die Sprungfähigkeit fühlt sich so hakelig an wie eh und je, hier hat sich kaum etwas getan. Schlimm? Nein. Aber nach zwei Jahren hätten wir hier zumindest etwas mehr Fortschritt erwartet.

    Genau wie im Vorgänger können wir Körperteile der Gegner gezielt abtrennen. Genau wie im Vorgänger können wir Körperteile der Gegner gezielt abtrennen. Quelle: PC Games Auch das wichtigste Feature kehrt nahezu unverändert zurück: Mithilfe des rechten Analogsticks schalten wir wieder gezielt die Körperteile der Gegner durch und konzentrieren unsere Angriffe auf Kopf, Körper, Arme oder Beine. Mit einem stark inszenierten (und äußerst brutalen) Finisher schlagen wir anschließend das Körperteil ab und haben so die Chance, nicht nur die Waffen unserer Gegner einzusacken, sondern auch gleich noch einen Bauplan oder Handwerksmaterial zu erbeuten.

    Mach mal Pause!      

    Mit dem gesammelten Zeug marschieren wir regelmäßig zu einer der spärlich verteilten Medibay-Stationen, die auch in The Surge 2 unsere wichtigste Anlaufstelle sind. Darum ist es umso wichtiger, dass wir beim Erkunden der Levels immer wieder die Augen nach den gut versteckten Abkürzungen offen halten, damit wir möglichst schnell wieder zur Medibay zurückfinden. Das klappte schon im Vorgänger gut und auch in The Surge 2 macht das Leveldesign einen durchdachten Eindruck.
    Es dauert nicht lange, bis wir eine ordentliche Einsteiger-Ausrüstung zusammen haben.  Es dauert nicht lange, bis wir eine ordentliche Einsteiger-Ausrüstung zusammen haben.  Quelle: PC Games

    An der Medibay basteln wir neue Rüstungsteile für unsere Exo-Rig, die unterschiedliche Defensivwerte besitzen, unser Tempo beeinflussen und im Set auch spezielle Boni liefern, die sich stark auf unsere Spielweise auswirken können. (Nettes Detail: Diesmal gibt es auch schon kleinere Bonuseigenschaften für halb angelegte Sets.) Auch bereits gesammelte Ausrüstung lässt sich wie gewohnt mit Material in zehn Rängen verbessern, dadurch bleibt sie über die gesamte Spielzeit nützlich. Im New-Game-Plus-Modus, der nach dem Durchspielen freigeschaltet wird, kommen dann nochmal weitere zehn Qualitätsstufen inklusive neuer Handwerksmaterialien hinzu.

    • Es gibt 6 Kommentare zum Artikel

      • Von Butchnass Erfahrener Benutzer
        Den ersten Teil fand ich sehr gut und der zweite sieht insgesamt wieder gut aus.
        Bis auf den jetzt anonymen Protagonisten, der nicht spricht.
        Und das sollen sich die Spieler gewünscht haben?
        Hat das eine Geschichte jemals gutgetan? Es gibt vermutlich eher Beispiele, die trotz dessen eine brauchbare Erzählung hatten.
      • Von TAOO Erfahrener Benutzer
        Zitat von Chroom
        Dann wünsche Ich Dir viel Spaß damit  . Ich habe es übrigens 2mal also NG+ komplett mit Gamepad durchgezockt und ging gut von der Hand.


        Ja gut ! Dann weiß ich ja bescheid . Danke für die info
      • Von Chroom Erfahrener Benutzer
        Zitat von TAOO
        Ja, da sagst du was ! Lords of the Fallen freue ich mich auch voll drauf das mal endlich anzufangen und durchzuspielen . Hatte es mal kurz angezockt beim installieren um zu testen wie es so ist mit dem Gamepad . Hoffe nur das die Kamereführung in ordnug geht
        Dann wünsche Ich Dir viel Spaß damit  . Ich habe es übrigens 2mal also NG+ komplett mit Gamepad durchgezockt und ging gut von der Hand.
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