The Strangers - Opfernacht: Filmrezension zur Masken-Mörder-Fortsetzung
Mit "The Strangers" feierte Bryan Bertino 2008 sein Regiedebüt, ein Psycho-Thriller, der teilweise auf persönlichen Erfahrungen des Autors und den sich 1981 im Keddie-Resort zugetragenen, bis heute ungeklärten Morden basierte. Nun gibt es endlich eine Fortsetzung zu dem Terrorkino, die zwar schon ein Jahr nach dem Erscheinen des ersten Teils angekündigt wurde, aber erst jetzt durch Johannes Roberts ins Rollen kam. Die tödliche Bedrohung ist wieder da - die unbarmherzigen Maskenträger haben ihre Waffen bereits geschärft.
Vor ziemlich genau zehn Jahren erschien "The Strangers"(2008) und spaltete die Massen: Während die einen Zuschauer den stark auf Suspense setzenden Home Invasion-Horror als spannendes Indie-Highlight feierten, gab es nicht wenige, die sich mehr handfeste Action gewünscht hätten. Seinen Platz in der Rubrik "Genre-Geheimtipp" hat sich der Film dennoch gesichert. 2018 möchte Johannes Roberts, der mit "47 Meters Down" letztes Jahr einen Überraschungshit landete, die Reihe erfolgreich fortführen. Leider hält er sich dabei so eng an das Original, dass er weder dessen Fans, noch jüngere Generationen wirklich überzeugen können wird.
Die Story: Ein Elternpaar und die beiden Teenie-Kinder verbringen die Nacht in einem Camping-Park, wo sie nach kurzer Zeit von maskierten Psycho-Killern heimgesucht werden. Im Grunde ist es die gleiche Geschichte wie anno dazumal, allenfalls in noch vereinfachter Form (sofern das möglich ist). Auch die Schreckmomente wirken mittlerweile so archaisch, dass Adrenalinschübe selten sind. Für die nette Atmosphäre und perfekt imitierte Ästhetik des ersten Teils gibt es noch einen Gnadenstern.
FAZIT:
Bestenfalls ein Genre-Nostalgie-Trip, nüchtern sachlich betrachtet aber eine Fortsetzung, die es einfach nicht gebraucht hätte.
