Stalin Subway
Die Grafik reißt keine Bäume aus. Dafür gefallen die Effekte.
Statt wie üblich als westlicher Held gegen böse Kommunisten oder religiöse Fanatiker zu kämpfen, mimen Sie in The Stalin Subway einen regimetreuen KGB-Mann im Moskau des Jahres 1952. Der 25-jährige Gleb Suworow gerät in eine Verschwörung, sein Vater, der an einer neuen Atombombe arbeitet, wird verhaftet. Anscheinend wollen ein paar Regime-Kritiker den Landesvater Stalin und jede Menge Zivilisten um die Ecke bringen.
Das kann Gleb - beziehungsweise der Spieler - natürlich nicht zulassen. In spielerischer Hinsicht erwartet Sie ein schnörkelloser Ego-Shooter, der dank des erfrischenden Szenarios für einige spaßige Stunden sorgt. Viele der Levels sind echten Moskauer Sehenswürdigkeiten nachempfunden: Kreml, Staatsuniversität, Stalins Bunker, Moskauer Metro ... Auch die Waffen entsprechen den realen Vorbildern der Epoche.
So viel zum positiven Teil. Steuerungstechnisch liegt einiges im Argen, da Sie ständig an irgendwelchen Objekten oder Spielfiguren hängen bleiben. Level-Design und Spielablauf hätten etwas mehr Abwechslung verdient, das Design der Spielfiguren ebenfalls. Klone treffen Sie hier sprichwörtlich am laufenden Band. Die KI der Gegner bewegt sich dabei zwischen hirntot und zielsicher.
Technisch gefällt die Physik-Engine, die für realistisch herumpurzelnde Objekte sorgt. Die Grafik ist als solide zu bezeichnen, hinkt den aktuellen Shooter-Hits damit aber ziemlich hinterher. Ein Mehrspielermodus mit den obligatorischen Deathmatch- und Bomben-Entschärfungs-Varianten existiert, ist aber nicht mehr als eine nette Dreingabe. Insgesamt ein Allerwelts-Shooter, der jedoch durch das interessante Szenario gepflegt unterhält.
