Review: The Return of the First Avenger

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Review: The Return of the First Avenger
Quelle: Marvel

Perfekt inszeniertes Superhelden-Spektakel mit grandiosen Action-Sequenzen, aber so gar nichts Neuem oder Innovativem.

(Bild: Disney)

Steve Rogers alias Captain America ist in der Gegenwart angekommen: Er schloss sich S.H.I.E.L.D. und dessen Leiter Nick Fury an, um für Gerechtigkeit zu kämpfen. Gerade diese Verankerung im Hier und Jetzt ist aber auch das größte Problem der Captain America-Fortsetzung: Während Teil 1 seinen Reiz aus dem Retro-Stil und der Zweiten-Weltkriegs-Thematik zog, die zeitweise an Indiana Jones erinnerte, tritt der Captain nun im Heute an und wirkt dadurch völlig austauschbar.

Rogers' Part in dem halben Avengers-Film – schließlich mischen auch Black Widow und der neu eingeführte Falcon kräftig mit – hätte auch ein Iron Man oder einer der anderen Kollegen von S.H.I.E.L.D. übernehmen können. Denn inzwischen ist Captain America eine nahezu unverwund­bare Kampfmaschine geworden, deren einzige Rüstung sein runder Blechschild ist. Hin und wieder lässt der Captain zwar noch einen lockeren Spruch in Bezug auf seine lange Auszeit vom Stapel, unterscheidet sich sonst aber kaum mehr von Iron Man und Co.

Vertrauensbruch
Das ist allerdings auch nötig, denn S.H.I.E.L.D. wurde unterwandert. Rogers kann niemandem mehr trauen. Nach einem Anschlag auf Fury verdichten sich zudem die Hinweise, dass die Organisation sogar an höchster Stelle infiltriert wurde. Doch wer steckt hinter den beängstigenden Ereignissen? In einem Netz aus Intrigen verstrickt, versucht Captain America, der nach wie vor an seinen Idealen festhält, mit einigen letzten Verbündeten die Welt zu retten, und trifft schon bald auf seine Nemesis: den Winter Soldier.

Keine Überraschung
Kenner der Comic-Vorlage wissen natürlich längst, wer hinter dem neuen Widersacher steckt. Für unbedarfte Kinogänger werden die Hinweise im Film jedoch ebenfalls so offensichtlich präsentiert, dass auch sie kaum noch überrascht werden. Überhaupt verläuft die Story äußert vorhersehbar und wendungsarm. Auch die Rollenverteilung zwischen Gut und Böse ist von Anfang an klar. Wenn sich im Verlauf des Films dann herauskristallisiert, wer der tatsächliche Strippenzieher hinter den Umsturzversuchen innerhalb S.H.I.E.L.D.s ist, stellt sich auch nur das Gefühl ein, dass den Machern nichts Neues eingefallen ist.

Fans und Kenner der Comic-Reihe, die die Marschroute ja vorgab, mag das nicht stören, sie haben sowieso einen Wissensvorsprung, aber ein wenig mehr inhaltlicher Pep und Neuorientierung hätten dem Streifen gutgetan. Was bleibt, ist die Besinnung auf spektakuläre Action-Einlagen und ein Effekt-Feuerwerk, wie man es sich schöner nicht wünschen kann. Allerdings wird erneut deutlich, dass das Genre kaum mehr Neues zu bieten hat. Ein kleines Schmankerl wird dann aber zumindest noch während und nach dem Abspann geboten. Hier gibt es einen kleinen Ausblick auf neue Gegner der Avengers, miese Fieslinge im Doppelpack. (Autor: Thomas Raab)

Wertung zu The Return of the First Avenger

Wertung:

7.0 /10
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