The Outer Worlds - Preview: Fallout im Weltall
Obsidian bricht zu den Sternen auf, bleibt spielerisch aber auf vertrautem Terrain: The Outer Worlds bedient sich großzügig bei Fallout: New Vegas, garniert das Sci-Fi-Rollenspiel aber mit jeder Menge Humor. Ob das Spaß macht, konnten wir kürzlich selbst rausfinden: Alle Infos und ein großes Preview-Video in 4K gibt's in unserer Hands-on-Vorschau!
Für jedes Teammitglied gibt es auch eigene Quests, in denen ihr sie besser kennenlernt und die Beziehung zu ihnen vertieft. Erwartet hier allerdings kein Mass Effect oder Dragon Age: Romanzen und Sex spielen in The Outer Worlds nämlich keine Rolle - sowas hätte laut Obsidian einfach zuviele Ressourcen verschlungen. Die Entwickler wollen sich stattdessen lieber aufs Wesentliche konzentrieren und ihre ganzen Stärken als Geschichtenerzähler ausspielen.
Lügen, feilschen, drohen
Quelle: PC Games
Typisch Obsidian: Die Charaktere sind interessant, die Dialoge witzig geschrieben und voller Möglichkeiten.
In diesem Artikel
Das merke ich spätestens, als ich Fallbrook erkunde, ein kleines, stimmungsvoll designtes Dörfchen voller Bars und Shops, in denen ich viele NPCs anquatschen kann. Obsidians Handschrift ist hier nicht zu übersehen: Die flott geschriebenen Dialoge mit den schrulligen Charakteren machen einfach Spaß, auch weil es praktisch immer mehrere Antwortmöglichkeiten gibt, von nett und verschlagen bis hin zu gemein und aggressiv. Schön: Auch Attribute und Perks kommen hier zum Einsatz und ermöglichen weitere Dialogoptionen. Dadurch habe ich oft mehrere Möglichkeiten, um ein Problem zu lösen - man kann sein Gegenüber beispielsweise um den Finger wickeln, bedrohen, bestechen, überlisten oder einfach mal dreist anlügen.
Deutsche Sprachausgabe gibt's leider nicht, die Charaktere wurden ausschließlich auf Englisch vertont. Die Sprecher machen aber zumindest in meiner Spielzeit einen prima Job und auch die deutschen Untertitel scheinen den Humor des Originals gut einzufangen. Eure Hauptfigur ist allerdings nicht vertont! Das dürfte vielleicht nicht jedermanns Sache sein, mir persönlich gefällt die Entscheidung aber gut - schon allein weil die Dialoge dadurch viel mehr an Fallout 3, Fallout: New Vegas oder Vampire: The Masquerade Bloodlines erinnern, die ich allesamt deutlich fand als das vollvertonte Fallout 4. Aber das ist natürlich auch eine Geschmacksfrage - mein Kollege Matthias sieht das zum Beispiel in seiner E3-Vorschau zu The Outer Worlds anders.
Quelle: PC Games
Auf Monarch treffen wir jede Menge riesige, gefräßige Aliens. Freundliche Exemplare gibt's dafür nicht.
Charakterbau ohne Überraschungen
Ein Blick in den Charakterbogen zeigt: Das Charaktersystem von The Outer Worlds ist ziemlich simpel gehalten und konzentriert sich auf eine Handvoll Basisattribute, darunter beispielsweise Stärke, Intelligenz oder Charisma. Dazu gibt es auch passive Fertigkeiten, die ihr bei jedem Levelaufstieg steigern könnt. Diese unterteilen sich in sieben Kategorien und umfassen mehrere Untertalente, darunter beispielsweise Schusswaffenexpertise, Ausweichchance, Schleichen, Schlossknacken, Heilung und so weiter. Habt ihr eine Talentgruppe erst mal auf Rang 50 hochgelevelt, könnt ihr die spezialisierten Fertigkeiten anschließend auch einzeln steigern und euren Charakter so noch stärker auf eure Spielweise zuschneiden.
Quelle: PC Games
Fertigkeiten müssen wir zunächst als Gruppe hochleveln, erst später dürfen wir einzelne Fertigkeiten steigern.
Hinzu kommen noch die sogenannten Vorteile, die an die Perks aus Fallout erinnern und ziemlich starke passive Boni umfassen, beispielsweise eine deutlich höhere Kritische-Treffer-Chance für Begleiter, ein höherer Rüstungswert, ein Bonus auf Schwachstellentreffer oder bessere Händlerpreise. Damit ihr nicht zu stark werdet, dürft ihr nur auf jeder zweiten Levelstufe einen Vorteil freischalten. Wem das nicht reicht, kann sich noch mehr Vorteilspunkte auf anderem Wege verdienen: Wenn ihr beispielsweise besonders oft gegen einen Gegnertyp bestimmten kämpft, eine bestimmte Sorte Schaden erleidet oder etwas anderes häufiger schiefgeht, bietet euch The Outer Worlds manchmal an, einen Nachteil in Kauf zu nehmen! So wurde ich plötzlich nach einem Kampf gefragt, ob ich eine Schwäche gegen Plasmaschaden akzeptieren will - als Ausgleich habe ich dafür einen Vorteilspunkt bekommen, mit dem ich einen neuen Perk freischalten kann. Wie oft sowas passieren kann, ist übrigens vom gewählten Schwierigkeitsgrad abhängig - auf der höchsten Stufe könnt ihr zwar mehr Vorteile verdienen, müsst dafür aber auch Dinge wie Schlaf, Hunger und Durst berücksichtigen, also vergleichbar mit dem Hardcore-Modus aus Fallout: New Vegas.
Quelle: PC Games
Die Kämpfe erinnern an klassische Ego-Shooter.
Keine Minispiele
Quelle: PC Games
Besiegte Gegner dürfen wir wie in Fallout looten.
Und auch das dürfte Fallout-Fans bekannt vorkommen: Die Levels sind vollgestopft mit Containern und Kisten, in denen man jede Menge Währung, Handwerksmaterial und Verbrauchsgegenstände looten darf. Manche Behälter und Türen sind natürlich verschlossen - doch anders als in Fallout oder Kingdom Come: Deliverance kommen weder beim Schlösser knacken noch beim Hacken von Computerterminals irgendwelche Minispiele zum Einsatz. Es genügt also, die erforderlichen Skills einfach hoch genug zu leveln.
Cool: Schon relativ früh im Spielverlauf erhaltet ihr euer eigenes Raumschiff, das dann so etwas wie eure Heimatbasis darstellt, hier könnt ihr mit euren Begleitern oder eurem (witzigen!) Schiffscomputer quatschen oder an eurer Ausrüstung rumschrauben. Es wird aber nicht möglich sein, das Schiff selbst zu steuern (Fahrzeuge sind grundsätzlich nicht geplant!) und auch Baller-Minispiele wie in Knights of the Old Republic wird es nicht geben. Auch hier gilt: Obsidian will einfach keine Ressourcen auf halbgare Features verschwenden, sondern sich auf den Kern der Spielerfahrung konzentrieren.
Die Grafik: Hübsch veraltet
Dass uns mit The Outer Worlds nicht direkt ein Grafikwunder bevorsteht, war schon seit der Ankündigung klar. Wer sich selbst ein Bild machen will, schaut sich mein Vorschau-Video in diesem Artikel an, das unverfälschtes PC-Gameplay in 4K-Auflösung zeigt. Darin seht ihr: Der Stil ist farbenfroh und - zumindest meiner Meinung nach auch ziemlich stimmungsvoll, aber er ist eben auch nichts Besonderes. Technisch ist man im Genre außerdem schon lange weiter: Zwar bieten die Charaktere eine ganz ordentliche Mimik, doch der Rest der Grafik - von den Waffeneffekten über die schlichte Landschaftsdarstellung bis hin zu den Animationen - wirkt schon jetzt ein wenig angestaubt.
Mir persönlich ist das aber ziemlich egal, solange die inneren Werte des Rollenspiels stimmen: Beim Anspielen haben mir vor allem die schrulligen Charaktere, die stark geschriebenen Dialoge und die Entscheidungsfreiheit gefallen, außerdem verspricht das abgewetzte Sci-Fi-Setting jede Menge Humor. Wenn beim Release im Herbst keine groben Bugs im Weg stehen (was ich bei Obsidian-Spielen leider nicht ausschließen würde), könnte The Outer Worlds also ein ausgesprochen launiger und motivierender Weltall-Trip werden, zwar nicht bahnbrechend, aber für Solo-Rollenspieler und New-Vegas-Fans womöglich genau das Richtige.
The Outer Worlds erscheint am 25. Oktober für PC, PS4 und Xbox One und zu einem späteren Termin auch für die Switch. PC-Käufer müssen das Rollenspiel anfangs über den Epic Games Store oder Microsoft Store beziehen, auf Steam erscheint es nämlich erst mit einem Jahr Verspätung.

https://opencritic.com/ga...
Deine Argumente gehen leider in Luft auf, weil es keiner bezahlen will. Du muss mal Traum von Realität bitte ein wenig unterscheiden.
Das eine ist das was wir gerne möchten, das andere ist das was die Firmen durchsetzen, und auch so bekommen.
Die User wollen eine frische Idee zu einem möglichst günstigen Preis mit Hammer-Production-Values.....
Was diese "frische Idee" sein soll, wissen sie naturgemäß selber ja nicht, gute Ideen erkennt man ja immer erst hinterher.
Deswegen sind irgendwelche "Revolutionen" im Gaming immer recht selten gewesen, da muss einiges zusammenkommen, eine gute Idee zur richtigen Zeit die auch
bekannt unter dem Publikum wird, von den richtigen fähigen Leuten gemacht wird und die auch noch zufälligerweise genug Ressourcen haben das umzusetzen... klar, dass das selten ist.
man quasi stehen bleibt und nicht mal was Zeitgemäßes bringt ?
Also technisch auf der Höhe mit guter Story und aktueller Grafik ?
auch wieder en-vogue sein, hatte aber hier sicherlich auch einen Kostenfaktor. Also: Einfache Grafik und reduzierter Umfang, so konnte man das wohl mit überschaubaren Risiko stemmen.
Ist natürlich schwierig in einer Zeit wo die Kunden fast im Jahrestakt mit Mega-Openworld Spielen mit Hammergrafik zugedeckt werden, und diese Spiele nach einem halben bis dreiviertel Jahr auch für ca. 30 Euro zu bekommen sind... da ist das der Kundschaft unter Umständen schwer beizubringen.
Ich wollte damit "auch" ausdrücken dass Analysten den Zeitpunkt des Spiels bestimmen an dem am meisten Umsatz generiert werden kann.
Denke bei Anthem und F76 haben die den Zeitpunkt genau getroffen (zum Leidwesen der Spieler). Was die Analysten leider nie berechnen aus welchen Gründen auch immer, da es dazu sicherlich inzwischen auch Statistiken geben müsste ist, Wie viele Leute kommen zum Spiel zurück wenn neue Updates kommen oder kaufen nach dem Shitstorm neu.
Ich würde sagen man rechnet da mit mehr als es in Wirklichkeit sind. Der Faktor "Aufholen" ist halt auch etwas das auf der Spielerseite entscheidend ist.
NMS hat z.B. an Qualität mindestens um das dreifache zugelegt aber es würde mich sehr wundern wenn die Verkaufszahlen dies auch so unterstreichen.
Mir persönlich gefällt halt die Taktik von PoE ganz gut.
Da hat man schon fast ein gutes Gefühl wenn man ein überteuertes Packet kauft um das Spiel zu unterstützen. (geht mir jedenfalls so)
Denke GGG macht damit um einiges mehr Umsatz als wenn sie das Speil als perfekt deklarieren würden.
Wieso kann eine Gamingfirma nicht hinstehen und sagen:
Guten Morgen, unser Spiel ist zu 55% fertig wir müssen releasen weil wir sonst ins Minus fallen, sind aber gewollt
das Spiel zu verbessern wenn ihr uns unterstützt.
Gamer sind keine Unmenschen das würde weder einen Shitstorm geben noch würden sehr viele Leute das Game nicht kaufen....
Wenn ein Konzept gefällt sind sie auch bereit mit den Entwicklern zusammen zu arbeiten.
Was aber nicht gut kommt ist Lügen und Betrügen da kann man auch wieder NMS als Beispiel bringen.
Auch wenn das Game inzwischen wirklich gut ist, so war es ganz klar ein schwerer Betrugsfall zu Release.
Obsidian hat sehr gute Spiele die sich auch nicht wirklich schlecht verkauft haben daher frage ich mich schon warum
man quasi stehen bleibt und nicht mal was Zeitgemäßes bringt ?
Also technisch auf der Höhe mit guter Story und aktueller Grafik ?
Die Antwort darauf lasse ich mal offen.
Und von Wirtschaft scheinst du erstmal gar keine Ahnung zu haben.
Oder glaubst du wirklich gewisse Studios machen Spiele nur noch für uns Gamer?
Wach mal bitte auf!
https://www.bloomberg.com...
Waerend es zwar stimmt, dass Spiele immer teurer in der Herstellung werden, wird dies durch massiv steigende Verkaufszahlen anscheinend auch wieder mehr als wett gemacht. Denn entgegen physischen Gegenstaenden sind die Kosten fuer eine verkaufte Einzelversion eines Spiels ja im Prinzip 0 (vor allem wenn man digital vertreibt und nur keys erstellen und ein bisschen Traffic maangen muss). Das bedeutet, hoehere Vertriebszahlen koennen die hoeheren Entwicklungskosten gut ausgleichen.
Was die Preise angeht, so gehe ich sowieso davon aus, dass hier Analysten am Werk sind, die schonmal ausgerechnet haben, mit welchen Spielepreisen der Gewinn maximiert werden kann. Dass sieht man ja schon alleine daran, dass Preise auch fuer einzelne Maerkte angepasst werden (zum Beispiel ist auf Steam das gleiche Spiel in Russland oder Suedamerika gerne mal billiger zu haben). Warum machen die das? Weil sie ihre Preise an die Kaufkraft der Kunden des Marktes anpassen, um sozusagen den "sweet spot" zwischen Einzelpreis und Abnahme zu finden. Und der scheint bei uns fuer AAA Titel nun mal so bei ca. 60 Euro zu liegen im Moment.
Ausserdem hat das ganze weniger damit zu tun, dass The Outer Worlds nun eben wohl eher kein AAA Spiel wird. Deren Problem ist sicher sowieso ein ganz anderes. Und das ist, dass Spiele in ihren Kosten immer vorfinanziert werden muessen. Du musst ja erst die Entwicklung bezahlen (ob nun per Kredit oder aus Ruecklagen) und erst wenn es rauskommt, DANN bekommst du die Kohle wieder eingespielt (wenn alles gut geht). Jede Entwicklung ist also per se mit einem Risiko verbunden. Obsidian macht hier eine neue IP auf. Das ist immer risikoreicher als den 5. Teil von irgendwas zu machen. Wenn es schwer zu sagen ist, wie gut das ganze am Ende ankommt, ist es halt sinnvoll erstmal ein kleineres Projekt zu machen und sich nicht direkt mit zig Millionen in die Kreide zu begeben, gerade wenn du ein kleineres Studio bist und solche potentiellen Verluste wieder mit anderen sichereren Projekten ausgleichen kannst.
Meine Hoffnung ist ja, dass das Spiel seine Staerken in Sachen Story, Charaktere and Atmosphaere voll ausspielen kann und als kleiner aber charmanter Titel gut ankommt, wenn auch bei einer etwas kleineren Zielgruppe. Wenn das gelingt, dann kann Obisidian - jetzt, da sie ja auch durch Microsoft gekauft wurden und an deren finanziellen Mitteln teilhaben koennen - hoffentlich die Idee an ihre neuen MS Overlords pitchen, dass man dann ein besseres TOW2 machen koennte, mit allem drum und dran, finanziert aus den reichhaltigen Mitteln des neuen Mutterkonzerns.
Aber fuer jetzt verstehe ich absolut, warum Obsidian (die ja noch unabhaengig waren, fuer 90% der Entwicklungszeit dieses Spiels) erstmal die vorsichtigere Schiene gefahren ist. Und ich denke, dass haetten sie auch dann getan, wenn Vollpreis AAA Spiele ploetzlich 80 statt 60 Euro kosten wuerden.
Ich wollte damit "auch" ausdrücken dass Analysten den Zeitpunkt des Spiels bestimmen an dem am meisten Umsatz generiert werden kann.
Denke bei Anthem und F76 haben die den Zeitpunkt genau getroffen (zum Leidwesen der Spieler). Was die Analysten leider nie berechnen aus welchen Gründen auch immer, da es dazu sicherlich inzwischen auch Statistiken geben müsste ist, Wie viele Leute kommen zum Spiel zurück wenn neue Updates kommen oder kaufen nach dem Shitstorm neu.
Ich würde sagen man rechnet da mit mehr als es in Wirklichkeit sind. Der Faktor "Aufholen" ist halt auch etwas das auf der Spielerseite entscheidend ist.
NMS hat z.B. an Qualität mindestens um das dreifache zugelegt aber es würde mich sehr wundern wenn die Verkaufszahlen dies auch so unterstreichen.
Mir persönlich gefällt halt die Taktik von PoE ganz gut.
Da hat man schon fast ein gutes Gefühl wenn man ein überteuertes Packet kauft um das Spiel zu unterstützen. (geht mir jedenfalls so)
Denke GGG macht damit um einiges mehr Umsatz als wenn sie das Speil als perfekt deklarieren würden.
Wieso kann eine Gamingfirma nicht hinstehen und sagen:
Guten Morgen, unser Spiel ist zu 55% fertig wir müssen releasen weil wir sonst ins Minus fallen, sind aber gewollt
das Spiel zu verbessern wenn ihr uns unterstützt.
Gamer sind keine Unmenschen das würde weder einen Shitstorm geben noch würden sehr viele Leute das Game nicht kaufen....
Wenn ein Konzept gefällt sind sie auch bereit mit den Entwicklern zusammen zu arbeiten.
Was aber nicht gut kommt ist Lügen und Betrügen da kann man auch wieder NMS als Beispiel bringen.
Auch wenn das Game inzwischen wirklich gut ist, so war es ganz klar ein schwerer Betrugsfall zu Release.
Obsidian hat sehr gute Spiele die sich auch nicht wirklich schlecht verkauft haben daher frage ich mich schon warum
man quasi stehen bleibt und nicht mal was Zeitgemäßes bringt ?
Also technisch auf der Höhe mit guter Story und aktueller Grafik ?
Die Antwort darauf lasse ich mal offen.