The Night of the Rabbit im Test - Für Rätselfreunde mit Frustresistenz

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Test Marc Brehme - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Eine zauberhaftes Reise sollte The Night of the Rabbit werden. Es wurde eine Kreuzfahrt mit dem Motto "Versuch macht kluch". Wer ein Daedalic-Adventure in Deponia-Qualität erwartet hat, wird enttäuscht.

Jeremia "Jerry" Haselnuss hat einen großen Wunsch: er möchte Zauberer werden. Da erscheint plötzlich ein weißes Kaninchen, stellt sich als Magier vor und verspricht dem zwölfjährigen Jungen, ihn auszubilden. Und so reisen beide in eine märchenhafte Fantasiewelt. Das neueste Adventure aus dem Hause Daedalic ist allerdings nur sprichwörtlich zauberhaft, denn es patzt beim Kerngeschäft.

Zaubersprüche. Tag- und Nachtwechsel. Eine Stadt, in der sprechende Tiere leben. Hübsche, liebevoll gezeichnete und detailreiche Schauplätze. Witzige Charaktere und dezent platzierter Humor. Man kann The Night of the Rabbit vieles vorwerfen, aber ein falsches Konzept gehört definitiv nicht dazu. Dennoch hat uns das Abenteuer, bei dem Sie das Geheimnis um den Magier Zaroff und Ihren Lehrmeister Marquis De Hoto lösen müssen, enttäuscht. Denn ein gutes Adventure lebt nicht nur von seiner gelungenen Präsentation mit stimmiger Welt, schicker Grafik, eingängiger Musik, Steuerung und glaubwürdiger Sprachausgabe, sondern vor allem von seinen Rätseln. Und genau in dieser Kategorie patzt das Spiel gewaltig.

Oft ist trotz des gut gefüllten Inventars und zahlreicher Aufgaben unklar, was genau zu tun ist. Das Spiel geizt regelrecht mit Hinweisen und auch die Hilfefunktion verdient den Namen nicht. Ja, wir lieben anspruchsvolle Adventures, die unsere Köpfe auch mal rauchen lassen. Aber dann müssen die Rätsel logisch und nachvollziehbar sein. Ein schmaler Grat, den The Night of the Rabbit oft überschreitet. Zu oft, um ein gutes Spiel zu sein. Beispielsweise wenn Sie einen Brief zukleben müssen, Jerry sich aber standhaft weigert, dazu die unzweifelhaft klebrigen Substanzen Honig und Rübensirup zu nutzen. Dass die Entwickler vorgesehen haben, dass man das Kuvert nur mit Schneckenschleim verschließen kann, nennt man kreative Freiheit. Dass dem Spieler solch logische Lösungsalternativen an zahlreichen Rätseln ohne jegliche Begründung verweigert werden, ist einfach nur frustrierend. Gute Rätsel sind Silber, gutes Feedback wäre Gold.

Meinung

Wertung zu The Night of the Rabbit (PC)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Liebevolle, detailreiche GrafikUnverbrauchtes SettingGelungene, dichte AtmosphäreTolle Sprachausgabe und MusikAusgereifte SteuerungViele Bonus-Inhalte (Qartettspiel, Hörbuch, Sammelkarten u. a.)
Durchwachsenes RätseldesignViel zu wenig Hinweise; auch Gespräche mit NPCs bringen wenigGenerell zu wenig DialogrätselAlternative Rätsellösungen werden oft ohne Erklärung abgelehntNahezu nutzlose Hilfe-Funktion …… daher läuft vieles auf Lösungen nach Trial-&-Error-Prinzip hinausSchnellreisefunktion eher langsam
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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Ich mag ja alle Daedalic-Spiele die ich bisher gezockt habe und bin froh, dass wir solch ein arbeitswütiges Entwicklerstudio hier in unserem Land haben, aber dass die echt nicht in der Lage sind, minimalste Lösungshilfen einzubauen, um totalen Frust zu vermeiden, kann ich auch nicht so recht verstehen.
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Ich mag ja alle Daedalic-Spiele die ich bisher gezockt habe und bin froh, dass wir solch ein arbeitswütiges Entwicklerstudio hier in unserem Land haben, aber dass die echt nicht in der Lage sind, minimalste Lösungshilfen einzubauen, um totalen Frust zu vermeiden, kann ich auch nicht so recht verstehen.
      • Von babajager Spiele-Enthusiast/in
        war nur ne frage der zeit bis da mal ein nicht so gutes spiel erscheint bei dem kurzen zeitraum wie die adventures rausbringen.
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