The Movies
Geht das Konzept auf?
The Movies bietet großartige Unterhaltung für alle, die sich auch nur im Entferntesten für Hollywood-Filme interessieren oder Spaß am Basteln einer eigenen kleinen Welt haben, in der sich schnell Erfolge im Spiel einstellen. Die Mischung aus Simulation, Wirtschaftsspiel und Videobearbeitung geht dank der sorgfältig ausgearbeiteten Steuerung flink von der Hand.
Optisch ist The Movies vergleichbar mit Die Sims 2 - viele kleine Details an den Gebäuden und sonstigen Einrichtungsgegenständen zaubern eine wirklich hübsch anzuschauende Spielwelt auf den Monitor. Wer genau hinblickt, entdeckt auch jede Menge Eastereggs, wie Fotos der Entwickler an Gebäudewänden oder das Affenkostüm, mit dem Sie als Black & White-Kreatur übers Studiogelände flitzen können.
Die musikalische Untermalung sorgt für ein perfektes Ambiente, da die verschiedenen Stücke der jeweiligen Spielzeit angepasst sind. Der Swing aus den Zwanzigerjahren ist also ebenso vertreten wie Miami Vice-Mucke aus den Achtzigern. Unverständlich ist dagegen, warum die Gebäude des Studios im gesamten Spiel gleich aussehen.
Das Post-Production-Büro beispielsweise passt mit seinem futuristischen Look absolut nicht in die Dreißigerjahre, in denen Sie es aber bereits freischalten können. Kurios: Im Test konnten wir mit unserem Forschungsteam schon in den Sechzigerjahren Technologien fertig stellen, die sich aber erst im Spieljahr 1985 einsetzen lassen.
So schön und unterhaltsam The Movies ist, hartgesottene Wirtschaftssimulations-Fans vermissen die echte Herausforderung. Warum lassen sich beispielsweise keine Schauspieler direkt abwerben? Auch gibt es keinerlei Intrigen oder echte Skandalsituationen, die in Hollywood eigentlich an der Tagesordnung sind. The Movies ist also mit Sicherheit nicht perfekt, aber wer leichte und stressfreie Unterhaltung am PC erleben möchte, wird bestens bedient.
